Rech von Stadler zur evb

Marcus Rech ist seit April 2022 neuer Geschäftsbereichsleiter Schienenfahrzeugtechnik und Instandhaltungsmanagement bei der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (evb) und folgt in dieser Funktion auf Olaf Ernst.

Rech war zuvor seit August 2015 für Stadler in Deutschland tätig und leitete zuletzt seit Januar 2021 die Instandhaltung Lokomotiven sowie die Flottenmanagementzentrale der Stadler Service Deutschland GmbH.

Private „Hummeln“ nach Trebišov

Am 12.04.2022 wurden drei private breitspurige Dieselloks der Baureihe 770.8 vom Lokdepot Haniska pri Košiciach nach Trebišov zur Hinterstellung bei Tatravagónka überführt, Das Werk besitzt einen Anschluss an die Breitspurstrecke Maťovce ŠRT – Haniska pri Košiciach ŠRT.

Die auch unter dem Spitznamen „Čmeliak“ [Hummel] bekannten sechsachsigen Loks 770 812, 813 und 814 wurden vor Jahren an das tschechische Unternehmen ŽOS Vrútky verkauft und waren ursprünglich regelspurig (1.435 mm). Die drei Maschinen waren zuvor u.a. vor Containerzügen der Privatbahn Slovenská železničná dopravná spoločnosť (SŽDS) sowie vor Bauzügen der Železničné Stavby auf der Breitspur zum Einsatz gekommen.

Captrain: Einsatz Euro 6000 bis LUX

Anfang April 2022 hat der durchgehende Einsatz von E-Loks des Typs Euro 6000 zwischen Spanien und Luxemburg begonnen. Mit den von Alpha Trains vermieteten Loks wird der reaktivierte intermodale Verkehr zwischen Barcelona und Bettemburg mit sechs wöchentlichen Rundläufen zu einer rein durch die SNCF-Tochter Rail Logistics Europe (RLE) betriebenen Lösung: VIIA ist Operateur, Captrain España und Fret SNCF traktionierende EVU.

ChemOil startet Großkorbetha – Offenbach

ChemOil hat am 11.04.2022 eine neue Verbindung für Einzelwagen und Wagengruppen zwischen Großkorbetha und dem ChemOil-Zentralhub in Offenbach am Mainan. Damit können die Kunden des Unternehmens ab sofort Sendungen zwischen Zentren in Ost-Deutschland in den Raum Frankfurt / Ludwigshafen / Karlsruhe und von da weiter auf den etablierten Linien in die Schweiz, nach Italien, nach Bayern und via Saarbrücken nach Frankreich aufgeben.

Die Traktion des 2 x pro Woche laufenden Zuges übernimmt SBB Cargo International.

Foto: ChemOil

Aktivisten blockieren Zug mit russischer Kohle

Aktivisten von Greenpeace und Extinction Rebellion (Elokapinan) haben die Tore des Exporthafens von Koverhar in der Nähe von Hanko in Südfinnland blockiert. Die Aktion verhindert die Einfahrt eines Güterzuges mit russischer Kohle in den Hafen. Der Hafen von Hanko ist einer der drei finnischen Häfen, die für den Export russischer Kohle für den Weltmarkt genutzt werden.

Greenpeace fordert die finnische Regierung auf, den Transitverkehr mit russischer Kohle sofort zu stoppen und die Nutzung russischer fossiler Brennstoffe einzustellen, bevor die geplanten EU-Sanktionen in Kraft treten.

VR: Rückzug aus Güterverkehr gen Osten

Am 06.04.2022 hat der Verwaltungsrat der finnischen VR-Gruppe beschlossen, den Güterverkehr nach und aus Russland „kontrolliert einzustellen“. VR Transpoint als Betreiber wird einen entsprechenden Plan ausarbeiten, der die Versorgungssicherheit Finnlands und bestehende Verträge berücksichtigt. Es wird davon ausgegangen dass die Umsetzung mehrere Monate in Anspruch nimmt.

NL: Zu wenig Infrastruktur für 740-m-Züge?

Die Interessenvertretung RailGood beklagt, dass die niederländische Regierung ein beträchtliches Haushaltsdefizit aufweist, das den notwendigen Netzausbau verzögern könnte. Es bestehe eine Unterfinanzierung von einer halben Milliarde Euro, unter anderem weil das Investitionsprogramm PHS (Programm Hochfrequenz-Schienenverkehr) so viel in Projekte für den Personenverkehr investiert hat, und nicht berücksichtigt wurde, dass das Schienennetz für 740 m lange Güterzüge geeignet sein sollte.

Das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft widerspricht dem jedoch und erklärt, dass mit entsprechenden Ergebnissen im Jahr 2023 gerechnet werden kann. Derzeit prüfe ProRail, der niederländische Betreiber der Eisenbahninfrastruktur, welche Maßnahmen für ein 740-m-Netz erforderlich sind, und die dafür vorrangigen Projekte. Es wird geschätzt, dass die Investitionen zwischen 0,5 und 1 Milliarde Euro betragen. Dies bedeute jedoch nicht, dass es ein Budgetdefizit gäbe – die Angelegenheit werde aus Sicht des Ministeriums nicht vernachlässigt.

CMA CGM übernimmt Gefco komplett

Wie bereits angekündigt hat die französische Containerreederei CMA CGM aufgrund der Auswirkungen der Sanktionen im Rahmen des Ukrainekriegs Anteile am Automobillogistikunternehmen Gefco erworben.

CMA CGM gab am 08.04.2022 bekannt, nahezu 100 % der Anteile von Gefco übernommen zu haben. Hauptaktionär von Gefco waren mit einer Beteiligung von 75 % die Russischen Eisenbahnen (RŽD). Das neue Mitglied der CMA CGM Group wird Teil von CEVA Logistics, der Logistiktochter der französischen Holding, und damit zum Weltmarktführer in der Automobillogistik.

Der Kaufpreis soll bei 450 bis 500 Mio. EUR liegen. Die Übernahme sei den Wettbewerbsbehörden zur Genehmigung vorgelegt worden, aufgrund der besonderen Sachlage habe die Europäische Kommission CMA CGM jedoch erlaubt, das Kapital von Gefco sofort zu erwerben. Gefco spiele eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der europäischen Automobilproduktionslinien. Die Transaktion umfasst auch die Anteile von Stellantis.