[CH] 300 Mio. EUR-Kredit für Wascosa

Die Wascosa Group Holding hat die Aufstockung ihrer bestehenden Kreditlinien um 300 Millionen EUR abgeschlossen. Die Transaktion erfolgt im Rahmen der bestehenden Finanzierungsplattform und stellt deren dritte Erweiterung dar. Die neu verfügbaren Mittel sollen in die Erweiterung des Wagenportfolios fließen.

[DE] 340 Mio. EUR-Förderdarlehen für VTG

In der Rolle als Sole Mandated Lead Arranger und Bookrunner arrangiert und syndiziert die KfW IPEX-Bank als durchleitende Bank ein Förderdarlehen in Höhe von 340 Mio. EUR für VTG. Diese Finanzierung wird von der KfW IPEX-Bank und vier weiteren Kernbanken von VTG, die sich als Mandated Lead Arranger beteiligen, bereitgestellt. Für das internationale Konsortium agiert die KfW IPEX-Bank außerdem als Facility Agent.

Das Förderdarlehen basiert auf dem KfW-Programm 269 (Investitionskredit Nachhaltige Mobilität Individualvariante), hat eine Laufzeit von sieben Jahren und wird Teil der bestehenden Finanzierungsplattform von VTG. Dieses Produkt kommt für ein deutsches, international tätiges Unternehmen im Eisenbahntransportsektor erstmalig als syndizierte Finanzierung zum Einsatz. VTG verwendet das Darlehen für die Beschaffung von neuen Güterwagen.

[RS] 14 Mrd. EUR für Schienenprojekte

Serbien investiert über das „Nationale Programm für öffentliche Eisenbahninfrastruktur von 2025 bis 2029“ für die Modernisierung der Hauptstrecken, die Erhöhung der Sicherheit und Interoperabilität rund 14 Mrd. EUR.

Der Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der Eisenbahn im Korridor 10 auf den Abschnitten Beograd – Niš und Niš – Dimitrovgrad, der langfristig mit geplanten Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 160–200 km/h zweigleisig ausgebaut werden soll.

Die Verbesserung der Haupt-, Regional- und Lokalstrecken ist mit Anwendung moderner technischer Standards geplant, darunter höhere zulässige Geschwindigkeiten, höhere Achslast und längere Züge gemäß den geltenden Gesetzen und technischen Spezifikationen für die Interoperabilität der Europäischen Union.

Besonderer Wert wird auf die Verbesserung der Sicherheit an Bahnübergängen gelegt, etwa durch Installation automatischer Halbbarrieren und Rationalisierung der Anzahl der Übergänge. Geplant ist die Ablösung von Bahnübergängen auf den Hauptstrecken, für die schätzungsweise etwa 430 Mio. EUR benötigt werden. Der genaue Betrag wird nach der Erstellung der technischen Dokumentationen festgelegt, die von den lokalen Selbstverwaltungseinheiten und dem Straßeninfrastrukturverwalter in Zusammenarbeit mit der Infrastruktura železnica Srbije (IŽS) gemeinsam erarbeitet werden soll. In der nächsten Phase sollen dann Bahnübergänge auf Regionalbahnstrecken folgen.

[DE] Helrom: Insolvenzverfahren abgeschlossen, Investoren bleiben ungenannt

Helrom hat eigenen Angaben zufolge sein 2025 eingeleitetes Insolvenzverfahren abgeschlossen. Der Insolvenzplan ist am 20.01.2026 vom Amtsgericht Frankfurt am Main rechtskräftig bestätigt worden.

Basis für das weitere Wirken des Unternehmens ist nach eigener Auskunft eine „finanzielle und strukturelle Neuaufstellung“. Zu den Details wurde bisher bekannt:

  • Wichtiger Bestandteil der neuen Struktur ist laut dem Anbieter die „Mitwirkung“ des Waggonherstellers The Greenbrier Companies sowie von Deutsche Anlagen Leasing (DAL) und Société Générale (SG). Dabei handelt es sich um Gläubiger, ihre Forderungen wurden im Rahmen des Insolvenzplans geregelt.
  • Der Mehrheitseigner HRG Investors, eine Gruppe Investoren im Bahn- und Industriesektor, hat den Kreis der involvierten Investoren erweitert ohne Namen zu nennen. Außerdem hat er das Unternehmen mit zusätzlichem Kapital ausgestattet.
  • Im Zuge der Sanierung wurde Helrom neu in nicht bekannter Höhe kapitalisiert und gesellschaftsrechtlich geordnet. Unter anderem als Teil davon wurde aus nicht genannten Gründen die Helrom Holding Limited mit Sitz in London als Tochter der HRG etabliert und am 24.11.2025 in das Handelsregister eingetragen. Die Helrom Holding wird vertreten durch Roman Noack (Mitbegründer und CEO Helrom), Keith L. Heller (Mitbegründer Helrom) sowie die beiden bereits länger zusammenarbeitenden Investoren Thomas William Rissman (US-Bürger) und Albert Adolf Enste (deutscher Staatsbürger, in der Schweiz lebend).
  • Die 2022 eingestiegene und zuletzt mit 42,18 % an der Helrom GmbH beteiligte Swiss Life Asset Managers ist als Gesellschafter ausgeschieden.

[SE] Nordic Re-Finance: 250 Mio. EUR-Refinanzierung

Nordic Re-Finance hat im Dezember 2025 die Refinanzierung seiner gesamten Kapitalstruktur über ein von Natixis CIB vollständig garantiertes, währungsübergreifendes Finanzierungspaket in Höhe von 250 Millionen EUR abgeschlossen. Dieses grüne Darlehen dient der Beschleunigung der Elektrifizierungsstrategie und der Expansion in neue europäische Märkte im Einklang mit dem im März 2025 abgeschlossenen Übernahmeplan von Infranity.

Nordic Re-Finance wurde von Virellian Partners (Finanzierung), Watson Farley & Williams und Vinge (Recht), Apex Rail und PMP (Kommerzielles), Eight Advisory (Finanzen), Ipex (Technik) und Marsh (Versicherung) beraten. Natixis CIB fungierte als alleiniger Underwriter und alleiniger Nachhaltigkeitskoordinator und wurde von Gibson Dunn und Snellman (Recht) beraten.

[LT] Swedbank finanziert Stadler-Loks

Die Swedbank und die Gruppe Lietuvos geležinkeliai (LTG) haben am 06.01.2025 einen Investitionskreditvertrag im Wert von 109 Mio. EUR unterzeichnet, der für den Kauf von 17 neuen Elektrolokomotiven und den dafür erforderlichen Ersatzteilen bestimmt ist. Die Maschinen wurden Ende 2024 bestellt und werden von der Schweizer Firma Stadler Rail in Spanien hergestellt. Die ersten Lokomotiven sollen Anfang 2027 in Litauen eintreffen.

[HR] Kroatien will 684 Mio. EUR in Infrastruktur investieren

Laut einem derzeit in der öffentlichen Konsultation befindlichen Aktionsplanentwurf plant die kroatische Regierung in den Jahren 2026 und 2027 für 684 Mio. EUR die Eisenbahninfrastruktur des Landes zu modernisieren und zu erneuern. Es sind 318 Mio. EUR für 2026 vorgesehen, weitere 365 Mio. EUR sind für 2027 geplant. Geplant ist die Erneuerung von 439 Kilometern und die Modernisierung von 222 Kilometern Eisenbahnstrecke.

Die Mittel stammen aus einer Kombination des Staatshaushalts, EU-Mitteln und der HŽ Infrastruktura. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Nationalen Eisenbahninfrastruktur-Entwicklungsplans und zielt darauf ab, die Kapazität, Sicherheit, Geschwindigkeit und die allgemeine Servicequalität des Schienenverkehrs deutlich zu verbessern.

Mehrere strategische Eisenbahnkorridore wurden als Projekte von nationaler Bedeutung ausgewiesen, zu den Projekten von regionaler und lokaler Bedeutung gehören Modernisierungen auf folgenden Strecken:

  • Varaždin – Dalj
  • Kotoriba – Čakovec – Varaždin – Zagreb
  • Revitalisierung der Eisenbahnstrecken auf Istrien

Der Eisenbahnsektor wurde in Kroatien seit Jahrzehnten vernachlässigt. Insgesamt sollen bis 2035 fast 9 Mrd. EUR in Kroatiens Eisenbahninfrastruktur investiert werden. Während die Containerterminals in Rijeka derzeit für die nächsten Jahre über ausreichende Kapazitäten verfügen, hat die steigende Nachfrage Pläne für den Bau eines Hafens auf Krk, einschließlich eines möglichen Schienenanschlusses, angestoßen. Schätzungen zufolge soll auch der Bau der Eisenbahnverbindung zwischen dem Flughafen Zadar und Gaženica in den nächsten drei bis dreieinhalb Jahren beginnen, der Wert des Projekts wird auf etwa 30 Mio. EUR geschätzt. Im gleichen Zeitraum ist auch die Realisierung des Bibinje-Tunnels für mehr als 90 Mio. EUR geplant.

[BE] Kommission genehmigt Lineas-Rettungsbeihilfe

Die Europäische Kommission hat ein Darlehen Belgiens in Höhe von 61 Mio. EUR zur Rettung des Schienengüterverkehrsbetreibers Lineas Group SA/NV nach den EU-Beihilfevorschriften geprüft und genehmigt. Außerdem kam die Kommission nach der Beschwerde eines Interessenträgers zu dem Schluss, dass zwei frühere Maßnahmen zugunsten der Lineas Group keine staatliche Beihilfe darstellen.

Aufgrund eines unerwarteten Rückgangs der Nachfrage geriet Lineas in finanzielle Schwierigkeiten. In diesem Zusammenhang meldete Belgien im August 2025 ein Rettungsdarlehen an, mit dem der kurzfristige Liquiditätsbedarf der Lineas-Gruppe für sechs Monate gedeckt werden sollte.

Die Kommission ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das Rettungsdarlehen zugunsten der Lineas Group eine staatliche Beihilfe beinhaltet. Daher hat sie die Maßnahme nach den EU-Beihilfevorschriften geprüft, insbesondere nach Artikel 107 Absatz 3 Buchstabe c des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV), nach dem die Mitgliedstaaten die Entwicklung gewisser Wirtschaftszweige unter bestimmten Voraussetzungen fördern können, sowie nach den Rettungs- und Umstrukturierungsleitlinien. Die Kommission stellte fest, dass die Bedingungen des Darlehensvertrags mit den Leitlinien im Einklang stehen, zumal das Darlehen befristet ist. Zudem hat die Kommission die Bedeutung des Schienengüterverkehrs als unverzichtbares Verkehrsmittel berücksichtigt, das eine emissionsärmere Alternative zum Straßengüterverkehr darstellt. Belgien hat sich verpflichtet, einen Umstrukturierungsplan vorzulegen, falls das Rettungsdarlehen nicht zurückgezahlt wird. 

Daher ist die Kommission zu dem Schluss gelangt, dass die Maßnahme Belgiens mit den EU-Beihilfevorschriften vereinbar ist.

Auf die Beschwerde eines Interessenträgers hin führte die Kommission auch ein vorläufiges Prüfverfahren durch, um zu untersuchen, ob zwei getrennte Kapitalzuführungen in den Jahren 2023 und 2024 staatliche Beihilfen darstellen. Diese beiden Maßnahmen wurden vom belgischen Staatsfonds (FPIM/SPFI) zusammen mit dem anderen Gesellschafter der Lineas Group, dem privaten Investor Argos Wityu, durchgeführt. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass diese beiden Kapitalzuführungen nicht als staatliche Beihilfe einzustufen sind.

Nach Artikel 107 Absatz 1 AEUV stellt eine Maßnahme eine staatliche Beihilfe dar, wenn die folgenden vier Voraussetzungen erfüllt sind: i) Die Maßnahme wird von Mitgliedstaaten aus staatlichen Mitteln gewährt, ii) die Maßnahme verschafft bestimmten Unternehmen einen selektiven wirtschaftlichen Vorteil, iii) der Vorteil verfälscht den Wettbewerb oder droht, den Wettbewerb zu verfälschen, und iv) die Maßnahme beeinträchtigt den Handel zwischen EU-Mitgliedstaaten.

Nach den EU-Beihilfevorschriften, insbesondere den Leitlinien für Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen, können die Mitgliedstaaten Unternehmen in Schwierigkeiten unter bestimmten Voraussetzungen unterstützen. Sie können ihnen beispielsweise bis zu sechs Monate lang Rettungsbeihilfen gewähren. Nach Ablauf dieses Zeitraums müssen die Beihilfen entweder zurückgezahlt werden, oder die Mitgliedstaaten müssen der Kommission einen Umstrukturierungsplan vorlegen.

Unabhängig davon hat Lineas jetzt ein geschlossenes gerichtliches Sanierungsverfahren beantragt.

[HU] 2,22 Mrd. EUR für Gleiserneuerung in 2026

Im Jahr 2026 will die ungarische Staatsbahn MÁV 860 Mrd. HUF (2,22 Mrd. EUR) für die Erneuerung der Schieneninfrastruktur ausgeben. Der Vorstand des Unternehmens hat den Vorschlag von MÁV-Chef Zsolt Hegyi angenommen, das gemeinsam von der Europäischen Investitionsbank (EIB) und dem ungarischen Staat finanzierte Infrastrukturentwicklungsprogramm in Höhe von rund 800 Mrd. HUF, für das kürzlich ebenfalls die letzte administrative Hürde genommen wurde, mit 60 Mrd. HUF an eigenen Mitteln für Gleissanierungen aufzustocken. Im Jahr 2025 lag der Betrag dagegen nur 25 Mrd. HUF.

Die insgesamt 860 Mrd. HUF für die Instandhaltung und Erneuerung der Gleise sind eine Summe, die bei der ungarischen Eisenbahn seit Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurde.

Aus den eigenen Mitteln in Höhe von 60 Mrd. sollen 2026 folgende wichtige Gleissanierungen durchgeführt werden:

  • Zwischen Budapest-Nyugati (Városliget elág.) und Kőbánya-Kispest wird der Oberbau erneuert und zehn Weichen an den Bahnhöfen Kőbánya-Teher und Kőbánya-Kispest ausgetauscht. Dadurch können auf dem derzeit in sehr schlechtem Zustand befindlichen Streckenabschnitt die Langsamfahrstellen von 40 bis 60 km/h aufgehoben und wieder die ursprüngliche Höchstgeschwindigkeit (vmax) von 80 km/h erreicht werden.
  • Im Gesamtnetz ist der Austausch von etwa 40 abgenutzten Weichen geplant, wobei man sich auf die verkehrsreichsten Strecken und Bahnhöfe konzentriert. Budapest-Kelenföld, Rákospalota-Újpest, Kőbánya-Kispest, Debrecen, Maglód, Újszász, Herceghalom und Biatorbágy sind die Standorte, an denen Züge aktuell häufig aufgrund eines defekten Weichenantriebs gezwungen sind, ihre Geschwindigkeit zu drosseln.
  • Auf der Strecke Miskolc – Nyíregyháza werden Brückenreparaturen, Gleisbettungsarbeiten, Austausch von Schienen und Weichen und der Umbau von Bahnübergängen durchgeführt. Ziel ist es, die Langsamfahrstellen im Abschnitt Mezőzombor – Nyíregyháza aufzuheben und die vmax 120 km/h auf einer möglichst langen Strecke wiederherzustellen.
  • Zwischen den Bahnhöfen Gyékényes und Berzence wird auf einer Länge von 15 km das Gleis saniert. Ziel ist es, die ursprüngliche vmax 80 km/h wiederherzustellen.
  • Eine der Ursachen für die regelmäßigen Verspätungen auf der Linie 1 Budapest – Györ – Hegyeshalom sind die auffallend vielen Störungen der Sicherheitseinrichtungen. Hier startet ein auf drei Jahre verteiltes Programm, in dessen Rahmen 2026 isolierte Schienen und Komponenten ersetzt sowie Reparaturen an der Außenverkabelung durchgeführt werden, wodurch eine deutliche Verringerung der zu Verspätungen führenden Störungen erwartet wird.
  • Auf den derzeit auf 160 km/h ausgebauten Streckenabschnitten werden vorrangige Instandhaltungsarbeiten durchgeführt, damit die Höchstgeschwindigkeit kontinuierlich aufrechterhalten werden kann. Es werden auf Vorbereitungen getroffen, dass ab 2027 zwischen Szajol und Lőkösháza Züge mit einer vmax von 160 km/h verkehren können.

[NL] Weniger Budget für ProRail

Der staatliche Infrastrukturbetreiber ProRail ist aus Budgetgründen gezwungen, die Erneuerung von Gleisanlagen zu Gunsten von minimaler Wartung zurückzustellen. Dies gab CEO John Voppen auf einer Pressekonferenz in Haarlem bekannt. Laufende Neubauprojekte würden abgeschlossen, für neue Großprojekte fehlt zukünftig das Geld.

Diese Umstellung ist das Ergebnis von Finanzierungsvereinbarungen mit der Regierung zur Gleisqualität. Die Entscheidungen wurden in Abstimmung mit dem Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft (Infrastructuur en Waterstaat (I&W) (I&W)) getroffen und sind im Rahmen der Richtlinien für das grundlegende Schienenqualitätsniveau (Basis Kwaliteitsniveau Spoor (BKN)) festgelegt.