[RO] Rail Operations wird zu Rail&Sea Traction

Die Rail&Sea-Gruppe führt ihre EVU-Aktivitäten in den Ländern Kroatien, Slowenien, Österreich, Deutschland und Rumänien unter dem Namen Rail&Sea Traction zusammen. Mit 23.02.2026 wurde die in Bukarest ansässige Tochtergesellschaft Rail Operations S.R.L. in Rail&Sea Traction S.R.L. umfirmiert.

Neben Rangier-Aktivitäten in der Bukowina und Arad werden Ganzzüge vor allem in den Segmenten Forst- und Papier sowie Agrar und Konsum traktioniert.

[HU/IT] GYSEV CARGO und Adria Port kooperieren

GYSEV CARGO hat eine strategische Kooperationsvereinbarung mit Adria Port unterzeichnet. Die staatliche ungarische Gesellschaft errichtet gerade in Triest ein neues Umschlagterminal. Die beiden Partner wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen und Eisenbahnverbindungen zwischen der Hafenstadt und Ungarn aufbauen und betreiben.

Ende 2025 hatten bereits METRANS und Adria Port eine strategische Partnerschaft unterzeichnet.

Das Abkommen wurde von Péter Garai (CEO Adria Port Zrt.) sowie András Riegler und Péter Tisza (GYSEV CARGO Zrt.) unterzeichnet. Foto: GYSEV CARGO

[CH] 300 Mio. EUR-Kredit für Wascosa

Die Wascosa Group Holding hat die Aufstockung ihrer bestehenden Kreditlinien um 300 Millionen EUR abgeschlossen. Die Transaktion erfolgt im Rahmen der bestehenden Finanzierungsplattform und stellt deren dritte Erweiterung dar. Die neu verfügbaren Mittel sollen in die Erweiterung des Wagenportfolios fließen.

[DE] Cosco darf bei Zippel einsteigen

Das Bundeskartellamt hat den Erwerb von 80 Prozent der Anteile an der Konrad Zippel Spediteur GmbH, Hamburg, durch die chinesische Großreederei Cosco Shipping Holdings Co., Ltd., Peking, freigegeben.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Cosco transportiert im Wesentlichen Container auf dem Seeweg, während Zippel den Weitertransport der Container von den Seehäfen ins Binnenland organisiert. Die Unternehmen sind damit auf unterschiedlichen Ebenen der Transportkette tätig und stehen nicht in unmittelbarem Wettbewerb zueinander. Aus wettbewerblicher Sicht bestehen gegen das Vorhaben keine Bedenken. Etwaige außenwirtschaftsrechtliche oder sicherheitspolitische Aspekte sind nicht Gegenstand der kartellrechtlichen Fusionskontrolle.“

[HR] TŽV Gredelj schließt

Der slowakische Güterwagen- und Drehgestellhersteller Tatravagónka schließt das in Zagreb ansässige Tochterunternehmen TŽV Gredelj aufgrund fehlender Aufträge.

Kroatische Nachrichtenquellen berichten, dass das Werk in diesem Jahr weiterhin laufende Bestellungen ausfüllt, aber aufgrund fehlender neuer Verträge den Betrieb schrittweise einstellen muss. Es werden die Arbeitsplätze von etwa 300 Mitarbeitern bis Mitte nächsten Jahres entfallen, die Abfindungen bekommen.

Die Entscheidung rief eine heftige Reaktion unter den Arbeitern und Gewerkschaften hervor, die berichteten, dass bestimmte Bestellungen bis 2032 Arbeit garantiert hätten, sodass unklar ist, was mit diesen Verträgen geschehen wird oder wer die Fahrzeuge von HŽ Putnički prijevoz (HŽPP) künftig warten wird.

TŽV Gredelj in Zagreb ist neben Rijeka, Split und Slavonski Brod eine von vier Fahrzeugwartungseinheiten der kroatischen Staatsbahn Hrvatske željeznice (HŽ). Es wurden dort auch Rahmen und Drehgestelle für die neuen Končar-Triebwagen und Straßenbahnen produziert.

Das Werk, das sich in der Nähe des Bahnhofs der kroatischen Hauptstadt befindet, wurde 1894 von der MÁV zur Wartung von Dampflokomotiven und Eisenbahnwagen gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann auch die Fahrzeugproduktion. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wuchs das Werk zur damals bedeutendsten Eisenbahnmaschinenfabrik Jugoslawiens heran und baute Straßenbahnen, Lokomotiven, Personen- und Güterwagen, später kam auch die Produktion und Wartung von Kränen und anderen schweren Maschinen hinzu. Nach dem Jugoslawienkrieg verlor die Fabrik den Großteil ihres Marktes. TŽV Gredelj meldete 2012 Insolvenz an und wurde schließlich fast ein Jahrzehnt später, 2021, von Tatravagónka für 45 Mio. EUR übernommen.

[FR] ArcelorMittal investiert in Dünkirchen

ArcelorMittal gab am 10.02.2026 den Bau eines Elektrolichtbogenofens (Electric Arc Furnace (EAF)) an seinem Stahlproduktionsstandort in Dünkirchen bekannt – eine Investition in Höhe von 1,3 Milliarden EUR.

Die Inbetriebnahme des EAF ist für 2029 geplant. Er wird Stahl mit dreimal weniger CO₂ produzieren als ein Hochofen (0,6 Tonnen CO₂ pro Tonne Stahl im EAF basierend auf einer Mischung aus Schrott, HBI/DRI und Roheisen). Die Finanzierung wird durch Energieeffizienzzertifikate (Certificat d’Économies d’Énergie (CEE)) unterstützt, ein Regulierungsmechanismus, der Energieeinsparungen und CO₂-Reduzierung fördert. Die Höhe der Unterstützung wird 50 % der Investition ausmachen.

[DE] Neue Gesellschafter für PCK Schwedt?

Nach einem Bericht in der Berliner Zeitung plant der polnisch Onimot-Konzern die Übernahme des 37,5 %igen Anteils von Shell an der PCK-Raffinerie in Schwedt (Oder). Mehrheitseigentümer ist der durch die US-Regierung sanktionierte staatliche russische Ölkonzern Rosneft mit rund 54 %. Ob es für diese Anteile ebenfalls einen Käufer gibt ist nicht bekannt.

Insofern ist eine drohende Insolvenz der PCK-Raffinerie nicht abgewendet. Ob die bis Ende April 2026 gewährte Ausnahmegenehmigung durch die US-Regierung verlängert wird ist offen. Die Rosneft Deutschland GmbH unterliegt der Treuhandverwaltung durch die Bundesnetzagentur (BNetzA). Die jüngst beschlossene Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes macht die bislang notwendige halbjährliche Verlängerung der Verwaltung überflüssig, da diese künftig an die Dauer der verhängten Sanktionen geknüpft ist. Dies ermöglicht eine längerfristige Planung.

Foto: PCK

[DE] HHLA wächst im Intermodalbereich

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen ihren Konzern-Umsatz um 9,9 Prozent auf 1.756 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.598 Mio. Euro) gesteigert. Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 19,5 Prozent auf 161 Mio. Euro (im Vorjahr: 134 Mio. Euro).

Stark belastet durch steuerliche Einmaleffekte belief sich der Konzern-Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter auf 10 Mio. Euro (im Vorjahr: 33 Mio. Euro), davon 1 Mio. Euro im Teilkonzern Hafenlogistik. Vor diesem Hintergrund wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, für die A-Aktie keine Dividende für das Geschäftsjahr 2025 auszuschütten.

Der konzernweite Containerumschlag stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf 6.295 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 5.970 Tsd. TEU). Das Transportvolumen im Segment Intermodal erhöhte sich um 10,9 Prozent auf 1.982 Tsd. TEU (im Vorjahr: 1.787 Tsd. TEU).

[DE] Hamburger Hafen: Umschlagszahlen 2025

Der Hamburger Hafen blickt auf ein positives Jahr 2025 zurück. Mit einem Gesamtumschlag von 114,6 Mio. Tonnen verzeichnete Deutschlands größter Seehafen ein Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Maßgeblich für diese Entwicklung war der deutliche Aufschwung im Containersegment. Dies gab die Hamburg Port Authority (hpa) am 19.02.2026 bekannt.

Im Jahr 2025 wurden im Hamburger Hafen insgesamt 8,3 Mio. TEU umgeschlagen, was einem Wachstum von 7,3 Prozent entspricht. Der Containerumschlag in Tonnen stieg um 4,6 Prozent. Dabei lag jedes Quartal jeweils deutlich über dem Vorjahresquartal: Q1: +6,3 % | Q2: +12,4 % | Q3: +6,7 % | Q4: +3,9 %

Der Aufwärtstrend im Containersegment wurde insbesondere durch Verkehre mit China (+6,5 %), Malaysia (+84,3 %) und Indien (+49,2 %) getragen. Auch das für Transshipment-Verkehre bedeutende Fahrtgebiet Nordeuropa (Finnland, Dänemark, Norwegen, Schweden) erzielte einen Zuwachs von 21,2 Prozent. Gegenläufig entwickelte sich der Containerumschlag mit den USA. U.a. weitreichende US-amerikanische Zollmaßnahmen führten 2025 zu einem deutlichen Rückgang von 25,6 Prozent.

Im Massengutsegment lag der Umschlag mit insgesamt 32,4 Mio. Tonnen um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während der Umschlag flüssigen Massenguts leicht um 0,7 Prozent zunahm, sank er beim trockenen Massengut um 2,7 Prozent. Der Getreideumschlag ging aufgrund verringerter Exporte um 45,8 Prozent zurück. Ebenfalls weniger umgeschlagen wurden die Güterarten Düngemittel (-5,6 %) und Erze (-4,3 %). Deutlich hinzugewonnen hat hingegen der Umschlag von Baustoffen (+19,5 %), sonstigem Trockengut (+17,1 %) und Chemikalien (+16,3 %). Die quartalsweise Entwicklung verdeutlicht ein wechselhaftes Jahr: Q1: +0,4 % | Q2: –6,6 % | Q3: +4,1 % | Q4: –4,6 %

Grafik: hpa