Nach der Ausrüstung des 25 km langen Abschnittes zwischen Tournai und Maubray vermeldet der belgische Infrastrukturbetreiber Infrabel eine zu 85 % erreichte Ausrüstung der Hauptbahnen mit ETCS.

Nach der Ausrüstung des 25 km langen Abschnittes zwischen Tournai und Maubray vermeldet der belgische Infrastrukturbetreiber Infrabel eine zu 85 % erreichte Ausrüstung der Hauptbahnen mit ETCS.

Die EU-Mitgliedstaaten haben am 02.07.2025 im CEF-Transport-Komitee grünes Licht für neue Fördermittel zur Modernisierung des europäischen Verkehrssektors gegeben – und Österreich gehört zu den größten Profiteuren.
Insgesamt fließen über 86,5 Millionen Euro aus dem europäischen Förderprogramm Connecting Europe Facility – Transport (CEF-T) in österreichische und grenzüberschreitende Projekte mit starker österreichischer Beteiligung. Besonders erfreulich: Rund 86 Prozent der Mittel kommen direkt dem heimischen Schienenverkehr zugute.
Schwerpunkte der EU-Finanzierung:
Der positive Fördervorschlag wurde am 2. Juli 2025 von den EU-Mitgliedstaaten mit qualifizierter Mehrheit angenommen. Damit ist der Weg frei für die Vertragsvorbereitungen – und bald fließt die erste Tranche der EU-Mittel nach Österreich.
Die DB InfraGO hat bisherige Planungen nach Konsultation mit dem Markt zurückgezogen und arbeitet nun an einer neuen ETCS-Strategie. Aktuell hat die DB InfraGO eine Übersicht zur Ausrüstung des Netzes mit dem European Train Control System (ETCS) bis 2029 veröffentlicht, darunter zahlreiche Strecken mit Level 2 ohne Signale (L2oS).
In den vergangenen Monaten ist bei der DB InfraGO umfangreiches Feedback aus der Branche eingegangen, dass unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen ein Festhalten an dem bisher kommunizierten Zeitplan nicht sachgerecht ist. Kritisch ist aus Sicht der Branche insbesondere die fehlende Koordinierung und finanzielle Absicherung einer flächendeckenden Fahrzeugumrüstung über ein Förderprogramm des Bundes. Gleichzeitig laufen aktuell Diskussionen zur Finanzierung und inhaltlichen Ausrichtung des Gesamtprogramms zur Modernisierung und Stabilisierung der Infrastruktur – u. a. im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Sondervermögens Infrastruktur – die auf die bisherige ETCS-Migrationsstrategie ausstrahlen.
In Verantwortung für einen diskriminierungsfreien Netzzugang und auf Basis dieser Erkenntnisse hat die DB InfraGO entschieden, die bislang veröffentlichten L2oS-Planungen vollständig zurückzunehmen und die ETCS-Migrationsstrategie neu auszurichten.
Ziel ist es, gemeinsam mit dem Bund und der Branche eine tragfähige, finanziell abgesicherte, betrieblich robuste und zukunftssichere ETCS-Strategie zu entwickeln – mit klarer Priorisierung nach technischer Machbarkeit und Umsetzbarkeit aus Infrastruktur – und Fahrzeugperspektive.
Die Ausarbeitung eines neuen, sektorübergreifend abgestimmten Zielbilds hat bereits begonnen. Zentrale Grundlage dafür ist ein strukturierter Dialogprozess mit Vertretern aller relevanten Marktakteure. Die bisherigen Veröffentlichungen vom April 2024 dienen daher nicht mehr als verbindliche Planungsgrundlage.
Die Loks vom Typ Siemens Vectron Dual Mode light der DB Cargo erhalten ETCS Baseline 3. Nach Zulassung der Konfiguration werden die Maschinen 249 046 ff mit dem Zugbeeinflussungssystem ausgeliefert sowie die Vorgänger im Laufe des Jahres nachgerüstet. ETCS bleibt für den aktuellen Betrieb allerdings bei allen Loks deaktiviert.
An den Werkstattstandorten Haldensleben und Padborg der Schwestergesellschaften IZEF-Instandhaltungszentrum für Eisenbahnfahrzeuge bzw. VIKING-Rail können Betreiber nun auch ETCS-Nachrüstungen für kleinere Flotten beauftragen. Grundlage ist eine neue Kooperation der privaten Werkstätten mit dem Hersteller Siemens.
Entsprechende Erfahrungen hat VIKING-Rail bereits bei der Ausrüstung der eigenen Dieselflotte bzw. von MZ-Loks der DB Cargo gesammelt.
ČD Cargo hat im Amtsblatt der Europäischen Union den Einbau des mobilen Teils des ETCS in 42 E-Loks der Baureihe 363 ausgeschrieben (291011-2025). Der geschätzte Auftragswert ist 13,188 Mio. EUR. Angebote müssen bis 13.06.2025 vorliegen.
181 Maschinen dieses Loktyps wurden in den 1980er-Jahren von Škoda an die damaligen tschechoslowakischen Bahnen geliefert.
Seit dem Morgen des 15.03.2025 verzeichneten die Tschechischen Bahnen einen Ausfall des erst seit 01.01.2025 in Dienst befindlichen ETCS. Temporär wurde auf das alte Signalsystem zurückgegriffen und die Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h reduziert. Als Grund wurde in den Medien eine Störung im extern betriebenen GSM-R Signal genannt. Eine Cyberattacke wurde ausgeschlossen.
Die Umstellung auf die ETCS (European Train Control System) Baseline Version 3.4 aller Railpool-Loks in Skandinavien ist abgeschlossen.
Insgesamt 60 E-Loks hat hat Railpool in Skandinavien im Einsatz. 40 davon wurden in Zusammenarbeit mit Alstom und BS Verkstäder auf die neue ETCS-Version umgestellt. Darunter sind 32 TRAXX AC2 und acht TRAXX AC3. Weitere 20 TRAXX AC3 waren bereits ab Werk mit dem neuen Zugsicherungssystem ausgerüstet.


PKP Cargo International testet aktuell die beiden Loks 753 738 und 739 auf dem Eisenbahnversuchsring Velim. Hintergrund ist die Zertifizierung des Ende 2024 installierten ETCS „Auriga“ des spanischen Anbieters Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles (CAF).
PKP Cargo International setzt den Loktypen in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Polen ein. Der Betreiber plante zunächst einige der Loks mit dem System Alstom EbiCab 2000 und nach Zertifizierung des CAF-Systems die restlichen der 29 Loks im Bestand mit diesem System auszurüsten. Diese Entscheidung wurde inzwischen revidiert und die EbiCab-Ausrüstung abgebrochen. Hintergrund ist dem Vernehmen nach dass nach der Übernahme von Bombardier Transportation durch Alstom erhebliche Verzögerungen bei der Nachrüstung eintraten.

Das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) wird auf 622 km der wichtigsten tschechischen Eisenbahnstrecken in Betrieb genommen:
