[HU] GYSEV: “Púpos” für KÁRPÁT Vasút

Die ungarische Privatbahn KÁRPÁT Vasút setzt neu zwei Dieselloks des Typs M40 „Púpos“ ein. Die rund 60 Jahre alten Maschinen 408 401 und 402 sind langfristig von der GYSEV gemietet und waren dort Einzelstücke in der Flotte. Im Gegenzug gingen zwei Dieseltriebzüge der Baureihe 5047 von der KÁRPÁT Vasút zurück an den vorherigen Besitzer GYSEV.

Ebenfalls von GYSEV zu KÁRPÁT wechselte ein weiterer Sonderling: Die 428 001 ist eine diesel-elektrische Lokomotive (Typ DVM14, 870 PS), die 1994 von Ganz-Hunslet in Budapest gebaut wurde und ursprünglich als MÁV M42 001 im Einsatz war.

408 401 | Veszprémvarsány

[HU] DLRR vermietet an GYSEV

Das Lokreparaturwerk Daugavpils Lokomotīvju Remonta Rūpnīca (DLRR) und GYSEV haben am 02.12.2025 den Mietvertrag für eine Lok des Typs LTS TE109 (Baureihe 232) unterzeichnet.

Die ungarische Bahngesellschaft besitzt bereits zwei dieser Loks und mietet ergänzend mit 232 704 eine Maschine der DLRR-Mutter Skinest Rail.

Foto: DLRR

[HU] Transformatorwagen bei Rajka entgleist

Am 17.05.2025 entgleisten in Bezénye an der GySEV-Strecke Hegyeshalom – Rajka vier Achsen eines Felbermayr-Transportwagens der Gattung Uaai, der für den Transport von schweren Transformatoren ausgelegt ist. Mit einem 580 t wiegenden Transformator beladen, rutschte der von 742 761 der CER Slovakia bespannte Zug Zagreb – Bratislava-Pálenisko in der Linkskurve vor der letzten Geraden Richtung Rajka mit einem Drehgestell vom Gleis, das auf rund 130 Metern beschädigt wurde.

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Der internationale Verkehr musste komplett eingestellt werden. Betroffen war u. a. der Zug 47284 von Rail Cargo Hungaria (RCH), der auf der Relation Ercsi – Rohožník mit leeren Zementwagen im Block hinter dem entgleisten Zug fuhr. Neben dem Güterverkehr ist auch der Personenverkehr betroffen, die Züge aus Bratislava fahren daher bis vsl. einschließlich 19.05.2025 nur bis Rajka, und weiter bis Hegyeshalom als Bus.

[HU] GySEV mit ungarischer Kapitalerhöhung

Der ungarische Staat ist jetzt qualifizierter Mehrheitseigentümer der Győr-Sopron-Ebenfurti Vasút Zrt. (GYSEV) [Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn AG; ROeEE].

Bei der Hauptversammlung der GYSEV Ende 2024 haben die Vertreter des ungarischen Staates, der nach dem Aufkauf von Strabag 71,73 % der Aktien besitzt, nur ihrer eigenen Kapitalerhöhung zugestimmt, nicht aber jener der Republik Österreich. Damit stieg der ungarische Anteil an dem Unternehmen auf 75,01 %.

Der Beschluss über die ungarische Kapitalerhöhung wurde jetzt beim Bezirksgericht Győr registriert, so dass nach Angaben des ungarischen Ministeriums für Bau und Verkehr (Építési és Közlekedési Minisztérium; ÉKM) der ungarische Staat nun rechtlich und offiziell mit qualifizierter Mehrheit der kontrollierende Eigentümer der GySEV ist.

In der Bekanntmachung des ÉKM wird darauf hingewiesen, dass die Republik Österreich eine Klage auf gerichtliche Überprüfung des Beschlusses der Generalversammlung eingereicht hat, in deren Verlauf sie den Beschluss über die Genehmigung der Kapitalerhöhung des ungarischen Staates sowie die Änderung der Satzung, die das aus der Kapitalerhöhung resultierende gezeichnete Kapital, die entsprechende Anzahl der Aktien und das Eigentumsverhältnis festlegte, anfocht und das Gericht auch ersuchte, die Umsetzung der Beschlüsse auszusetzen.

Ungarn hat nach österreichischer Auffassung rechtswidrig gehandelt, indem sie die Republik Österreich von der Kapitalerhöhung ausgeschlossen haben, obwohl sie alle für die Kapitalerhöhung erforderlichen Voraussetzungen erfüllte. Das Gericht in Győr/Raab entschied jedoch, den Antrag abzulehnen. Die Klage wird unabhängig von der Registrierung vor dem Gericht fortgesetzt.

[HU] KÁRPÁT Vasút bespannt Düngerzüge

Neben Rail Cargo Hungaria (RCH) bespannt auch KÁRPÁT Vasút einen Teil der nahezu täglichen Düngerzüge ab dem Werk der Nitrogénművek in Várpalota Richtung Rumänien und Serbien. Die Privatbahn nutzt dabei Elektroloks der GYSEV / Raaberbahn sowie eigene Dieselloks des Typs M44 für die erste Meile.

KÁRPÁT Vasút Kft./GySEV 430 325, Inota

[HU] GySEV verdreifacht ihre Netzlänge

Die GySEV übernimmt ab dem 01.07.2025 zusätzliche 752,3 km an Strecken von der MÁV Zrt., was ihr Netz fast verdreifachen wird. Das Netz der GySEV umfasst derzeit einschließlich des österreichischen Streckenanteils insgesamt 434,7 km. Künftig wird es von Hegyeshalom bis Gyékényes und von Szentgotthárd bis Székesfehérvár reichen. Ungarns Ministerium für Bauwesen und Verkehr hat die beiden Infrastrukturbetreiber angewiesen, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die ausgewiesenen Streckenabschnitte bis zum 30.06.2025 an die GySEV übergeben werden.

  • 10L Vinár elágazás–Celldömölk-Rendező (1,3 km)
  • 10 Győrszabadhegy pvh. 30+48 szelvény–Celldömölk (67,5 km)
  • 11 Győrszabadhegy–Veszprém (74,4 km)
  • 11B Dudar–Zirc (9 km)
  • 11K Bakonyszentlászló–Bakonyszentlászló-Bauxitbánya (351+71 szelvény pvh.) (0,6 km)
  • 13 Veszprémvarsány–Franciavágás (20,6 km)
  • 14 Pápa–Csorna pvh. 357+67 szelvény (35,4 km)
  • 17 Zalaszentiván pvh. 1443+00–Nagykanizsa (54 km)
  • 20K Celldömölk-Rendező–Celldömölk (2,6 km)
  • 20Q Kerta elágazás–Jánosháza elágazás (1,9 km)
  • 20 Székesfehérvár pvh. 6+10 szelvény–Porpác pvh. 984+97 szelvény (151,7 km)
  • 22 Zalalövő pvh. 221+65 szelvény–Zalalövő (0,5 km)
  • 23 Zalaegerszeg–Rédics (48,8 km)
  • 24 Zalabér-Batyk–Zalaszentgrót (5,9 km)
  • 25 Boba–Őriszentpéter országhatár (100,4 km)
  • 25K Zalaszentiván elágazás–Andráshida elágazás (3,5 km)
  • 26L Uzsa–Uzsabánya (2,8 km)
  • 26 Balatonszentgyörgy pvh. 338+90 szelvény–Ukk (62,1 km)
  • 26K Tapolca–Zalahalap (5 km)
  • 27 Csajág pvh. 213+75 szelvény–Hajmáskér (21,4 km)
  • 29 Tapolca pvh. 1172+00 szelvény–Tapolca (0,6 km)
  • 30 Balatonszentgyörgy pvh. 1810+78 szelvény–Murakeresztúr (52,9 km)
  • 30H Murakeresztúr országhatár–Murakeresztúr (2,1 km)
  • 37K Balatonszentgyörgy elágazás–Sármellék (rakodóhely) (8,2 km)
  • 41 Gyékényes pvh. 998+18 szelvény–Gyékényes (0,9 km)
  • 41H Gyékényes–Gyékényes országhatár (1 km)
  • 60 Murakeresztúr–Gyékényes pvh. 167+45 szelvény (17,2 km)

gesamt: 752,3 km

[HU] GYSEV baut 740-m-Korridor in Transdanubien

Mit dem Projekt „Modernisierung einiger Abschnitte des Schienengüterverkehrskorridors Bernstein in Westtransdanubien – Erstellung von Machbarkeitsstudien und Plänen“ hat die Vorbereitung zur Entwicklung des Nord-Süd-Schienenverkehrs in Ungarn begonnen. Dadurch soll der Korridor Hegyeshalom – Csorna – Porpác – Szombathely – Zalaszentiván gemäß den TEN-V-Vorschriften ausgebaut werden.

Ein wichtiges Ziel ist es, die Strecke Hegyeshalom – Zalaszentivan für den Betrieb von 740 m langen Güterzügen herzurichten. Es soll die Achslast auf 22,5 t erhöht, die Höchstgeschwindigkeit auf 100 – 120 km/h erhöht und auf den betroffenen Abschnitten das Zugsicherungssystem ETCS L2 installiert werden.

Im Januar 2025 unterzeichneten die GYSEV Zrt. und die Kontúr Group Kft. den Vertrag über die Erstellung einer Machbarkeitsstudie mit einer Kosten-Nutzen-Analyse, insbesondere die

  • Erstellung einer Studie für die Entwicklung des Abschnitts Hegyeshalom – Szombathely
  • Erstellung der Genehmigungsplanung für die Modernisierung der Strecke Szombathely – Zalaszentiván und Einholung der erforderlichen Baugenehmigungen
  • Umweltverträglichkeitsprüfungen
  • Natura-2000-Folgenabschätzungen und Einholung von Umweltgenehmigungen.

Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 3,5 Mrd. HUF (8,7 Mio. EUR), von denen 85 % aus der Fazilität „Connecting Europe“ finanziert werden.

[HU] GYSEV erweitert Streckennetz

Bis zum 29.05.2025 soll die GYSEV, aus deren Besitz der ungarische Staat kürzlich die Strabag-Anteile aufgekauft hat und damit nun über eine Zweidrittelmehrheit verfügt, die Instandhaltung der Strecken in ganz Westtransdanubien übernehmen. Sie bekommt 800 Kilometer Eisenbahnstrecke von der MÁV, darunter sind u. a. diese Strecken:

  • Linie 11 Veszprém – Győr
  • Linie 14 Pápa – Csorna
  • Linie 17 Zalaszentiván – Nagykanizsa (– Gyékényes)
  • Linie 20 Székesfehérvár – Porpác (– Szombathely)
  • Linie 25 Bajánsenye – Zalaegerszeg – Ukk – Boba
  • Linie 26 Ukk – Keszthely

    Außerdem soll die Übergabe von 900 Mitarbeitern von der MÁV Zrt. erfolgen, die bisher für Gleismanagement, Investitionen, Wirtschaft und Personal zuständig sind. Während die Belastung der GYSEV damit wächst, erhält sie dafür jedoch nicht wirklich mehr Geld. Statt derzeit 9 % des für die Infrastrukturverwaltung zur Verfügung stehenden Staatsbudgets sind künftig 18 % vorgesehen. Das Netz der GYSEV umfasst derzeit 440 Kilometer, einschließlich des Streckenanteils in Österreich.

    Die offizielle Ankündigung der Änderungen wird am 16.12.2024 erwartet, wo Ungarns Verkehrsminister János Lázár bei der traditionellen Weihnachtsfeier der GYSEV-Mitarbeiter Ehrengast ist.

    [HU] Bau der Zalaszentiván-Kurve ausgeschrieben

    Die Győr-Sopron-Ebenfurti Vasút Zártkörűen Működő Részvénytársaság (GYSEV Zrt.) hat mit Veröffentlichungsdatum 16.09.2024 den Bau einer für den Güterverkehr wichtigen Verbindungskurve bei Zalaszentiván europaweit ausgeschrieben (https://ted.europa.eu/en/notice/-/detail/555049-2024). Sie ist Teil des Nord-Süd-Schienengüterverkehrskorridors 11 „Amber“.

    Grafik: RFC Amber

    Güterzüge müssen auf der Strecke Szombathely [HU] – Hodoš [SI] bislang im Bahnhof Zalaszentiván die Fahrtrichtung ändern, was zusätzliche Fahrzeit und separates Rangierpersonal erfordert. Außerdem können auch Personenzüge, die zwischen Szombathely und Zalaegerszeg verkehren, die Kreisstadt Zala nur durch Richtungswechsel erreichen.

    https://openrailwaymap.org/?style=standard&lat=46.88814922592067&lon=16.898410320281982&zoom=15

    Bereits vor zehn Jahren begann die GYSEV mit den Vorbereitungsarbeiten für das Projekt. Die Ausschreibung mit einer geschätzten Baudauer von 840 Tagen (d. h. zwei Jahre und vier Monate) umfasst folgende Maßnahmen:

    • Bau von ca. 1.500 m neuer, eingleisiger Eisenbahnstrecke
    • Sanierung der bestehenden Bahnstrecke auf ca. 570 m Länge auf den Linien 17 und 25
    • Anlage von sechs Weichen
    • Umbau/Bau einer Oberleitung (25 kV 50 Hz; AC) auf ca. zweieinhalb Kilometern
    • Umbau eines elektronischen Stellwerks am Bahnhof Zalaszentiván
    • Bau eines neuen Personenbahnsteigs (künftiger Hp Szentivánvölgy) mit einer Nutzlänge von 160 m und einer Höhe von 55 cm
    • Bau- und Umbauarbeiten an drei Bahnübergängen
    • Verlegung einer Straße auf einer Länge von ca. 405 m
    • Bau eines P+R-Parkplatzes für sechs Autos

    Die Frist für den Eingang der Angebote ist der 31.10.2024 – 10:00:00 (UTC+2). Das Auftragsvergabeprojekt wird ganz oder teilweise aus dem EU-Förderprogramm Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) (2021/2027) finanziert und eignet sich auch für kleine und mittlere Unternehmen.