Die Interessenvertretung RailGood beklagt, dass die niederländische Regierung ein beträchtliches Haushaltsdefizit aufweist, das den notwendigen Netzausbau verzögern könnte. Es bestehe eine Unterfinanzierung von einer halben Milliarde Euro, unter anderem weil das Investitionsprogramm PHS (Programm Hochfrequenz-Schienenverkehr) so viel in Projekte für den Personenverkehr investiert hat, und nicht berücksichtigt wurde, dass das Schienennetz für 740 m lange Güterzüge geeignet sein sollte.
Das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft widerspricht dem jedoch und erklärt, dass mit entsprechenden Ergebnissen im Jahr 2023 gerechnet werden kann. Derzeit prüfe ProRail, der niederländische Betreiber der Eisenbahninfrastruktur, welche Maßnahmen für ein 740-m-Netz erforderlich sind, und die dafür vorrangigen Projekte. Es wird geschätzt, dass die Investitionen zwischen 0,5 und 1 Milliarde Euro betragen. Dies bedeute jedoch nicht, dass es ein Budgetdefizit gäbe – die Angelegenheit werde aus Sicht des Ministeriums nicht vernachlässigt.