[SK/BG] ZSSK-Laminatka für Evroingenering

Zwei von der slowakischen Staatsbahn ZSSK stammende E-Loks des Typs Škoda 47E „Laminátka“ haben die Reise nach Bulgarien angetreten. Sie wurden am 10.02.2026 zum Hafen Bratislava und anschließend per Binnenschiff nach Ruse in Bulgarien transportiert. Die gesamte Abwicklung wurde von der Firma RAIL FREIGHT TOGETHER – CZ und ihrer Schwesterfirma JKS RAIL CZECHIA durchgeführt.

Neuer Eigentümer ist das pivate Unternehmen Evroingenering, das bereits E-Loks des Typs Electroputere 060EA sowie Dieselloks des Typs LTS TE109 aufgearbeitet hat. Evroingenering setzt die Loks im Güterverkehr bzw. vermietet sie an Dritte.

Škoda lieferte in den 1960er und 70er Jahren rund 200 Loks ähnlichen Typs an die bulgarische Staatsbahn BDŽ, wo sie die Baureihennummern 43, 44 und 45 tragen.

Foto: RAIL FREIGHT TOGETHER

[BG] Weitere E-Loks für BZK

Die bulgarische Grampet-Tochter Bulgarska zhelezoputna kompaniya (BZK) investiert weiter in eigene E-Loks in grün-gelben Unternehmensfarben. Nach 46 745 wurde jüngst die von der Staatsbahn stammende 91 52 0046 111-8 in Betrieb genommen – es folgt die aus Rumänien stammende 91 53 0400 110-3. Zuvor hatte sich das Unternehmen vor allem gemieteter E-Loks gleicher Bauart bedient.

[BG] Bulgarien genehmigt Terminal in Ruse

Das bulgarische Verkehrs- und Kommunikationsministerium hat am 16.12.2025 die Verwendung von 97 Mio. BGN (49,6 Mio. EUR) aus dem Europäischen Regionalentwicklungsfonds für den Bau eines seit über einem Jahrzehnt geplanten multimodalen Terminals in Ruse genehmigt. Die Gesamtkosten des Projekts betragen ca. 117 Mio. BGN (59,8 Mio. EUR). Der Bau ist auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs im Osten der Stadt vorgesehen.

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Die Nacionalna kompanija Železopătna infrastruktura (NKŽI) will Anfang 2026 eine Ausschreibung für Planung und Bau des Terminals starten. Das Projekt umfasst den Bau eines neuen Bahnhofs mit sieben Gleisen, Lager- und Verwaltungsinfrastruktur, Zollposten, Parkplatz und Zufahrtsstraße vom Industriegebiet Ruse sowie die Wiederherstellung der Gleisverbindung zur Donaubrücke.

Die Verwaltung des Terminals wird voraussichtlich an einen privaten Betreiber übertragen, der die Effizienz verbessern und Logistikunternehmen anziehen soll. Zusammen mit dem Bau einer dritten Donaubrücke, die ebenfalls in der Nähe von Ruse liegen wird, soll sich die Stadt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Nordostbulgarien etablieren.

Grafik: NKŽI

[RO/TK] Ford per Bahn aus Craiova in die Türkei

Unter Führung des türkischen Automobilherstellers Ford Otosan sind im Januar 2026 Pkw-Transporte zwischen dem Ford-Werk in Craiova und dem neuen türkischen Terminal Railport in Kocaeli angelaufen.

Eingebunden sind unter anderem Mars Logistics (Logistik), Transwaggon (Waggons) sowie Körfez Ulaştırma (EVU Türkei). Die Zugsets bestehen aus jeweils 18 Waggons und befördern je Tour 218 Automobile.

Foto: Transwaggon

[RO/BG] Lukoil muss Auslandsvermögen veräußern

Der zweitgrößte russische Ölkonzern Lukoil muss aufgrund der US-Sanktionen bis Mitte Dezember 2025 sein Auslandsvermögen veräußern. Dazu gehören auch auf der Schiene bediente Raffinerien in Rumänien (Petrotel-Lukoil in Ploiești) und Bulgarien (Lukoil Neftochim in Burgas). Letztere wurde zur Sicherung der Versorgung bereits unter staatliche Kontrolle gestellt – sie deckt bis zu 80 % des bulgarischen Treibstoffbedarfs. Petrotel-Lukoil liefert rund 20 Prozent des Treibstoffs im Land – eine angedachte Verstaatlichung war an fehlender Liquidität gescheitert.

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Interessenten: Zunächst wollte der Schweizer Ölhändler Gunvor das gesamte Lukoil-Auslandspaket erwerben. Nahezu handelseinig stellten sich US-Behörden in den Weg, Gunvor habe ihnen zufolge zu enge Beziehungen zu Russland. Nachfolgend traten Shell, die staatliche KazMunayGas (KMGI) aus Kasachstan*, der US-Konzern Chevron, Exxon, die Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) sowie der Mischkonzern International Holding Company (IHC) aus Abu Dhabi als Interessenten auf der Bildfläche auf.

* Ist seit 2007 75 %-Eigentümer von Rompetrol, die in Rumänien die beiden Raffinerien Vega (Ploiești) und Petromidia (Năvodari) betreibt.