Im Jahr 2021 erzielte der Kombi-Operateur Hupac ein Verkehrsvolumen von 1.124.000 Strassensendungen (+10,7%) und ein Jahresergebnis von CHF 12,4 Mio. Damit konnten die Pandemie-Effekte des Vorjahres erfolgreich kompensiert werden.
Im vergangenen Jahr beförderte die Hupac Gruppe 1.123.600 Strassensendungen im Kombinierten Verkehr Strasse/Schiene und im maritimen Hinterlandverkehr. Gegenüber dem Vorjahr konnten rund 100.000 Lkw zusätzlich verlagert werden, was einer Steigerung von 10,7% entspricht. Damit hat Hupac das vorpandemische Verkehrsvolumen 2019 wieder erreicht und sogar um knapp 10% übertroffen.
Der alpenquerende Verkehr durch die Schweiz wuchs um 11,0% auf 597.500 Strassensendungen, was vor allem auf die erfolgreiche Nutzung des 4-Meter-Korridors via Gotthard zurückzuführen ist. Erfreulich entwickelte sich auch der transalpine Verkehr durch Österreich via Tauern mit einem Zuwachs von 7,8% gegenüber dem Vorjahr. Via Frankreich konnte der Verkehr von einem niedrigen Niveau um 26,3% gesteigert werden. Auch der nicht-transalpine Verkehr entwickelte sich mit einer Zuwachsrate von 10,4% dynamisch und erreichte ein Volumen von 479.200 Strassensendungen. Dazu haben die Segmente Südost- und Südwesteuropa massgeblich beigetragen.
Insgesamt erzielte der Geschäftsbereich Shuttle Net ein Verkehrsvolumen von 811.100 Strassensendungen, was einem Zuwachs von 8,5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Business Unit Company Shuttle entwickelte sich ausgesprochen dynamisch und erzielte ein Transportvolumen von 127.300 Strassensendungen (+25,4%). Im maritimen Containerverkehr holte das Tochterunternehmen ERS Railways die pandemiebedingten Verkehrsverluste des Vorjahres auf und generierte trotz der nach wie vor bestehenden Volatilität ein zufriedenstellendes Mengenwachstum auf 335.134 TEU, was 185.100 Strassensendungen (+11,8%) entspricht.
Der Umsatz der Hupac Gruppe stieg 2021 um über 14% auf einen neuen Rekordwert von CHF 682 Mio. Mit einem Jahresgewinn von CHF 12,4 Mio. konnte Hupac – nach dem Verlust im Corona-Jahr 2020 – ein erfreuliches Geschäftsergebnis verbuchen. Die Investitionen in Sachanlagen fielen mit CHF 24 Mio. relativ bescheiden aus. Der Grund dafür ist die Verschiebung von Investitionsvorhaben wegen der Corona-Ungewissheit.
Per 2026 will Hupac ein Verkehrsvolumen von 1,6 Millionen Strassensendungen jährlich erreichen, was einem Zuwachs von 40% gegenüber 2021 entspricht. Zur Zielerreichung hat der Verwaltungsrat ein Investitionsprogramm von CHF 300 Mio. bewilligt.
Folgende Massnahmen werden prioritär und kurzfristig umgesetzt:
- Erhöhung der Wagen für Reserve-Zugskompositionen um 50% auf 12% der Flotte im transalpinen Verkehr
- Stärkung des Störungsmanagements in enger Zusammenarbeit mit den Bahnpartnern
- Entlastung des Terminals Busto Arsizio-Gallarate durch Diversifizierung über weitere Terminals im Grossraum Mailand
- Zusätzliche ergänzende Angebote zum Korridor Rhein-Alpen über andere alpenquerende Korridore
- Zusätzliches Angebot von Ersatzverbindungen bei geplanten Grossbaustellen
- Verstärkung des Lokführer-Teams, das Hupac für ad-hoc Einsätze bei Ausfällen unter Vertrag hält
Zentraler Faktor für das angestrebte Verkehrswachstum sind die Terminalinvestitionen:
- Mit Milano Smistamento und Piacenza werden in Norditalien zwei neue Grossterminals gemeinsam von Mercitalia Logistics und Hupac gebaut und in Betrieb gehen (2025)
- Für den Terminal Novara CIM plant Hupac eine signifikante Kapazitätserweiterung mit Portalkränen (2025)
- Im Raum Warschau nimmt Hupac den Terminal Brwinów in Betrieb (Ende 2022)
- Dazu kommen die Hupac-Beteiligungen am Bau des Duisburg Gateway Terminals (2025) und des Gateway Basel Nord (2026)
Die Wagenflotte, welche Ende 2021 aus rund 8.100 Wagenmodule bestand, soll bis 2026 um weitere 1000 eigene Einheiten sowie um zusätzliche angemietete Wagen aufgestockt werden.

