[DE] Totalsperrung in Oldenburg

Zur Beseitigung eines im März 2026 festgestellten Schadens an einem Längsträger an der Hunte-Klappbrücke in Oldenburg sind kurzfristig umfangreiche Instandhaltungsarbeiten notwendig. Derzeit kann die Brücke nicht mehr geöffnet werden und behindert maßgeblich den Schiffsverkehr auf der Hunte. Des Weiteren muss eine ungeplante Sperrung der Brücke für den Bahnverkehr aufgrund einer Verschlechterung des aktuellen Zustandes verhindert werden. 

Für die Instandhaltungsmaßnahmen ist eine Totalsperrung der Strecke 1500 zwischen Oldenburg Hauptbahnhof und Abzweig Hemmelsberg bzw. Strecke 1502 zum Abzweig Oldenburg-Osternburg für 78 Stunden im Zeitraum 17. Mai, 23 Uhr bis 21. Mai 2026, 5 Uhr erforderlich. 

Durch die genannten Sperrzustände kommt es im Schienenpersonenfernverkehr zu Umleitungen und Ausfällen, im Schienenpersonennahverkehr zu Ausfällen und Teilausfällen und im Schienengüterverkehr zu Umleitungen über Osnabrück – Rheine.

[HU] Flaschenhals Kelenföld – Ferencváros noch enger

Am 07.04.2026 begann in Ungarn die Streckensperrung für den Bau der Südringbahn (déli körvasút). Bis Ende 2027 wird zwischen den Bahnhöfen Budapest-Kelenföld und Ferencváros nur noch ein Gleis verfügbar sein. Außerdem gibt es in diesem Jahr zwölf Tage (19.–21. Mai, 26.–28. Mai, 24./25. Juni, 27. Juli, 31. August, 1./2. Dezember), an denen der Zugverkehr auf beiden Gleisen eingeschränkt werden muss.

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Über die Strecke verläuft ein Großteil des Güterverkehrs zum/vom Budapester Rangierbahnhof Ferencváros sowie im Transit. In der ersten Phase des Projekts wurde die Eisenbahnbrücke über die Donau renoviert. Eine weitere Donauquerung gibt es nur im Süden Ungarns bei Baja.

Die Südringbahn ist daher eine der bedeutendsten strategischen Entwicklungen in Budapest und im ungarischen Eisenbahnnetz. Im Rahmen der zweiten Phase wurde Ende Februar die zweite neue Eisenbahnbrücke über die Gubacsi-Straße errichtet. Es werden nun die bestehenden beiden Gleise komplett neu gebaut sowie ein neues drittes Gleis und auf einigen Abschnitten ein viertes Gleis angelegt.

Die Züge des Personenverkehrs, betroffen sind die Hauptstrecken nach Győr (1), Székesfehérvár (30a), Pécs (40) und Dunaújváros (42), verkehren nach einem modifizierten Fahrplan und beginnen/enden häufig in Kelenföld.

Ziel der Entwicklung ist es, die Eisenbahnlinien und öffentlichen Straßen der Hauptstadt zu entlasten und gleichzeitig den Vorortverkehr zu erhöhen, wodurch sich der Verkehr um bis zu 60.000 Pkw pro Tag reduzieren soll. Die insbesondere für den Güterverkehr seit fünf Jahrzehnten geplante V0-Eisenbahnlinie (V0-vasútvonal), die den Großraum Budapest umgeht, um die inneren Gebiete Budapests vom Transitgüterverkehr zu befreien, wurde dagegen bis heute nicht begonnen. Das Ziel war, den Bau der gesamten Strecke von Záhony nach Győr bis 2030 abzuschließen.

[FR] Dunkerque: Neues Intermodalterminal

Das neue und von der Modal Group betriebene Intermodalterminal im Port Ouest von Dunkerque soll im September 2026 öffnen. Initial soll eine Verbindung nach Lyon Port Herriot durch das Moda-EVU Traix mit drei Rundläufen pro Woche angeboten werden. Fünf Umläufe pro Woche sind geplant. Es bestehen Anschlüsse nach Piacenza.

Die Modal Group investiert zudem in ein Terminal in Metz, das Anfang 2027 in Betrieb gehen soll. Eine Verbindung nach Dunkerque ist mit drei Umläufen ist angedacht samt angedachter Ausweitung auf fünf Zugpaare pro Woche.

[FR] Dourges Delta 3 soll erweitert werden

Das Terminal Dourges Delta 3 soll erweitert werden. Geplant sind fünf zusätzliche jeweils 800 m lange Gleise. Die Bauarbeiten sollen 2027 starten und 2029 fertiggestellt werden. Die Erweiterung soll auf einem Gelände erfolgen, das ursprünglich für ein Modalohr-Terminal vorgesehen war.

[DE] Beihilfen Netzfahrplanperiode 2025

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat die Beihilfen über 500.000 EUR gemäß § 6 Absatz 5 der Richtlinie zur Förderung des Schienengüterverkehrs über eine anteilige Finanzierung der genehmigten Trassenentgelte für Trassen in der Netzfahrplanperiode 2025 bekannt gegeben.

Die zehn größten Empfänger:

  1. DB Cargo inklusive RBH und MEG 73.192.232,42 EUR
  2. TX Logistik inklusive HSL und DeltaRail 14.884.952,84 EUR
  3. METRANS Rail (Deutschland) 9.449.897,99 EUR
  4. Captrain Deutschland-Gruppe 8.882.100,30 EUR
  5. SBB Cargo Deutschland 8.803.815,53 EUR
  6. RTB CARGO 7.797.627,59 EUR
  7. boxXpress.de 7.245.959,89 EUR
  8. BLS Cargo Nord 6.668.036,64 EUR
  9. LTE-Gruppe 6.552.852,31 EUR
  10. ČD Cargo 5.479.835,54 EUR

[DE] Ausbau Müllheim – Auggen abgeschlossen

Die Deutsche Bahn (DB) hat die letzten Baumaßnahmen an der Rheintalbahn zwischen Müllheim und Auggen planmäßig abgeschlossen. Bereits im Dezember 2025 war die sechs Kilometer lange Neubaustrecke Müllheim – Auggen in Betrieb gegangen. Im März dieses Jahres folgten letzte Sanierungsarbeiten am Untergrund der parallel verlaufenden Bestandsstrecke. Mit dem Abschluss der Maßnahmen umfasst der viergleisig ausgebaute und für bis zu 250 km/h ausgelegte Abschnitt der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel nun rund 67 Kilometer.

In den vergangenen Jahren wurden zwischen Müllheim und Auggen auf sechs Kilometer Länge zwei zusätzliche Gleise errichtet sowie die bestehenden Gleise umfassend erneuert und angepasst. Zwölf Brücken wurden neu gebaut oder erweitert.

Foto: DB InfraGO

[DE] RDC: Mehr Kapazitäten für Werkstatt Langerich

Im Rahmen der Instandhaltungsstrategie übernimmt die zur RDC Deutschland-Gruppe zählende ex TWE-Werkstatt Lengerich eine zentrale Rolle für die Gruppe. Im Februar 2026 wurde der Zweischichtbetrieb eingeführt und das bisher neunköpfige Team wird um drei weitere Mitarbeitende verstärkt. Damit schafft die RDC Deutschland Gruppe die Voraussetzungen, künftig neben internen Aufträgen auch verstärkt Leistungen für Partnerunternehmen zu übernehmen. Zu den zentralen Zielen gehört zudem, die bisher extern vergebenen ECM-4-Leistungen schrittweise ins Unternehmen zu integrieren und gleichzeitig eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte sicherzustellen.

[DE] zl-traktion möchte auf Ostertalbahn fahren

Die zl-traktion möchte zukünftig die bereits seit 1987 nicht mehr für planmäßige Güterzüge (Militärverkehr bis 2016) genutzte Infrastruktur der Ostertalbahn im Saarland für nicht näher genannte Transporte nutzen und so eine Entwidmung im Bahnhof Schwarzerden verhindern.

„Wir, die Firma zl-traktion GmbH, als Eisenbahnunternehmen nach AEG §6 (1) und Zugangsberechtigter nach ERegG §, sowie auch die mit uns in Partnerschaft agierende IPZ GmbH als Eisenbahnverkehrsunternehmen nach AEG §6 (1), werden in diesem Kalenderjahr 2026 und in den nachfolgenden Kalenderjahren den Netzzugang zur Eisenbahninfrastruktur Ostertalbahn beantragen und einfordern. Sowie eine Anmietung der Ladestraße in Gleis 6 des Bahnhofs Schwarzerden, wie auch die Nutzung der Eisenbahnstrecke von Ottweiler bis Schwarzerden, werden aus eisenbahnrechtlicher Sicht nicht aus der Betriebspflicht entlassen. Unser Verkehrsbedürfnis nach §13 AEG bleibt bestehen, eine Stilllegung nach §11 AEG wird nicht seitens den uns agierenden Personen und Firmen akzeptiert oder durchgehen gelassen.

Eine Betriebspflicht obliegt dem Landkreis St. Wendel bis zur Stilllegung nach §11 AEG, welche nach aktueller rechtlicher Sicht nicht durchführbar ist.

Die finanziellen Auflagen sind, auf Grund ihrer besonderen Stellung als öffentlicher Träger, nicht relevant für eine Bewertung der Betriebspflicht.

Nach Urteil des BGH sind sie auch bei Übergabe der Strecke dazu verpflichtet, diese im betriebsbereiten Zustand zu übergeben. Eine stille Stilllegung durch Verletzung der Prüf- und Instandhaltungspflichten sowie Instandsetzungsarbeiten werden wir nicht akzeptieren.

Als Referenz für unsere Absicht und ernst gemeinte Ankündigung können sie sich gerne die Verfahren zur Hunsrückquerbahn und der DB Infrago AG als Infrastrukturbetreiberin ansehen.

Gerne bieten wir ihnen an, ein gemeinsames Lösungsorientiertes Gespräch zwischen Landkreis St. Wendel, KNDS und der zl-traktion GmbH zu führen.

Eine Aussage der KNDS, dass niemals die Bahninfrastruktur genutzt werden wird für Abtransporte oder Antransporte halte ich für ebenso nicht endgültig, wie auch die Kurzsichtigkeit einer solchen Aussage von einem Anbieter, dessen Auftraggeber klassischerweise Militärfahrzeuge eigentlich aus logistischen Gründen auf der Bahn transportiert.“

Für den mit weiteren Personen hinter der zl-traktion stehenden Alexander Neubauer nicht der erste Vorstoß zur Erhaltung von Schieneninfrastruktur. Über die WRS Deutschland engagierte man sich über längere Zeit im Hunsrück ohne dass im Nachgang Transporte durchgeführt werden konnten – das von Neubauer geleitete Unternehmen musste Insolvenz anmelden.

[CH] On track mit Standort in Aarau

Das Instandhaltungsunternehmen On track hat eine Niederlassung neben dem Hupac-Terminal in Aarau eröffnet. Dort verfügt man über 230 Meter Werkstattgleis und ist mit einer achtteiligen Hebebockanlage sowie einer Lagerhalle ausgestattet. Für das Rangieren von Schadwagen besteht eine Kooperation mit SBB Cargo.

Carolin Körntopp
Tel.: +41 79 212 42 42
Mail: cs-sued@on-track-gmbh.de

[DE] Ostern: Totalsperrung in Hamburg

Zur Fertigstellung der Instandhaltungsarbeiten am Bauwerk Eisenbahnüberführung Billhorner Brückenstraße ist eine kurzfristige durchgehende Totalsperrung der Strecke 1280 zwischen Hamburg-Rothenburgsort und Abzweig Oberhafen im Zeitraum 3. April 6 Uhr bis 6. April 2026 11 Uhr zwingend erforderlich. Nur mit dieser Sperrung können die Arbeiten – beide Streckengleise betreffend – durchgeführt werden, sodass bis zum Ende der Generalsanierung Hamburg – Berlin eine zweigleisige Betriebsführung wieder ermöglicht werden kann. 

Diese Sperrung liegt zeitlich parallel zu weiteren Totalsperrungen auf dem ScanMed-Korridor zwischen Neumünster und Rendsburg, sowie in Dänemark, sodass die internationalen Schienengüterverkehre (SGV) nicht zusätzlich betroffen sind. 

Aufgrund der Kurzfristigkeit erfolgen die notwendigen Umleitungen über Hamburg Hauptbahnhof im SGV durch den Unterjährigen Fahrplan.