[DE] Ausbau Müllheim – Auggen abgeschlossen

Die Deutsche Bahn (DB) hat die letzten Baumaßnahmen an der Rheintalbahn zwischen Müllheim und Auggen planmäßig abgeschlossen. Bereits im Dezember 2025 war die sechs Kilometer lange Neubaustrecke Müllheim – Auggen in Betrieb gegangen. Im März dieses Jahres folgten letzte Sanierungsarbeiten am Untergrund der parallel verlaufenden Bestandsstrecke. Mit dem Abschluss der Maßnahmen umfasst der viergleisig ausgebaute und für bis zu 250 km/h ausgelegte Abschnitt der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel nun rund 67 Kilometer.

In den vergangenen Jahren wurden zwischen Müllheim und Auggen auf sechs Kilometer Länge zwei zusätzliche Gleise errichtet sowie die bestehenden Gleise umfassend erneuert und angepasst. Zwölf Brücken wurden neu gebaut oder erweitert.

Foto: DB InfraGO

[DE] smart rail nutzt Filzenexpress

Während der Osterferien ist die durch den Güterverkehr für die Anbindung des Chemiestandortes Burghausen stark genutzte Strecke München – Mühldorf aufgrund von Bauarbeiten bis 13.04.2026 gesperrt. Als Umleitungsempfehlung publizierte die DB InfraGO den Weg via Landshut.

Andere Wege nutzt die Privatbahn smart rail: Die Route über den „Filzenexpress“ Grafing – Ebersberg – Wasserburg ist 60 km kürzer als die Variante via Landshut. Sie ist zudem weniger bergig und spart zwei Richtungswechsel. Bei der Fahrt über die Filztalbahn entstehen Kunden keine Mehrkosten im Vergleich zum direkten Weg via Markt Schwaben.

Die Privatbahn bezeichnete die Zusammenarbeit mit DB InfraGO als sehr kooperativ. Sogar die planmäßige Nachtabstellung von S-Bahn-Zügen im durchgehenden Hauptgleis in Ebersberg wurde temporär verlegt. Die Umsetzung des Projektes sei mit nur einer Woche Vorlauf erfolgt und zeige, wie wichtig die Offenhaltung weniger bedeutender Hauptstrecken für einen stabilen und effizienten Güterverkehr sei. Auch böten auf der genannten Umleitungsstrecke die Fernsteuerung ohne Nachtruhe und Hybridloks neue Möglichkeiten. 

smart rail wünscht sich zudem statt kurzer (historischer) Kreuzungsbahnhöfe etwa ein- bis zwei Kilometer lange Doppelspurinseln. Mit minimalen Aufwand wäre so dem Personenverkehr (stabiler und schneller) und dem Güterverkehr (Kreuzungen) geholfen.

Foto: smart rail

[DE] DB-Bilanz 2025 präsentiert

Die Deutsche Bahn hat 2025 operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz ist um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro gestiegen, das bereinigte EBIT hat sich um 630 Millionen Euro auf +297 Millionen Euro verbessert. Unter dem Strich bleibt das Jahresergebnis nach Steuern jedoch mit –2,3 Milliarden Euro negativ. Unter Einbeziehung der Effekte aus dem Schenker‑Verkauf ergibt sich ein Jahresüberschuss von 5,3 Milliarden Euro. Alle Geschäftsfelder – mit Ausnahme von DB Cargo – erzielten 2025 ein positives operatives Ergebnis.

DB Cargo verbuchte 2025 teils deutliche Leistungs- und Umsatzrückgänge. Das operative Ergebnis verbesserte sich auch durch Sanierungsmaßnahmen um 350 Millionen Euro. Es blieb aber noch leicht negativ. DB Cargo muss 2026 einen Sanierungsplan mit sehr harten Einschnitten konsequent umsetzen.

Beförderte Güter in Mio. tVerkehrsleistung 1) in Mio. tkm
2016277,494.698
2017271,092.651
2018255,588.237
2019232,085.005
2020213,178.670
2021226,584.850
2022222,384.468
2023197,674.458
2024179,868.545
2025165,258.531

1) Abgerechnete Leistung (Tariftonnenkilometer)

DB InfraGO verzeichnete mit 10 Millionen Euro ein leicht positives operatives Ergebnis (Vorjahr: 267 Millionen Euro). Unter anderem führten höhere Personalaufwendungen und investitionsbedingt gestiegene Abschreibungen zu zusätzlichen Belastungen. Die Betriebsleistung auf dem stark befahrenen Schienennetz blieb 2025 mit 1,1 Milliarden Trassenkilometer auf Vorjahresniveau.

Die DB erwartet für das Gesamtjahr 2026 schrittweise weitere Verbesserungen. Der Konzernumsatz soll auf ungefähr 28 Milliarden Euro steigen, das operative Konzernergebnis auf etwa 600 Millionen Euro.

[DE] Ostern: Totalsperrung in Hamburg

Zur Fertigstellung der Instandhaltungsarbeiten am Bauwerk Eisenbahnüberführung Billhorner Brückenstraße ist eine kurzfristige durchgehende Totalsperrung der Strecke 1280 zwischen Hamburg-Rothenburgsort und Abzweig Oberhafen im Zeitraum 3. April 6 Uhr bis 6. April 2026 11 Uhr zwingend erforderlich. Nur mit dieser Sperrung können die Arbeiten – beide Streckengleise betreffend – durchgeführt werden, sodass bis zum Ende der Generalsanierung Hamburg – Berlin eine zweigleisige Betriebsführung wieder ermöglicht werden kann. 

Diese Sperrung liegt zeitlich parallel zu weiteren Totalsperrungen auf dem ScanMed-Korridor zwischen Neumünster und Rendsburg, sowie in Dänemark, sodass die internationalen Schienengüterverkehre (SGV) nicht zusätzlich betroffen sind. 

Aufgrund der Kurzfristigkeit erfolgen die notwendigen Umleitungen über Hamburg Hauptbahnhof im SGV durch den Unterjährigen Fahrplan. 

[DE] Entgleisung in Duisburg-Ruhrort Hafen

Der Bahnhof Duisburg-Ruhrort Hafen war nach einer Entgleisung am Abend des 23.03.2026 zeitweise nicht erreichbar. De Vernehmen nach hatte eine an KombiRail Europe (KRE) vermietete Voith Gravita des Vermieters Northrail einen Hemmschuh überfahren und war entgleist. Dabei wurde auch die Oberleitung beschädigt. Die Reparaturarbeiten werden noch mindestens bis zum 28.03. / Tagesende andauern. Zugfahrten mit Dieseltraktion sind schon seit dem 24. März wieder möglich.

[DE] Masten in Dresden nicht mehr standfest

Der Bahnhof Dresden Friedrichstadt kann seit 26.03.2026 10:00 Uhr in allen Fahrtrichtungen nur noch mit 10 km/h befahren werden. Grund ist die fehlende Standfestigkeit der Oberleitungsmasten. Laut strecken.info besteht die Einschränkung bis Tagesende 30.04.2026.

[DE] Erneut Zwangsgeld wegen fehlender Fdl

Da die mit der Bundesnetzagentur (BNetzA) vereinbarten Quoten zur Stellwerksbesetzung mit Fahrdienstleitern (Fdl) erneut nicht erreicht wurden hat die Regulierungsbehörde am 13.03.2026 erneut Zwangsgelder gegen die DB InfraGO erlassen:

  • Region Süd 65.000 EUR
  • Region Ost 50.000 EUR
  • Region Mitte 65.000 EUR
  • Region Südost 65.000 EUR

[DE/AT] Grenzchaos bei GSH Obertraubling – Passau?

Im Rahmen der Generalsanierung Obertraubling – Passau gibt es Verstimmungen zwischen dem deutschen und dem österreichischen Infrastrukturbetreiber. So hat DB InfraGO hat alle Umleiter schon im Netzfahrplan ausgeregelt, die ÖBB macht das im Baufahrplan Phase für Phase. Nach Auskunft von Brancheninsidern sei man in Wien „arg verschnupft“ gewesen, dass InfraGO einfach mehr als die vereinbarten 80 Trassen via Salzburg umleitet und es nicht mit ihnen abstimmt.

So schreibt die ÖBB-Infrastruktur an ihre Kunden:

Mit 14.06.2026 beginnen die Einschränkungen bei der GSH Obertraubling – Passau. Die Kombination aus Teil- und Gesamtsperren gestaltet sich unverändert wie folgt:

  • Phase 2: 14.06.2026 – 11.07.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 3: 11.07.2026 – 20.09.2026: Teilsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 4: 20.09.2026 – 12.12.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau

Wie in der Vergangenheit mehrfach angekündigt wird mit Änderungstermin 14.06.2026 die Umleitung mit einer dauerhaften Änderung zum Netzfahrplan abgearbeitet. Die Umleitungsmaßnahmen sind daher in Abstimmung mit den zuständigen Servicemanager (Robert Glinz) bei der ÖBB-Infrastruktur ehestmöglich jedoch bis spätestens 04.05.2026 im Bestellsystem M-AMA zu bestellen.

Wir bitten die Bestellungen hinsichtlich der wesentlichen Parameter noch einmal mit ihren Partner-EVU in Deutschland und der Trassenzuweisung bei DB InfraGO abzugleichen, damit eine geordnete Abarbeitung der Bestellung möglich ist. Die Konstruktion der Umleitungstrassen erfolgt „realitätsnah“ entsprechend der spezifischen Vorgaben für den unterjährigen Netzfahrplan („Baufahrplan“). Aus einer für die Umleitung zugewiesenen Zugtrasse kann keine betriebliche Machbarkeit für die folgenden Netzfahrplanperioden abgeleitet werden. Die Rückleitung von ausgewählten Zugtrassen in der Phase 3 (Teilsperre Obertraubling – Passau) erfolgt mittels FAPLO durch NZ-KM-Baufahrplan.

Da DB InfraGO in den Phasen 2 und 4 (Gesamtsperren) bis zu 120 Güterzugtrassen über die Grenze Salzburg/Freilassing umleitet, die ÖBB-Infrastruktur aber gemäß Koordination im Vorfeld nur für 80 Güterzugtrassen zwischen Wels und Salzburg im Netzfahrplan Kapazitäten „reserviert“ hat, müssen an den verkehrsstarken Tagen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag im Tageszeitraum (06:00 – 22:00) noch 15 bis 20 Güterzugtrassen großräumig über den Laufweg Bischofshofen – Selzthal – St. Michael – Wr. Neustadt weiter umgeleitet werden, damit trotz der Überbuchung um rund 20 – 25 Trassen ein Mindestmaß an Betriebsqualität zwischen Wels und Salzburg gewährleistet werden kann. Sollte die Betriebsqualität nicht ausreichend sein, behält sich die ÖBB-Infrastruktur vor, kurzfristig weitere Zugtrassen großräumig auf andere Laufwege umzuleiten.

Auf Grund der bereits erfolgten Überbuchung gibt es im gesamten Zeitraum der Phase 2 und der Phase 4 zwischen Wels und Salzburg keine freien Kapazitäten für den Ad-Hoc Verkehr. Zuweisungen sind daher nur dann möglich, wenn einerseits eine Zuweisung bei DB InfraGO für den Abschnitt Freilassing – Rosenheim vorliegt und mit der Trassenbestellung auch gleichzeitig eine gleichwertige Zugtrasse zwischen Wels und Salzburg bei ÖBB-Infrastruktur storniert wird. Ausgenommen davon sind nur Verkehre mit Quelle / Ziel entlang der Strecken Wels – Salzburg und Salzburg – Freilassing. Diese Trassenbestellungen unterliegen einer Machbarkeitsprüfung.“

[DE] Palla gesteht Fehler bei der Generalsanierung ein

Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, räumt Fehler bei der Generalsanierung des Schienennetzes ein. “Es stimmt, dass wir die Störungen bislang nur um etwa 50 Prozent reduzieren konnten”, sagte Palla dem Spiegel. “Vielleicht waren wir in der Vergangenheit auch etwas zu optimistisch.” Man werde aber an der Generalsanierung festhalten. Die DB-Chefin verspricht, die Abläufe zu verbessern.

Sie reagiert damit auf Kritik an den ersten beiden Sanierungsprojekten dieser Art zwischen Frankfurt und Mannheim, sowie jenem zwischen Berlin und Hamburg, das sich zeitlich verzögert.

[DE] Wiederinbetriebnahme Pegnitztalstrecke

Der Fahrplan zur Wiederinbetriebnahme der Pegnitztalstrecke steht: Der Zugverkehr wird in zwei Stufen wieder anlaufen. Ab Anfang Mai 2026 sollen zunächst wieder Züge im Abschnitt Neuhaus – Pegnitz fahren. Auf der gesamten Strecke zwischen Hersbruck (rechts der Pegnitz) und Pegnitz sollen die Züge nach aktuellem Stand bis zum Ende der Sommerferien wieder rollen.  

Neben der baulichen Stabilisierung und Instandsetzung laufen die Planungen zur grundlegenden Erneuerung der Brücken weiter. Aktuell reicht die DB InfraGO die Planfeststellungsanträge schrittweise aufgrund der Menge der Maßnahmen beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ein.