[DE] Bahnbücken im Hafen Hamburg gesperrt

Wie die Hambutrg Port Authority (hpa) am 23.02.2026 mitteilte, sind Arbeiten an den beweglichen Infrastrukturanlagen notwendig, um deren Leistungsfähigkeit langfristig zu sichern und ein reibungsloses Zusammenspiel von Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehr zu gewährleisten. Die Retheklappbrücke wird zweimal voll gesperrt: zunächst vom 20. bis 29. April für Arbeiten an der Maschinentechnik und anschließend vom 15. Juni bis 5. Juli für die Erneuerung des Fahrbahnbelags. Während der ersten Sperrung ist auch die Bahnbrücke betroffen, während der zweiten bleibt der Bahnverkehr ungestört.

Die neue Bahnbrücke Kattwyk ist vom 11. Juli bis 30. September für Instandsetzungsarbeiten an der Maschinentechnik der Hubbrücke gesperrt.

[HU] Elektrifizierung Debrecen – Mátészalka bis 2030

Im Nordosten Ungarns soll die Strecke (Debrecen –) Apafa – Mátészalka (Linie 110) bis 2030 erneuert und elektrifiziert werden. Geplant ist die Neugestaltung der etwa 70 km langen eingleisigen Strecke inklusive Bahnhöfen, Haltestellen, Stellwerksanlagen, Bauwerken und öffentlichen Versorgungseinrichtungen für eine Höchstgeschwindigkeit von 100–120 km/h und eine Achslast von 225 kN sowie die Elektrifizierung.

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Von drei Bietern gewann jetzt das in Budapest ansässige Kontúr Csoport Kft. die vom Ministerium für Bau und Verkehr (ÉKM) durchgeführte öffentliche Ausschreibung für die Planung zur Modernisierung der Strecke zwischen Debrecen (Apafa) und Mátészalka für einen Nettobetrag von für 6,565 Mrd. HUF (17,1 Mio. EUR). Die Frist für die Vertragsermittlung endet am 23. Februar, danach kann das Ministerium den Vertrag mit dem Gewinnerunternehmen abschließen.

Die Arbeiten sollen 2028 beginnen und Ende 2030 abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit muss für den Personenverkehr auch Rollmaterial angeschafft werden. Das Wirtschaftsministerium beabsichtigt derzeit gebrauchte, etwa zwanzig Jahre alten Stadler GTW Elektrotriebzüge aus der Schweiz zu erwerben.

Die Investition soll auch der industriellen Entwicklung der Region dienen. Mátészalka ist ein bedeutendes wirtschaftliches, kommerzielles, industrielles und kulturelles Zentrum im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg.

[HU] Elektrifizierung Debrecen – Balmazújváros fast fertig

Ab dem 01.03.2026 wird der Verkehr auf der Linie 108 zwischen Debrecen und Balmazújváros wieder aufgenommen. Die neue Oberleitung wird bis Ende April in Betrieb gehen.

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Aufgrund der Gleissanierung und Elektrifizierung des Abschnitts, es wurden 776 Oberleitungsmasten errichtet, wurde der Verkehr über sieben Jahre hinweg zeitweise ausgesetzt.

Nach der Elektrifizierung des 27 km langen Streckenabschnitts werden im Personenverkehr weiterhin Dieselzüge fahren, möglicherweise wird es aber bald elektrische Nahverkehrszüge zwischen Debrecen und Balmazújváros geben. Langfristiges Ziel ist es, die Strecke nach Füzesabony vollständig zu elektrifizieren, damit die bei BMW hergestellten Fahrzeuge in Güterzügen nicht über die bereits überlastete Strecke Szolnok – Budapest abgefahren werden müssen.

Die Arbeiten wurden in zwei Phasen durchgeführt: In der ersten wurde zwischen Debrecen und Macs bis Anfang Juni 2023 für die BMW-Automobilfabrik, die am nordwestlichen Rand der Stadt gebaut wurde und seitdem produziert, die Strecke verlegt, der Güterbahnhof Macs Ipari Park sowie eine gleichnamige Haltestelle angelegt, der Abschnitt Debrecen – Tócóvölgy zweigleisig ausgebaut und die Oberleitung auf 12 km Länge errichtet.

Die zweite Phase, die derzeit abgeschlossen wird, betraf den Abschnitt zwischen Macs und Balmazújváros, wo neben der Renovierung der Strecke und der Stationen auch die Oberleitung auf dem etwa 15 km langen Abschnitt seit März 2025 gebaut wurde.

[DE] Hannover – Göttingen weiter mit Einschränkungen

Zur Beseitigung der Sachschäden im Bahnhof Elze ist eine Anpassung des Betriebsprogramms sowie eine weitere Totalsperrung auf der Strecke 1732 Hannover – Göttingen erforderlich. Das Betriebsprogramm im Schienengüterverkehr (SGV) muss nochmals angepasst werden:

  • Reduzierung der Kapazitäten für den SGV tagsüber auf 3 Trassen pro Stunde (bislang 7) 
  • Weiterhin werden Schienengüterverkehre in großem Umfang über Kassel – Altenbeken – Hannover / Osnabrück umgeleitet
  • Güterzüge des Gelegenheitsverkehrs werden vorzugsweise über Hameln – Altenbeken – Kassel trassiert

Darüber hinaus ist eine weitere durchgängige Totalsperrung im Zeitraum vom 27. Februar 2026, 8 Uhr bis 2. März , 4 Uhr im Bahnhof Elze sowie die Strecke 1732 von Elze – Nordstemmen notwendig. 

Grund hierfür ist die Wiederherstellung von Weichenverbindungen im Bahnhof Elze, sowie die davon in Abhängigkeit stehende Oberleitung. 

Im Anschluss an diese Sperrpause erfolgt erneut die eingleisige Betriebsführung bis zum finalen Inbetriebnahmetermin des Streckengleises Nordstemmen – Elze und somit der zweigleisigen Betriebsführung. Diese wird weiterhin voraussichtlich erst nach Aufklaren der Wetterlage Mitte März sein. 

[DE] HTS: Niederlassung in Angermünde

HTS Kassel Mobile Schienenfahrzeugtechnik hat in Angermünde eine neue Niederlassung zur Reparatur und Instandhaltung von Güterwagen eröffnet. Besetzt ist die an Mo bis Fr mit zwei Mitarbeitern. Ein wesentlicher Standortvorteil ist die Nähe zur PCK-Raffinerie Schwedt. Zur Anbindung wird bei Bedarf 1 x pro Woche ein Shuttleservice durch die zl-Traktion angeboten, die das Bw Angermünde betreibt.

Foto: HTS

[DE] Sanierung Hamburg–Berlin gerät aus Zeitplan

Die Wiederinbetriebnahme der seit August 2025 gesperrten Strecke Hamburg – Berlin am 30.04.2026 nach Korridorsanierung ist nicht zu schaffen. Dies gestand die DB am 16. Februar ein und kündigte an, bis 13. März ein Konzept für das weitere Vorgehen vorzulegen. Die Öffnung des Korridors ist sensibel, denn ab 1. Mai soll die aktuell als Umleitungsstrecke genutzte Hauptabfuhrstrecke Hamburg – Hannover saniert werden. Außerdem ist ab gleichem Zeitpunkt die für Umleiter genutzte Strecke Lübeck – Bad Kleinen wegen Bauarbeiten gesperrt.

Die DB nannte „das seit sechs Wochen anhaltende Winterwetter im Norden und Osten Deutschlands mit erheblich mehr Frosttagen als üblich“ als Grund für die Verzögerungen. So könnten seit Ende Dezember bestimmte Arbeiten technisch nicht durchgeführt werden. Kernproblem sei der Kabeltiefbau für die Signalanlagen, hieß es.

Kritik kam vom Branchenverband „Die Güterbahnen“. Geschäftsführer Peter Westenberger bezeichnete die Verschiebung gegenüber dem SPIEGEL als „Trauerspiel, das sich nicht mit Winter im Winter erklären lässt“.

[ME] Hafen von Bar investiert 20 Mio. EUR

In den vergangenen Jahren hat die Loka Bar AD als Betreiber des Hafens in Bar in Montenegro 20 Mio. EUR in den Ausbau investiert. Vergleichsweise gering war dabei der Anteil für Bahnverkehre: Lediglich 480.000 EUR flossen in die Sanierung des Hafenbahnnetzes.

Foto: Karl Arne Richter

[BG] Bulgarien genehmigt Terminal in Ruse

Das bulgarische Verkehrs- und Kommunikationsministerium hat am 16.12.2025 die Verwendung von 97 Mio. BGN (49,6 Mio. EUR) aus dem Europäischen Regionalentwicklungsfonds für den Bau eines seit über einem Jahrzehnt geplanten multimodalen Terminals in Ruse genehmigt. Die Gesamtkosten des Projekts betragen ca. 117 Mio. BGN (59,8 Mio. EUR). Der Bau ist auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs im Osten der Stadt vorgesehen.

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Die Nacionalna kompanija Železopătna infrastruktura (NKŽI) will Anfang 2026 eine Ausschreibung für Planung und Bau des Terminals starten. Das Projekt umfasst den Bau eines neuen Bahnhofs mit sieben Gleisen, Lager- und Verwaltungsinfrastruktur, Zollposten, Parkplatz und Zufahrtsstraße vom Industriegebiet Ruse sowie die Wiederherstellung der Gleisverbindung zur Donaubrücke.

Die Verwaltung des Terminals wird voraussichtlich an einen privaten Betreiber übertragen, der die Effizienz verbessern und Logistikunternehmen anziehen soll. Zusammen mit dem Bau einer dritten Donaubrücke, die ebenfalls in der Nähe von Ruse liegen wird, soll sich die Stadt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Nordostbulgarien etablieren.

Grafik: NKŽI