Die schwedische Dienstleistungs- und Kommunikationsgewerkschaft (Service- och Kommunikationsfacket; SEKO) hat am 15.05.2023 eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeberverband Almega Tågföretagen im Bereich des Schienenverkehrs getroffen, woraufhin der bevorstehende Streik abgesagt wurde. Die Gewerkschaft ist der Ansicht, dass ein ausgelöster Streik kein besseres Ergebnis bringen würde.
Die Vereinbarung umfasst unter anderem:
- Gehaltserhöhungen und Rückstellungen um insgesamt 7,4 % während der zweijährigen Vertragslaufzeit.
- Eine neue Regelung, die es den Arbeitgebern erschwert, verspätete Dienstplanänderungen vorzunehmen, was einer der Hauptstreitpunkte bei den Verhandlungen war. Bisher hatten die Arbeitgeber die Möglichkeit, die Arbeitszeiten allein auf der Grundlage der geschäftlichen Bedürfnisse zu ändern, von nun an muss eine Vereinbarung mit den betroffenen Arbeitnehmern getroffen werden, bei der die Vergütung umso höher ist, je näher der Arbeitstag rückt, an dem die Änderung vorgenommen wird.
- Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit klarem Fokus auf die Initiierung einer Arbeitszeitverkürzung während der Vertragslaufzeit, desweiteren zum Thema Alleinarbeit beim Betrieb von Personenzügen und bei unfallträchtigen Tätigkeiten.

