[DE] Bayern blockiert BBT-Zulauf

Die Fertigstellung des Brennerbasistunnels (BBT) samt Zulaufstrecken verzögert sich weiter. Nachdem bekannt geworden war dass der Tunnelbau sich bis 2034 verzögert nun weitere schlechte Nachrichten: Die festgelegte Trasse für die 50 km lange Zulaufstrecke in Bayern bis Kufstein wird von der bayerischen Regierung nämlich abgelehnt. CSU und Freie Wähler verlangen zusätzliche Tunnelabschnitte, mehr Lärmschutz und einen stärkeren Schutz der Landschaft. Dies könnte eine Verzögerung bis 2050 bedeuten hieß es in den Medien. Die ursprünglich für das Frühjahr 2026 geplante Befassung des Bundestags über das bis zu 15 Mrd. EUR teure Projekt wurde erneut verschoben.

[AT] Tunneldurchbuch am Brenner Basistunnel

Mit dem Durchbruch der Tunnelbohrmaschine (TBM) „Lilia“ am 06.10.2025 um 12.40 Uhr im Gemeindegebiet von Navis (Wipptal) wurde ein weiterer bedeutender Projektschritt realisiert im Brenner Basistunnel (BBT). Damit ist die Haupttunnelröhre Ost im Baulos „H41 Sillschlucht-Pfons“ fertiggestellt.

Seit ihrem Start im Mai 2023 im Ahrental hat die rund 160 Meter lange und 2.420 Tonnen schwere Tunnelvortriebsmaschine 8,1 Tunnelkilometer aus dem Fels gebrochen.

Die Durchbruchsstelle liegt im Bereich des bestehenden Hilfsangriffs „IRIS” zum angrenzenden Baulos „H53 Pfons-Brenner”. An derselben Stelle war Ende August bereits die Zwillingsmaschine „Ida” in der Haupttunnelröhre West angekommen.

Von den ursprünglich neun TBM, die im gesamten Projektgebiet des BBT eingesetzt wurden, sind aktuell nur noch „Wilma” und „Olga” im österreichischen Baulos „H53 Pfons-Brenner” aktiv.

Foto: BBT SE / Schnittraum

[AT/IT] Durchschlag am Brennerbasistunnel

Erstmals gibt es für den Brennerbasistunnel (BBT) eine unterirdische Tunnelverbindung zwischen Österreich und Italien. Am 18.09.2025 wurde der Erkundungsstollens des BBT, der die Baulose „H53 Pfons-Brenner“ auf österreichischer Seite und „H61“ auf italienischer Seite verbindet, durchgeschlagen.

Der Erkundungsstollen ist 10,5 Kilometer lang und liegt in rund 1.450 Metern Tiefe, zwölf Meter unterhalb des Haupttunnels. Während der Bauphase lieferte er wichtige Informationen über die geologischen Bedingungen und dient auch nach Inbetriebnahme des Haupttunnels der Entwässerung und Instandhaltung. Seit April 2008 wurden drei der insgesamt neun Tunnelbohrmaschinen Clio, Günther und Serena eingesetzt, die rund 42 Kilometer ausgebrochen haben. Der verbleibende Teil wurde bergmännisch aufgefahren.

Brenner Basistunnel: Bauvertrag gekündigt

Trotz laut Auftraggeber intensivster Verhandlungen und Bemühungen in den vergangenen Monaten konnte hinsichtlich der vertraglichen Meinungsverschiedenheiten beim Baulos H51 Pfons-Brenner, dem etwa 15 km langen südlichsten Abschnitt des Projektgebiets in Österreich, zwischen der Brenner Basistunnelgesellschaft (BBT SE) und dem Auftragnehmer, der ARGE H51 (bestehend aus einem Konsortium aus PORR Bau GmbH, G. Hinteregger & Söhne Bau GmbH, Condotte S.p.A. und Itinera S.p.A.) keine Einigung erzielt werden.

Das betreffende Schreiben der BBT SE über die Vertragsauflösung des Bauvertrags wurde am 27.10.2020 an die ARGE H51 übermittelt. Hauptgrund für die Vertragsauflösung sind die endgültige Leistungsverweigerung und Leistungsverzögerungen in mehreren zentralen vertraglichen Punkten, und der nunmehr eingetretene Vertrauensverlust der BBT SE in die ARGE H51.

Seit kurz nach Auftragsvergabe bestehen große Auffassungsunterschiede im Zusammenhang mit der Leistungserbringung zwischen der BBT SE als Bauherrn und der ARGE H51 bei diesem größten Bauabschnitt auf österreichischem Projektgebiet.