Aufgrund von Verzögerungen beim Bau des Fehmarnbelt-Tunnels und der zugehörigen Hinterlandanbindung auf deutscher Seite wird Sund & Bælt nun auf eine Eröffnung des Tunnels in zwei Etappen hinarbeiten.
Der angepasste Plan sieht vor, dass zunächst der Straßenteil eröffnet wird, während die Eisenbahnverbindung zu einem späteren Zeitpunkt folgt, wenn die erforderlichen Anlagen auf deutscher Seite fertiggestellt sind. Im Juli 2025 teilte das Bundesverkehrsministerium in Deutschland mit, dass es für die Deutsche Bahn nicht möglich sei, die Schienenanbindung wie geplant im Jahr 2029 in Betrieb zu nehmen.
Gleichzeitig liegt der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels derzeit um etwa zwei Jahre hinter dem Zeitplan, unter anderem aufgrund von „Herausforderungen“ mit dem Spezialschiff, das für das Absenken der Tunnelelemente eingesetzt wird.
Der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels wird zudem durch die Auflagen der deutschen Behörden beeinflusst, die strenge Vorgaben zum Unterwasserlärm sowie zu den Zeitfenstern und Bereichen für Arbeiten in deutschen Gewässern festlegen. Diese Rahmenbedingungen erschweren es nach Aussage von Sund & Bælt, verlorene Zeit aufzuholen, und könnten zu weiteren Verzögerungen des Projekts führen.
Sund & Bælt wird nach dem Absenken der ersten Tunnelelemente einen neuen Zeitplan vorlegen. Dieser wird auf den konkreten Erfahrungen aus dem Absenken der ersten Tunnelelemente basieren und die Vorgaben der deutschen Planfeststellung berücksichtigen.















