[GR] Alexandroupolis – Ormenio unterbrochen

Wegen schlechten Wetters wurde die Strecke zwischen Αλεξανδρούπολη / Alexandroupolis und Ορμένιο / Ormenio (Grenze nach Bulgarien) am 29.01.2026 auf unbestimmte Zeit unterbrochen.

Laut regionalen Medien wurde vom griechischen Katastrophenschutz ein Stück des Bahndamms weggerissen um einen Wasserablauf zu schaffen – so sollen weitere Überflutungen im Ort Απαλός / Apalos verhindert werden.

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Die Strecke ist Teil des Sea2Sea-Projekts und zunehmend für den Güterverkehr vom Hafen Alexandroupolis Richtung Bulgarien/Rumänien/Ukraine von Bedeutung.

[GR/MK] Grenzübergang nach Nordmazedonien immer noch zu

Der seit Jahren im Westen Griechenlands geschlossene Grenzübergang Νέος Καύκασος/Neos Kafkasos [GR] – Kremenica [MK], welcher nach Bitola führt, der drittgrößten Stadt Nordmazedoniens, ist jetzt zusammen mit dem Zustand der Strecke Έδεσσα / Edessa – Φλώρινα / Florina Teil einer parlamentarischen Anfrage. Die Strecke wurde auf beiden Seiten der Grenze saniert und ist in Nordmazedonien auch bis zur Grenze in Betrieb, nur in Griechenland nicht. Neben dem regionalen Personenverkehr wäre diese Verbindung ein wichtiger Zugang zum Hafen von Θεσσαλονίκη/Thessaloniki.

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Die Opposition wirft der griechischen Regierung vor, viele Abkommen mit Nordmazedonien aus politischen Gründen zu verzögern, dazu gehört auch die Wiederaufnahme des Bahnbetriebs.

[GR] ÖBB: Rückzug aus Joint Venture

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat sich bereits im Mai 2025 aus dem vor zehn Jahren gegründeten Joint Venture Rail Cargo Logistics Goldair A.E. (RCLG) zurückgezogen. Dies bestätigte die ÖBB auf Anfrage. Zu den Gründen wollte man sich nicht äußern.

Die griechischen Goldair Gruppe übernahm den 49 %-Anteil der ÖBB und firmierte das Unternehmen in Goldair Rail A.E. um.

RCLG 220 032

[BG/GR] Kooperation der Aufsichtsbehörden

Die Präsidentinnen der Eisenbahnaufsichtsbehörden von Bulgarien und Griechenland, Kalinka Velikova und Georgia Aifantopoulou, haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel ist unter Einhaltung der europäischen Vorgaben den grenzüberschreitenden Verkehr zu stärken, die Sicherheit zu verbessern und die Interoperabilität im gesamteuropäischen Grenzverkehr zu erleichtern.

[GR] GFR: Krätzschmar statt Kalogeropoulos

Die griechische Niederlassung der rumänischen Privatbahn Grup Feroviar Roman (GFR) hat seit Oktober 2025 einen neuen Geschäftsführer: Klaus Krätzschmar übernahm die Leitung der GFR Hellas von Apostolos Kalogeropoulos.

Krätschmar hat 40 Jahre internationale Erfahrung in der Transport- und Logistikbranche – davon über 30 Jahre auf dem griechischen Markt. Im Laufe seiner Karriere hatte er Führungspositionen bei Unternehmen in Griechenland, Deutschland und Rumänien inne, darunter Danzas (DHL), DB Schenker Logistics und VTG Rail Logistics.

[GR] Erneute Bahnreform angeschoben

In Griechenland werden drei staatliche Bahnunternehmen gemäß der vom Parlament beschlossenen Bahnreform fusioniert. Die neue Eisenbahnorganisation umfasst den bisherigen Infrastruktorbetreiber Organismós Sidirodrómon Elládos (OSE), die für Neubauprojekte zuständige ErgOSE sowie die GaiaOSE als Rollmaterialbetreiber. Ziel dieser Umorganisation ist eine signifikante Verbesserung des Eisenbahnwesens in Griechenland unter den europäischen Regeln.

Eine erste große Herausforderung dürfte die nach Abschluss der Ermittlungen anstehende gerichtliche Aufarbeitung des Unfalls von Evangelismos/Tempi werden, hier haben sich die Vorgängergesellschaften in letzter Zeit Verantwortung und Schuld gegenseitig zugeschoben.

[GR] Parlament stimmt Bahnreform zu

Das griechische Parlament hat dem von der Regierung durch den zuständigen Minister Kyranakis eingebrachten Gesetzentwurf zur Bahnreform zugestimmt. Im Wesentlichen wurden die Inhalte, die auch eine Konsequenz des Unfalls von Evangelismos/Tempi sind, schon früher kommuniziert:

  • Einrichtung der digitalen  Plattform Railway.gov.gr, in der alle Verkehrsdaten zusammenlaufen sollen, inclusive Geolokalisation der Züge (offensichtlich aber mit einer geringeren Auflösung als ursprünglich geplant) und Anordnungen und Verstösse gegen Vorschriften
  • Videoüberwachung der sensiblen Bereiche wie Stellwerke, Zugspitze u.a., wobei unklar bleibt, ob der ursprüngliche Plan der Installation von Überwachungskameras auf den Führerständen der Loks umgesetzt werden
  • Einführung einer zentralen Streckenüberwachung
  • Medizinisch-psychologische Überwachung des Personals
  • häufigere Kontrollen
  • Stärkung dr Überwachungsbehörde RAS und der Unfallermittlungsstelle EDOSAAM * Flexiblere Strukturen beim EIU OSE
  • mehr private Investitionen in die Eisenbahn
  • strengere Disziplinarregeln
  • Aufstellung von Notfallplänen

[GR] Aluminiumblöcke intermodal transportiert

Insgesamt drei Ganzzüge mit 29 t schweren und auf 40′ Flat-Rack-Containern verladenen Aluminiumblöcken (slabs) sind jüngst mehrheitlich per Bahn vom Hafen in Piräus zu einem Werk im Hinterland transportiert worden. Der Umschlag auf die Straße fand dabei in Oinoi im Terminal der Transcombi Express statt, der Lkw absolvierte nur die letzten 6 km zum Werk der ELVAL in Oinofyta.

Der gesamte Prozess wurde von Viexal organisiert, einem exklusiven Inhouse-Lieferanten für eine Gruppe von Metallherstellern, die zu Viohalco gehören. Den Schienentransport betreute der Zugoperatur und Logistiker Pearl, als Traktionär war Hellenic Train involviert.

Foto: Viexal

[GR] Sicherheitsbehörde neu aufgestellt

Die griechische Eisenbahnaufsichtsbehörde RAS (Ρυθμιστική Αρχή Σιδηροδρόμων) hat ein erweitertes Aufgabenspektrum mit der Eisenbahnsicherheit erhalten und wird jetzt von einem neuen Team mit der Präsidentin Georgia Aifantopoulou geleitet.

Aifantopolou ist eine erfahrene Verkehrsingenieurin und will die Arbeit von RAS ausweiten und auf ein europäisches Niveau bringen. In einer Antrittsrede vor dem Parlament skizzierte sie ihre Vortsellungen und machte auch klar, dass für diese Aufgaben mehr Personal benötigt wird.