hrs wieder 100 % Gülaz

Nach zehn Jahren als geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Rail Service GmbH & Co. KG (hrs) veräußert Sven-Alexander Ptach (51) seine 50 %-Beteiligung am Unternehmen per 01.01.2024 an den Gründer Adem Gülaz. Ptach bleibt dem rund 230 Mitarbeiter starken Unternehmen aber als Geschäftsführer neben dem neuen / alten Alleingesellchafter Adem Gülaz (41) und Niko Mahmoud (42) erhalten.

Die heutige Kommanditgesellschaft fußt auf der zunächst von Adem Gülaz als Personengesellschaft betriebenen Hamburger Rail Service (hrs), die Mitte Dezember 2011 in die Hamburger Rail Service GmbH & Co. KG umgewandelt worden war. Gülaz war vor seiner Selbständigkeit Niederlassungsleiter Hamburg der CC-Logistik GmbH & Co. KG gewesen, zu deren Gründern wiederum Ptach gehörte. Ptach ist seit 01.03.2013 an der hrs beteiligt.

Northrail: Smartron und Vectron DM für hrs

Northrail meldet die erfolgreiche Vermietung von drei Siemens-Loks an die Hamburger Rail Service (hrs). Der erste von zwei Smartron wurde mit 192 012 bereits am 15.11.2022 an den langjährigen Northrail-Diesellok-Kunden ausgeliefert. Die Auslieferung des zweiten Smartrons sowie einer Zweikraftlok vom Typ Siemens Vectron Dual Mode ist für das zweite Quartal 2023 geplant.

Bei hrs ersetzen die Neuzugänge die beiden 2019 von SBB Cargo übernommenen Bombardier TRAXX AC2, die 2022 nach Schweden veräußert wurden. Aktuell mietet hrs TRAXX der SRI Rail Invest.

hrs ersetzt TRAXX durch Neubauten

Der Hamburger Rail Service (hrs) hat seine beiden im Januar 2019 von SBB Cargo übernommenen Bombardier TRAXX AC2 (482 048, 049) nach Schweden veräußert. Käufer der 2006 gebauten Maschinen ist Nordic Re-Finance, die bereits einige Schwesterloks von der SBB Cargo erworben haben. Bei der hrs werden die Maschinen mittelfristig durch moderne Neubauloks ersetzt.

Überführung der beiden Loks von Hamburg nach Rostock-Seehafen. Foto: Thomas Welzel / hrs

HRS schließt Standort Bremerhaven

Der Hamburger Railservice (hrs) stellt am Rangierstandort Bremerhaven überraschend per 30.04.2022 den Geschäftsbetrieb ein. Dort war das Unternehmen seit 01.06.2020 neben DB Cargo und der evb Logistik als weiterer Anbieter angetreten.

Bedingt durch die Auswirkung der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine, liegt das Auftragsvolumen nach hrs-Auskunft deutlich unter den geplanten Mengen. Die massiv gestiegenen Energiekosten verschärfen die wirtschaftliche Situation zusätzlich.

Die Anzahl der Kunden am Standort Bremerhaven konnte mit dem Jahreswechsel 2021/22 zwar deutlich gesteigert werden und ließ die Annahme zu, fehlendes Volumen durch eine erhöhte Anzahl Kunden zumindest in Teilen kompensieren zu können. Diese Annahme ist nach hrs-Auskunft bisher leider nicht eingetreten und auch das Volumen liegt weiter deutlich unter den Planungen.

hrs mietet SBB Cargo Am 843

Der Hamburger Rail Service (hrs) mietet auch in diesem Jahr wieder eine Am 843 der SBB Cargo für die Bauzugsaison von März bis Oktober. Die 1.500 kW starke Lok verfügt über einen Mikropartikelfilter und basiert auf der Vossloh G 1700-2 BB.

Am 843 095 südlich von Bad Segeberg. Foto: Karl Arne Richter

2020: HRS baut Jahresergebnis aus

Die Hamburger Rail Service GmbH & Co. KG (HRS) hat das Geschäftsjahr 2020 mit einer Steigerung des Überschusses um 18 % abgeschlossen. Dies zeigt der am 02.03.2022 im Bundesanzeiger publizierte Jahresabschluss des Unternehmens.

Das Rohergebnis belief sich im Geschäftsjahr bei 103 Mitarbeitern auf 9.838 EUR (Vorjahr: 9.645 TEUR). Das Jahresergebnis konnte von 1.202 TEUR (2019) um 18 % auf 1.418 TEUR (2020) gesteigert werden. Das EBIT betrug 1.726 TEUR (Vorjahr: 1.425 TEUR).

Der Rangierbetrieb am Standort Hamburg konnte bei kontinuierlich steigendem Umsatz zur Zufriedenheit des Kunden weiterentwickelt werden. Mit einem weiteren Hamburger Tanklager konnte ein weiterer Großkunde im Rangierbetrieb hinzugewonnen werden. Personelle Kapazitätsüberhänge im Rangierdienst konnten durch Adhoc-Leistungen für andere Eisenbahnverkehrsunternehmen und andere Kunden sinnvoll genutzt werden.

In Bremerhaven konnte durch die Erbringung von einzelnen Leistungen im Güternah- und -rangierverkehr den Kunden die Leistungsfähigkeit der HRS gezeigt werden, hier ist perspektivisch der Aufbau eines neuen Rangierstandortes geplant.

Der Bereich Schienengüterfernverkehr wurde im Jahr 2019 neu in das Portfolio aufgenommen. Hierzu wurden von einer Schwestergesellschaft der HRS mittlerweile insgesamt fünf Lokomotiven erworben. Für Speditionskunden wurden erste bundesweite Transporte erbracht.

Der Bereich Personalüberlassung verlor zwar insgesamt an Bedeutung, entwickelt sich jedoch auf dem jetzigen Niveau weiter und kann insbesondere Personalüberhänge aus den Transportbereichen auffangen.

Durch die Pandemie bedingt gab es zwar weniger Traktionsleistungen in 2020, diese konnten durch das gut laufende Gleisbaugeschäft (AZ-Leistungen) und Rangierleistungen aber wieder abgefangen werden.

HRS wächst am Standort Bremerhaven

Der Hamburger Railservice (hrs) wächst am Standort Bremerhaven und hat zum Fahrplanwechsel 2021 / 2022 weitere Neukunden in den Bereichen Automotive und Intermodal akquiriert. Für das gestiegene Volumen wurde eine dritte Rangierlok im Hafen stationiert. Aktuell sind am Standort rund 30 Mitarbeiter tätig.

hrs war in Bremerhaven am 01.06.2020 als Rangierdienstleister gestartet. Damals reichte zum Rangieren der Automobilzüge eine Lok aus. Aufgrund des gestiegenen Aufkommens erfolgte zum Fahrplanwechsel 2020 / 2021 eine zweite Lok am Standort. Aktuell sind dort eine Vossloh DE 18 sowie zwei Vossloh G 1000 BB im Einsatz.

hrs fährt Züge auch im Nahbereich. Im Bild ein Zug nach Ahlhorn mit DE 18. Foto: hrs

Bedient werden ausnahmslos alle Gleisanschlüsse in Bremerhaven-Seehafen, je nach Kundenanforderung werden mit Dieseltraktion auch Ziele im Nahbereich inklusive der letzten Meile angefahren. Dabei handelt es sich beispielsweise um Cuxhaven, Ahlhorn und Rehden-Wetschen.

Die Disposition befindet sich direkt im Hafenbereich und ist 24/7 für die Kunden erreichbar. Bei Bedarf wird ein Komplettpaket angeboten, das neben den reinen Bedienungen der Gleisanschlüsse hinausgeht und zum Beispiel auch Eingaben in die vorhandenen Hafen-IT-Systeme beinhaltet.