[FI] Fenniarail mit Rundholztransporten nach Äänekoski

Fenniarail fuhr am 18.10.2025 zum ersten Mal zum Zellstoffwerk der Metsä Group in Äänekoski. Es handelte sich um einen Testzug für den Transport von Rundholz. Ein zweiter Testzug, der an einem anderen Abfahrtsort beladen wurde, kam am 03.11.2025 im Werk an. Der reguläre Verkehr begann dann am 10.12.2025. Zuvor hatte VR alle Transporte für das Werk durchgeführt.

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[FI] VR verkauft Dieselloks

Die finnische Staatsbahn hat drei Dieselloks über eine bis Ende April 2025 laufende Auktion veräußert. Käufer der zwei Dv12 und einer Dr16 sind nicht näher genannte finnische Bahnunternehmen.

[FI] Planung von Rail Nordica beginnt

Finnland beginnt mit der Planung der „Rail Nordica“. In der Finanzübersicht des Staates für den Zeitraum 2026–2029 schlägt die Regierung vor, 20 Mio. EUR für ein Projekt bereitzustellen, mit dem mit der Planung des Ausbaus der europäischen Spurweite von Schweden nach Finnland begonnen werden soll.

Das Projekt Rail Nordica, eine Verbindung von Rovaniemi und Oulu durch Schweden nach Narvik [NO], ist ein milliardenschweres, langfristiges Projekt zur Förderung der militärischen Mobilität und Versorgungssicherheit. Das Projekt wird auch die Arbeitsbedingungen von Wirtschaft und Industrie in Finnland und den anderen nordischen Ländern verbessern und den Bedürfnissen der NATO entsprechen.

In der ersten Phase des Projekts ist eine normalspurige Verbindung vom Grenzübergang Haparanda–Tornio zu den Häfen von Oulu und Kemi geplant. In der zweiten Phase wird die 1435-mm-Spurweite auch bis nach Rovaniemi verlängert. Das Planungsprojekt wird im Jahr 2025 beginnen. Einer vorläufigen Schätzung zufolge belaufen sich die Baukosten von Rail Nordica auf mehr als 1,5 Mrd. EUR.

[FI/SE] Tornio – Haparanda nun elektrisch

Die Elektrifizierung der von Finnland nach Schweden führenden Strecke Laurila – Tornio – Haparanda wurde im Januar 2025 abgeschlossen. Die Elektrifizierung für 37 Mio. EUR war ein Gemeinschaftsprojekt der finnischen Agentur für Verkehrsinfrastruktur, der Nationalen Agentur für Notversorgung und der schwedischen Verkehrsbehörde und wurde von der Europäischen Union kofinanziert.

Elektrisch betriebene Züge können nun den Tourismus zwischen Finnland und Schweden ankurbeln, es gibt dafür bisher jedoch nur Fahrplanentwürfe von VR, aber noch keine Entscheidungen oder Finanzmittel für Personenverkehr von Tornio nach Haparanda. Die Ministerin für Verkehr und Kommunikation, Lulu Ranne, schätzt jedoch, dass der Verkehr in diesem oder im nächsten Jahr beginnen könnte und die Infrastruktur kein Hindernis mehr für den Verkehr darstellt.

Für den Güterverkehr verbessert sich mit der Elektrifizierung v. a. die Krisenresilienz, denn sie bringt als alternativer Verkehrsweg neue Chancen mit sich. Die meisten Waren von Finnland ins Ausland werden gegenwärtig auf dem Seeweg transportiert. Wenn die Häfen nicht genutzt werden können, müssten Landverbindungen den Mangel ausgleichen. Der Rangierbahnhof für Spurwechselwagen befindet sich auf der finnischen Seite.

Laut Pressemitteilung von Väylävirasto wurde „die verbesserte Zugverbindung zwischen Tornio und Haparanda bereits im vergangenen Jahr bei einer NATO-Übung in Bezug auf die militärische Mobilität getestet. Der Zug mit den Soldaten fuhr von Narvik in Norwegen nach Haparanda und von dort nach Finnland. Damals legten die Soldaten einen Teil der Strecke noch mit einer Diesellokomotive zurück. Nun könnten sie mit einer Elektrolokomotive effizienter fahren.“

Dem ist jedoch nicht so, denn das Übergangsgleis zwischen dem normalspurigen Bahnhofsteil und dem Vierschienengleis über die Grenzbrücke ist aufgrund der unterschiedlichen Stromspannung (15 kV 16,67 Hz vs. 25 kV 50 Hz) nicht elektrifiziert, ebenso wie die Normalspurgleise auf finnischer Seite, die nun bereits ca. 600 m vor dem Bahnsteig in Tornio enden. Außerdem wäre für die finnische Oberleitung ein dafür angepasster Stromabnehmer erforderlich. Es kann also bis auf Weiteres keinen elektrisch betriebenen schwedischen Personenverkehr nach Tornio geben, nur finnischen nach Haparanda. Normalspurige Güterzüge sind davon nicht so stark betroffen, sie können nach Tornio gefahren werden, entweder mit Diesel oder Akku „auf der letzten Meile“.

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Möglicherweise wird es aber in Zukunft, auch für den Güterverkehr, eine Verlängerung der Normalspur weiter nach Finnland hinein geben, zuerst für Industriebetriebe bei Kemi, später nach Oulu, Kolari und Rovaniemi. Eine Spurweitenstudie dazu soll im Sommer 2025 abgeschlossen sein.

Ein weiterer wichtiger Bericht, der gerade in Arbeit ist, betrifft die „feste Kvarken-Verbindung“. Es wird untersucht, wie eine Verbindung zwischen Vaasa und Umeå für Fahrzeuge, Züge oder eine Kombination aus beidem gebaut werden könnte. Die Studie soll noch vor dem Sommer abgeschlossen sein.