[BE/IT] CargoBeamer startet Lüttich – Domodossola

CargoBeamer hat eine neue Verbindung zwischen Lüttich (Belgien) und Domodossola (Italien) in Betrieb genommen. Die Hinzunahme der neuen Relation bedeutet für CargoBeamer den erstmaligen Markteintritt in Belgien. Gleichzeitig baut der Intermodaldienstleister sein transalpines Angebot für Sattelauflieger aus, nachdem die Rollende Landstraße zwischen Deutschland und Italien im Dezember 2025 eingestellt worden war.

Die Relation wird seit 05.01.2026 zunächst mit drei wöchentlichen Rundläufen betrieben. Im zweiten Quartal soll die Frequenz auf 6 wöchentliche Rundläufe ausgebaut und die Linie weiter ins nördliche Italien verlängert werden. Die Traktion auf der neuen Route übernimmt BLS Cargo. Auf belgischer Seite wird das Liège Logistics Intermodal Terminal genutzt, während die Abwicklung in Italien über das Terminal von DB Cargo Transa / FLS in Domodossola erfolgt.

Mit der Einführung des neuen Zuges entfielen die von Mercitalia Intermodal verantworteten Leistungen Lüttich – Piacenza, die ebenfalls BLS Cargo traktionierte.

Foto: CargoBeamer

[DE] Hagenschulte neuer CDO bei CargoBeamer

CargoBeamer hat Julian Hagenschulte zum neuen Chief Digital Officer (CDO) berufen. Mit der neu geschaffenen Vorstandsposition unterstreicht der Anbieter nach eigener Aussage die strategische Bedeutung der digitalen Transformation für die weitere Skalierung des Unternehmens. In seiner Rolle verantwortet Hagenschulte die digitale Gesamtstrategie der CargoBeamer Gruppe. Sein Fokus liegt auf dem konsequenten Ausbau einer integrierten, datengetriebenen Logistikplattform, die die physische Transport- und Terminalinfrastruktur mit digitalen Services sowie neuen datenbasierten Geschäftsmodellen verbindet.

Hagenschulte wechselt von PwC zu CargoBeamer, wo er zuletzt den Digital- und KI-Beratungsbereich für Bau-, Immobilien- und Infrastrukturunternehmen leitete.

Mit seiner Ernennung erweitert sich der Vorstand der CargoBeamer AG auf fünf Mitglieder: Nicolas Albrecht (CEO), Dr. Markus E. Fischer (CFO), Boris Timm (CTO), Dr.-Ing. habil. Hans-Jürgen Weidemann (CTO) und Julian Hagenschulte (CDO).

[FR] Calais – Perpignan geht an Lineas

Die Relation Beau Marais (CargoBeamer-Terminal Calais) – Perpignan des Betreibers CargoBeamer erhält zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 einen neuen Traltionär: Statt der seit 2021 dort aktiven DB Cargo übernimmt zukünftig Lineas die Bespannung. Die belgische Güterbahn hatte sich mit ihrem Angebot bei den wichtigen Faktoren (Operative Qualität, Preis, Ressourcen etc.) gegenüber DB Cargo France durchgesetzt.

[NL/RO] CargoBeamer übernimmt Venlo – Oradea

CargoBeamer hat im September 2025 eine seit 2018 bestehende Verbindung Niederlande – Rumänien in das eigene Netzwerk integriert und so den Markteintritt in Osteuropa vollzogen. Es werden sechs Rundläufe pro Woche zwischen Venlo und Oradea mit einer Transitzeit von 60 Stunden angeboten.

Im Rahmen eines gemischten Betriebskonzepts wird der überwiegende Teil der verfügbaren Slots vom rumänischen Transport- und Logistikunternehmen Routier European Transport genutzt, das zuvor alleiniger Betreiber der Verbindung war. Routier erbringt nach CargoBeamer-Auskunft auch einen Teil der Traktion selbst, Partnerbahn ist RTB CARGO.

Aktuell dominieren auf der Linie kranbare Volumina deutlich, sowohl bei Routier als auch im Drittkundengeschäft. Je nach Marktnachfrage nach der Mitnahme nicht-kranbarer Einheiten können eine flexible Anzahl von CargoBeamer-Wagen oder vergleichbaren Lösungen hinzugefügt bzw. ausgetauscht werden.

[DE] boxXpress.de: Krasowka folgt auf Marx

Tim Krasowka (50) übernimmt die Geschäftsführung bei der boxXpress.de GmbH. Der gebürtige Bremer wird die Nachfolge von Stefan Marx (67) übernehmen, der nach über 14 Jahren an der Spitze des Unternehmens Ende 2025 in den Ruhestand geht.

Krasowka begann seine Karriere 2003 bei der DB Cargo, wo er in verschiedenen nationalen und internationalen produktionellen Führungspositionen tätig war. Unter anderem übernahm er den Aufbau der Produktion der DB-Tocchter Euro Cargo Rail (ECR) in Frankreich sowie den Ausbau des internationalen Korridors von Deutschland über Frankreich nach Spanien. Zudem verantwortete er zeitweise die alpenquerende Transitproduktion der DB Cargo Schweiz. Zuletzt war er Geschäftsführer der CargoBeamer Intermodal Operations GmbH und leitete dort das operative Geschäft mit einem besonderen Fokus auf die intermodale Marktentwicklung in Frankreich.

[DE] CargoBeamer sieht sich gut aufgestellt

CargoBeamer als Mitbewerber des insolventen Anbieters Helrom sieht sich gut aufgestellt, um weiteres Wachstum zu ermöglichen und Investitionen in neue Infrastruktur vornehmen zu können. Seit Anfang 2024 hat CargoBeamer in Summe rund 205 Mio. EUR an Wachstumskapital gesichert. Dazu zählen unter anderem 65 Mio. EUR US-amerikanischen Investor OIC im Februar 2025 sowie Fördermittel des Eisenbahn-Bundesamts (EBA) und des Schweizer Bundesamts für Verkehr (BAV) von insgesamt rund 90 Mio. EUR für den Bau der neuen CargoBeamer-Terminals in Kaldenkirchen und Domodossola.

CargoBeamer ist nach eigener Aussage als Wachstumsunternehmen auf Investitionen angewiesen und hat in den vergangenen Jahren seine Entwicklung darauf ausgerichtet, dass „bei Bedarf eine kurzfristige Umstellung auf einen profitablen Jahresabschluss angestrebt werden kann“.

In den Roten Zahlen ist unverändert der Jahresabschluss der CargoBeamer intermodal operations GmbH, die Ende 2023 einen Verlustvortrag von 42 Mio. EUR zuzüglich eines Fehlbetrages für das Geschäftsjahr 2023 von 20 Mio. EUR auswies. Im gleichen Jahr wurde die Kapitalrücklage um 21 Mio. EUR auf 63,95 Mio. EUR erhöht. Der Jahresfehlbetrag konnte nach eigener Aussage im Geschäftsjahr 2024 gesenkt werden. Auch für das Jahr 2025 geht man nach aktuellen internen Planungen von „einer weiteren und signifikanten Verbesserung“ aus. Diesen Prognosen unterliegen nach Aussage des Unternehmens naturgemäß Schwankungen und externen Faktoren. Gleichzeitig erzielen die Zugverbindungen von CargoBeamer seit 2024 nach eigener Aussage auf operativer Ebene positive Bruttogewinne.

Die Strategie, bei Bedarf kurzfristig auf einen profitablen Geschäftsbetrieb umstellen zu können, ist also zum aktuellen Zeitpunkt nach eigener Aussage erfolgversprechend. Über das künftige Vorgehen und Investitionen in weiteres Wachstum, wodurch gegebenenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinnzone vorgestoßen wird, entscheidet CargoBeamer gemeinsam mit seinen Investoren. 

[DE] CargoBeamer baut in Kaldenkirchen

CargoBeamer wird in Kaldenkirchen in Nordrhein-Westfalen nahe der deutsch-niederländischen Grenze das erste CargoBeamer-Terminal in Deutschland errichten. Mit einer jährlichen Umschlagkapazität von bis zu 228.000 Ladeeinheiten ist dies auch das größte CargoBeamer-Terminal in Europa. Seit Sommer 2021 betreibt das Unternehmen im französischen Calais das erste eigene Terminal.

Die Investitionskosten des Projekts werden mehrheitlich durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs sowie durch CargoBeamer finanziert.

Das CargoBeamer-Terminal in Kaldenkirchen wird auf dem Gelände des bestehenden Reachstacker-Terminals der Cabooter-Gruppe entstehen und in zwei Bauabschnitten realisiert. Im Herbst 2025 erfolgt der Baustart für die erste Ausbauphase, deren Abschluss in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 geplant ist. Hierbei werden auf rund 133.000 qm die CargoBeamer-Umschlagtechnologie installiert, über 270 Parkplätze für Sattelauflieger geschaffen sowie Anlagen für automatisierte Check-In- und Check-Out-Prozesse errichtet. Während der Bauphase wird der fortlaufende Betrieb des bestehenden Reachstacker-Terminals weitestgehend sichergestellt. Im Anschluss an die Eröffnung des CargoBeamer-Terminals im Jahr 2026 soll zeitnah die Realisierung der Vollausbaustufe erfolgen, wodurch die Gesamtfläche des Terminals auf rund 159.000 qm erweitert wird.

Grafik: CargoBeamer

[IT] Zandonai neu bei Helrom

Michele Zandonai ist seit März 2025 Sales Manager Eastern Europe bei CargoBeamer. Zuvor war er in den Bereichen Business Development bzw. Vertrieb unter anderem bei den Straßenspediteuren Gruber und Arcese tätig.