[DE] KfW-Förderdarlehen für Railpool

Die KfW IPEX-Bank stellt ihrem langjährigen Kunden Railpool als durchleitende Bank ein Förderdarlehen der KfW in Höhe von 100 Mio. EUR zur Verfügung. Railpool plant, im Rahmen des KfW-Programms 269 „Investitionskredit Nachhaltige Mobilität“ zusätzliche Lokomotiven zu beschaffen. Diese sollen überwiegend in Deutschland eingesetzt werden.

Die neue CAPEX-Fazilität, für die die KfW IPEX-Bank als alleiniger Kreditgeber fungiert, wird in die bestehende Finanzierungsplattform von Railpool integriert. Bei dieser Finanzierungsplattform übernimmt die KfW IPEX-Bank bereits sämtliche Agency-Funktionen.

[FR] Akiem refinanziert 1,52 Md. EUR

Akiem gab am 08.04.2026 den erfolgreichen Abschluss einer grünen Senior-Debt-Refinanzierung über 1,52 Mrd. EUR bekannt. Mit dieser Transaktion werden die bestehenden Schulden des Konzerns refinanziert und zukünftige Wachstumsprojekte unterstützt.

Die Refinanzierung besteht aus einer Kombination von 7- und 10-jährigen Bankkrediten und Privatplatzierungen mit Laufzeiten von 15 und 20 Jahren, die an europäische und US-amerikanische Investoren vergeben wurden. Nach Abschluss dieser Transaktion sind alle Schulden von Akiem grün zertifiziert.

Im Rahmen der Refinanzierung wird der Wachstumsplan der Gruppe im Bereich Leasing und Wartung von Lokomotiven und Personenzügen durch eine auf 700 Mio. EUR erhöhte Investitionsfazilität (CAPEX Facility) unterstützt.

Akiem hat seinen Bankenpool erweitert, der nun 14 führende europäische Banken sowie vier neue Investoren für Privatplatzierungen umfasst.

Akiem wurde bei dieser Transaktion beraten von:

  • Crédit Agricole CIB, als alleiniger Finanz- und Ratingberater sowie gemeinsamer Agent für Privatplatzierungen
  • ING, als Berater für nachhaltiges Wirtschaften (green advisor), gemeinsamer Agent für Privatplatzierungen und Hedge-Koordinator
  • Linklaters Paris, Rechtsberater von Akiem, und
  • Clifford Chance (Paris) LLP, Rechtsberater der Kreditgeber.

Akiem hat aktuell mehr als 770 Lokomotiven und 42 Personentriebzüge im Bestand.

[BE] Erneute „Millionenspritze“ für Lineas

Die angeschlagene belgische Güterbahn Lineas erhält erneut zusätzliche staatliche Hilfe und entwickelt sich für den bisherigen Minderheitsaktionär zum „Fass ohne Boden“: So stockt der staatliche Investitionsfonds SFPIM die bereits zugesagten Finanzmittel über 61 Mio. EUR um weitere 60 Mio. EUR auf. Die eigentlich privatisierte Güterbahn wird somit mehrheitlich rückverstaatlicht. 2024 hatte das Unternehmen bereits 106 Mio. EUR zusätzliches Kapital erhalten. Nach wie vor hofft man auf den Einstieg eines privaten Investors – bislang wurde noch nichts über mögliche Interessenten bekannt.

Lineas verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang um 11 % auf 438 Mio. EUR. Der operative Verlust stieg von 14 auf 30 Mio. EUR. Laut CEO Erik van Ockenburg liegt die Ursache in einer tiefgreifenden Strukturkrise bei drei Schlüsselkunden aus der Chemie-, Stahl- und Automobilindustrie. Ab 2027 sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Wie das erreicht werden soll wurde bisher nicht publiziert.

[DE] ifo: Sondervermögen zu 75 % zweckentfremdet

Das „Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität“ sollte zusätzliche Investitionen in die öffentliche Infrastruktur ermöglichen, um die Wachstumsaussichten und die Standortattraktivität Deutschlands wieder zu verbessern. Zur Erfüllung dieses Zwecks werden insgesamt Kredite in Höhe von 500 Mrd. EUR aufgenommen. Im Jahr 2025 wurden nach den Berechnungen des ifo Institutes mindestens 75 % der aufgenommenen Kredite zweckentfremdet. In den kommenden Jahren könnte die Zweckentfremdung geringer ausfallen, wenn die Bundesregierung ihrer mittelfristigen Finanzplanung folgt.

[CH] 300 Mio. EUR-Kredit für Wascosa

Die Wascosa Group Holding hat die Aufstockung ihrer bestehenden Kreditlinien um 300 Millionen EUR abgeschlossen. Die Transaktion erfolgt im Rahmen der bestehenden Finanzierungsplattform und stellt deren dritte Erweiterung dar. Die neu verfügbaren Mittel sollen in die Erweiterung des Wagenportfolios fließen.

[DE] 340 Mio. EUR-Förderdarlehen für VTG

In der Rolle als Sole Mandated Lead Arranger und Bookrunner arrangiert und syndiziert die KfW IPEX-Bank als durchleitende Bank ein Förderdarlehen in Höhe von 340 Mio. EUR für VTG. Diese Finanzierung wird von der KfW IPEX-Bank und vier weiteren Kernbanken von VTG, die sich als Mandated Lead Arranger beteiligen, bereitgestellt. Für das internationale Konsortium agiert die KfW IPEX-Bank außerdem als Facility Agent.

Das Förderdarlehen basiert auf dem KfW-Programm 269 (Investitionskredit Nachhaltige Mobilität Individualvariante), hat eine Laufzeit von sieben Jahren und wird Teil der bestehenden Finanzierungsplattform von VTG. Dieses Produkt kommt für ein deutsches, international tätiges Unternehmen im Eisenbahntransportsektor erstmalig als syndizierte Finanzierung zum Einsatz. VTG verwendet das Darlehen für die Beschaffung von neuen Güterwagen.

[RS] 14 Mrd. EUR für Schienenprojekte

Serbien investiert über das „Nationale Programm für öffentliche Eisenbahninfrastruktur von 2025 bis 2029“ für die Modernisierung der Hauptstrecken, die Erhöhung der Sicherheit und Interoperabilität rund 14 Mrd. EUR.

Der Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der Eisenbahn im Korridor 10 auf den Abschnitten Beograd – Niš und Niš – Dimitrovgrad, der langfristig mit geplanten Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 160–200 km/h zweigleisig ausgebaut werden soll.

Die Verbesserung der Haupt-, Regional- und Lokalstrecken ist mit Anwendung moderner technischer Standards geplant, darunter höhere zulässige Geschwindigkeiten, höhere Achslast und längere Züge gemäß den geltenden Gesetzen und technischen Spezifikationen für die Interoperabilität der Europäischen Union.

Besonderer Wert wird auf die Verbesserung der Sicherheit an Bahnübergängen gelegt, etwa durch Installation automatischer Halbbarrieren und Rationalisierung der Anzahl der Übergänge. Geplant ist die Ablösung von Bahnübergängen auf den Hauptstrecken, für die schätzungsweise etwa 430 Mio. EUR benötigt werden. Der genaue Betrag wird nach der Erstellung der technischen Dokumentationen festgelegt, die von den lokalen Selbstverwaltungseinheiten und dem Straßeninfrastrukturverwalter in Zusammenarbeit mit der Infrastruktura železnica Srbije (IŽS) gemeinsam erarbeitet werden soll. In der nächsten Phase sollen dann Bahnübergänge auf Regionalbahnstrecken folgen.

[DE] Helrom: Insolvenzverfahren abgeschlossen, Investoren bleiben ungenannt

Helrom hat eigenen Angaben zufolge sein 2025 eingeleitetes Insolvenzverfahren abgeschlossen. Der Insolvenzplan ist am 20.01.2026 vom Amtsgericht Frankfurt am Main rechtskräftig bestätigt worden.

Basis für das weitere Wirken des Unternehmens ist nach eigener Auskunft eine „finanzielle und strukturelle Neuaufstellung“. Zu den Details wurde bisher bekannt:

  • Wichtiger Bestandteil der neuen Struktur ist laut dem Anbieter die „Mitwirkung“ des Waggonherstellers The Greenbrier Companies sowie von Deutsche Anlagen Leasing (DAL) und Société Générale (SG). Dabei handelt es sich um Gläubiger, ihre Forderungen wurden im Rahmen des Insolvenzplans geregelt.
  • Der Mehrheitseigner HRG Investors, eine Gruppe Investoren im Bahn- und Industriesektor, hat den Kreis der involvierten Investoren erweitert ohne Namen zu nennen. Außerdem hat er das Unternehmen mit zusätzlichem Kapital ausgestattet.
  • Im Zuge der Sanierung wurde Helrom neu in nicht bekannter Höhe kapitalisiert und gesellschaftsrechtlich geordnet. Unter anderem als Teil davon wurde aus nicht genannten Gründen die Helrom Holding Limited mit Sitz in London als Tochter der HRG etabliert und am 24.11.2025 in das Handelsregister eingetragen. Die Helrom Holding wird vertreten durch Roman Noack (Mitbegründer und CEO Helrom), Keith L. Heller (Mitbegründer Helrom) sowie die beiden bereits länger zusammenarbeitenden Investoren Thomas William Rissman (US-Bürger) und Albert Adolf Enste (deutscher Staatsbürger, in der Schweiz lebend).
  • Die 2022 eingestiegene und zuletzt mit 42,18 % an der Helrom GmbH beteiligte Swiss Life Asset Managers ist als Gesellschafter ausgeschieden.

[SE] Nordic Re-Finance: 250 Mio. EUR-Refinanzierung

Nordic Re-Finance hat im Dezember 2025 die Refinanzierung seiner gesamten Kapitalstruktur über ein von Natixis CIB vollständig garantiertes, währungsübergreifendes Finanzierungspaket in Höhe von 250 Millionen EUR abgeschlossen. Dieses grüne Darlehen dient der Beschleunigung der Elektrifizierungsstrategie und der Expansion in neue europäische Märkte im Einklang mit dem im März 2025 abgeschlossenen Übernahmeplan von Infranity.

Nordic Re-Finance wurde von Virellian Partners (Finanzierung), Watson Farley & Williams und Vinge (Recht), Apex Rail und PMP (Kommerzielles), Eight Advisory (Finanzen), Ipex (Technik) und Marsh (Versicherung) beraten. Natixis CIB fungierte als alleiniger Underwriter und alleiniger Nachhaltigkeitskoordinator und wurde von Gibson Dunn und Snellman (Recht) beraten.

[LT] Swedbank finanziert Stadler-Loks

Die Swedbank und die Gruppe Lietuvos geležinkeliai (LTG) haben am 06.01.2025 einen Investitionskreditvertrag im Wert von 109 Mio. EUR unterzeichnet, der für den Kauf von 17 neuen Elektrolokomotiven und den dafür erforderlichen Ersatzteilen bestimmt ist. Die Maschinen wurden Ende 2024 bestellt und werden von der Schweizer Firma Stadler Rail in Spanien hergestellt. Die ersten Lokomotiven sollen Anfang 2027 in Litauen eintreffen.