[DE] Bahnstrom: Weniger Geld für Rückspeisung

DB Energie kommunizierte am 06.03.2026 eine Anpassung der Vergütung für dezentrale Einspeisung ab 01.07.2026. Für Nutzer ergibt sich somit eine unschöne unterjährige Veränderung der preisbestimmenden Energiekosten,

Aus dem Schreiben der DB Energie:

„Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat mit Beschluss der Großen Beschlusskammer Energie unter dem Aktenzeichen GBK-25-02-11 vom 17.02.2026 eine neue Festlegung zur Abschmelzung der Entgelte für dezentrale Erzeugung gemäß § 18 StromNEV veröffentlicht. Diese Regelung gilt bundesweit und betrifft alle Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen sowie dezentrale Erzeugungsanlagen.

Die Änderung hat unmittelbare Auswirkungen auf die netzseitige Vergütung der Rückspeisung in das Bahnstromnetz. Sie betrifft ausschließlich die Vergütung auf Netzseite; stromlieferseitige Vergütungen bleiben hiervon unverändert. Wir werden die genannte Festlegung vorbehaltlich ihrer Bestandskraft umsetzen und ab dem 1. Juli 2026 in der Bahnstrom-Netznutzungsabrechnung ausschließlich den reduzierten Vergütungssatz für rückgespeiste Energie anwenden.

Die Festlegung regelt eine stufenweise Reduzierung der Vergütungen in den kommenden Jahren:

  • Ab 1. Juli 2026 erfolgt eine Reduzierung der Vergütung um 50 % gegenüber dem bisher geltenden Satz.
  • Ab 1. Januar 2028 wird die Vergütung auf 75 % des ursprünglichen Satzes festgesetzt.
  • Nach dem 31. Dezember 2028, dem Ablauf der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV), entfällt die Vergütungsregelung vollständig; eine Fortführung ist derzeit nicht vorgesehen.

Für die Rückspeisevergütung gelten künftig die folgenden Werte:

Stichtag Rückspeisevergütung im verstetigten Verfahren Rückspeisevergütung auf Basis der   tatsächlichen Vermeidungsleistung 
 Arbeitspreis   [ct/kWh] Leistungspreis [€/kW] Arbeitspreis [ct/kWh] 
Bis 30.06.2026 2,730110,691,470
Ab 01.07.2026 1,36555,3450,735
Ab 01.01.2027 1,36555,3450,735
Ab 01.01.2028 0,68327,67250,3675
Ab 01.01.2029 000

Für Eisenbahnverkehrsunternehmen, die das Verfahren der tatsächlichen Vermeidungsleistung anwenden, gilt: maßgeblich ist der Leistungspreis als Jahreswert. Es ist damit unerheblich, ob der Beitrag zur Jahreshöchstlast im ersten oder zweiten Halbjahr 2026 auftritt – der Leistungspreis wird bis 30.06.2026 vollständig und ab 01.07.2026 noch zu 50 % vergütet.“

[DE] Bahnstromnetzentgelte sinken

Die DB Energie hat am 15.10.2025 die vorläufigen Bahnstromnetzentgelte für 2026 veröffentlicht. Erfreulicherweise sollen diese im Vergleich zu 2025 um ca. 15 % sinken, was für den Schienengüterverkehr je nach Geschäftsmodell eine Entlastung von etwas über einen Cent pro Kilowattstunde bedeutet. Die Senkung ist vor allem auf den geplanten Zuschuss der Bundesregierung zu den Übertragungsnetzentgelten zurückzuführen.

Florian Ney, Verkehrs- und eisenbahnpolitischer Referent des Verbandes „Die Güterbahnen“: „Die Entlastung bei den Netzentgelten ist ein erster Schritt – ein wichtiges Signal für die Branche. Doch die Netzentgelte sind nur ein kleiner Teil des Bahnstrompreises, der insgesamt wettbewerbsfähiger werden muss. Dafür braucht es beispielsweise die im Koalitionsvertrag vorgesehene Stromsteuersenkung auch für die Schiene.”

[DE] DB eröffnet größte HVO-Tankstelle in Ostdeutschland

DB Energie hat die Tankstelle in Halle (Saale) Rbf auf Hydrotreated Vegetable Oil (HVO) umgestellt. Mit einem Umschlag von rund 1 Million Liter HVO100 ist diese die größte HVO-Tankstelle im Osten Deutschlands.

Weitere HVO-Tankstellen in Ostdeutschland gibt es in Magdeburg-Rothensee und Katzhütte. DB Energie betreibt bundesweit 21 Tankstellen, an denen der Biokraftstoff getankt werden kann.

von links: Eröffnung der größten Biokraftstoff-Tankstelle Ostdeutschlands auf dem Rangierbahnhof Halle (Saale) mit Dr. Nikutta, PStS. Theurer und StS. Haller. Foto: DB Cargo

[DE] DB Energie: Reuter statt Schein

Foto: DB

Florian Reuter übernimmt zum 01.05.2024 den Vorsitz der Geschäftsführung der DB Energie GmbH und folgt auf Torsten Schein, der in den Ruhestand geht.

Vor seinem Wechsel zur Deutschen Bahn war Reuter Geschäftsführer beim deutschen Luftfahrtunternehmen Volocopter GmbH, das weltweit führend bei der Entwicklung von vollelektrischen Multikoptern als Lufttaxi ist. Zuvor war der studierte Wirtschaftsingenieur als Venture Manager im Bereich der zentralen Forschung bei der Siemens AG München für den Aufbau von Technologie-Startups verantwortlich.