Tarifstreit: GDL setzt der DB Ultimatum

„Wir hatten der Deutschen Bahn (DB) nach dem letzten Ausstand Zeit zum Nachdenken eingeräumt, doch mir scheint, dass der Bahnvorstand ein bisschen lange zum Überlegen braucht. Wenn nicht bis Anfang nächster Woche ein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt, beginnt die GDL am kommenden Montag mit der Vorbereitung des nächsten Arbeitskampfes“, so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky.

Streik: DB legt gegen Urteil Berufung ein

Nach der heutigen Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt zum Arbeitskampf der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die DB entschieden, das Urteil in zweiter Instanz prüfen zu lassen.  Zwar hat das Gericht heute in erster Instanz den Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die Streiks der GDL abgewiesen. Das Gericht hat sich dabei allerdings kritisch mit der Frage befasst, ob die GDL in Wirklichkeit gegen das Tarifeinheitsgesetz – ein Tarifvertrag je Betrieb – unzulässig streikt.

GDL: Erneut Streiks ab 21.08.

Die Deutsche Bahn wird erneut bestreikt. Dies gab die Gewerkschaft GDL auf einer Pressekonferenz am 20.08.2021 bekannt. DB Cargo ist seit 21.08. 17 Uhr betroffen, der Personenverkehr vom 23.08. 2 Uhr an 48 Stunden lang.

Grund für die erneute Arbeitsniederlegung ist nach GDL-Auskunft das Ausbleiben eines „verhandlungsfähigen Angebotes“ durch die DB.

300 Güterzüge von GDL-Streik betroffen

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat dem Schienengüterverkehr und seinen Kunden in Deutschland nach Einschätzung der DB AG stark geschadet. Rund 300 Güterzüge von DB Cargo waren betroffen und damit die Lieferketten aus dem Gleichgewicht gebracht. Auch konnten Züge aus dem Ausland teilweise nicht an den Grenzen übernommen werden. Der Streik hat somit auch auf das europäische Ausland ausgestrahlt.

„Durch höchste Kraftanstrengungen war zu jeder Zeit der Betrieb der versorgungsrelevanten Züge gewährleistet. DB Cargo hat Kraftwerke und große Industriebetriebe zuverlässig beliefern können.“, so DB Cargo in einer Ausssendung.

EVG: GDL-Streik schwächt Bahnsystem

Der aktuelle Streik der Lokführer schwächt das System Eisenbahn mit unabsehbaren Folgen. „Offenbar wird das von den Organisatoren des Arbeitskampfes und den Streikenden selbst in Kauf genommen“, so der EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel zum aktuellen Streik der GDL.

Hommel betonte, dass die Lokführergewerkschaft GDL nur eine Minderheit in der Bahn-Belegschaft vertrete. „Für den Streik haben nach unseren Berechnungen so um die 5.000 Bahnbeschäftigte gestimmt.“ Insgesamt seien im Konzern im Inland rund 200.000 Menschen beschäftigt, von denen die Mehrheit von der EVG vertreten werde. Ihm sei aus dem Unternehmen sehr viel Unverständnis für den Streik der Lokführer vermittelt worden, so Hommel.

DB: GDL-Streik stört Lieferketten

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn kann nach Aussage des betroffenen Unternehmens massive Auswirkungen auf Lieferketten für die deutsche und europäische Industrie haben. Aktuell stehen rund 190 Güterzüge im Rückstau.

Die DB befürchtet, dass durch den Streik dem klimafreundlichen Schienengüterverkehr ein nachhaltiger Schaden zugefügt wird, weil Kunden ihre Verkehre in dieser Situation auf die Straße zurückverlagern könnten.

Bisher konnte DB Cargo nach eigener Aussage mit großem Aufwand die versorgungsrelevanten Züge fahren. Dabei handelt es sich um „volkswirtschaftlich wichtige Züge, die Kraftwerke und große Industriebetriebe versorgen“. Zur Sicherstellung der Transporte kooperiert DB Cargo außerdem mit EVU in Deutschland und Europa.

Streik im Güterverkehr hat begonnen

Am Abend des 10.08.2021 sind die ersten Güterzüge der DB Cargo streikbedingt ausgefallen. In der Nacht wollen die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL dann den Personenverkehr bestreiken.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer GDL hat nach einer Urabstimmung ihre Mitglieder im Bahnkonzern zu einem Arbeitskampf aufgerufen. Im Güterverkehr begann der Streik bereits.

GDL-Mitglieder stimmen für Streik

Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn gestimmt. In einer geheimen Briefwahl votierten 95 Prozent bei der Urabstimmung mit JA. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 70 Prozent.

Die GDL sieht das eindeutige Votum als Auftrag und ruft daher ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn zum Arbeitskampf auf

  • im Güterverkehr ab dem 10. August 19 Uhr und
  • im Personenverkehr und der Infrastruktur ab 11. August 2 Uhr

Der Arbeitskampf endet am 13. August um 2 Uhr.

Tarifabschluss bei CFL cargo

Im Rahmen der fünften Verhandlungsrunde konnte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) die Tarifverhandlungen mit der CFL cargo Deutschland GmbH und dem Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen e.V. (AGVDE) am 01.06.2021 in Frankfurt am Main erfolgreich abschließen. Wesentliche Bestandteile sind:

  • Stufenweise Einführung von verbesserten Ruhetagsregelungen ab 2021 sowie den Regelungen zur persönlichen Planungssicherheit ab 2022
  • Einführung von Regelungen bei Fahrdienstuntauglichkeit
  • Schaffung einer neuen Arbeitszeitkontenstruktur
  • Verlängerung des Nachtarbeitszeitraums auf 21 bis 6 Uhr für den Zusatzurlaub und die Nachtarbeitszulage
  • Einführung eines Wahlmodells für mehr Urlaub
  • Umstellung des Entgeltsystems ab dem 01.01.2022 auf Berufserfahrung mit den entsprechenden Überleitungs- und Sicherungsregelungen.

Die Tarifpartner haben mit dem zuständigen Arbeitgeberverband unter Mithilfe von TIGGES Rechtsanwälte im Rahmen der Verhandlungen einen Haustarifvertrag vereinbart, der mit Laufzeitbeginn 01.07.2021 den Flächentarifvertrag für die Schienengüterverkehrsunternehmen (BuRa-LfTV SGV) ergänzt. Damit tritt das Unternehmen auch der Arbeitgebergruppe des BuRa-LfTV SGV bei.

Die CFL cargo Deutschland tritt von Beginn an dem FairnessbahNEn e.V., einer gemeinsamen Einrichtung der Tarifvertragsparteien für soziale Zwecke, bei. Hieraus können GDL-Mitglieder exklusiv Zuschüsse zu Brillen, Kinderbetreuung oder auch zu Gesundheitswochen erhalten.

GDL-Tarifabschluss bei railmen

Am 18.05.2021 kam es in Berlin nach langen Verhandlungen zu einem Tarifabschluss zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und assoft railmen. Damit sind nicht nur Verbesserungen verbunden, sondern auch die lückenlose Geltung eines Tarifvertrages im Unternehmen.

Bei assoft railmen wird weiterhin der Bundes-Rahmentarifvertrag für das Zugpersonal (BuRa-ZugTV) für Personaldienstleister (PDL) Anwendung finden. Außerdem wird es weiterhin die gewohnten Haustarifverträge geben.Mit dem Tarifabschluss konnten eine Reihe von Verbesserungen vereinbart werden. So wird das Entgelt zum 01.06.2021 um zwei Prozent und am 01.04.2022 um weitere zwei Prozent erhöht. Sollten Erhöhungsschritte im BuRa-ZugTV PDL höher ausfallen, gelten diese. Für das zweite Halbjahr 2021 wird außerdem eine weitere Corona-Beihilfe von 300 Euro gezahlt.

Zusätzlich werden die Zulagen für Nacht-, Sonntags-und Feiertagsarbeit auf 4,20 Euro, 5,95 Euro beziehungsweise 6,65 Euro erhöht. Diese Werte werden zum 10.04.2022 um zwei Prozent erhöht. Außerdem wird die Überstundenzulage ab dem kommenden Jahr nicht mehr am Jahresende gezahlt, sondern am Ende jedes Quartals. Ab 2023 wird die Überzeitzulage monatlich gezahlt.

Schließlich wurden ein höherer Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge und der Beitritt des Unternehmens zur gemeinsamen Einrichtung „FairnessBahNEn e. V.“ vereinbart und der Schutz bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit verbessert.