[DE] Helrom: Insolvenzverfahren abgeschlossen, Investoren bleiben ungenannt

Helrom hat eigenen Angaben zufolge sein 2025 eingeleitetes Insolvenzverfahren abgeschlossen. Der Insolvenzplan ist am 20.01.2026 vom Amtsgericht Frankfurt am Main rechtskräftig bestätigt worden.

Basis für das weitere Wirken des Unternehmens ist nach eigener Auskunft eine „finanzielle und strukturelle Neuaufstellung“. Zu den Details wurde bisher bekannt:

  • Wichtiger Bestandteil der neuen Struktur ist laut dem Anbieter die „Mitwirkung“ des Waggonherstellers The Greenbrier Companies sowie von Deutsche Anlagen Leasing (DAL) und Société Générale (SG). Dabei handelt es sich um Gläubiger, ihre Forderungen wurden im Rahmen des Insolvenzplans geregelt.
  • Der Mehrheitseigner HRG Investors, eine Gruppe Investoren im Bahn- und Industriesektor, hat den Kreis der involvierten Investoren erweitert ohne Namen zu nennen. Außerdem hat er das Unternehmen mit zusätzlichem Kapital ausgestattet.
  • Im Zuge der Sanierung wurde Helrom neu in nicht bekannter Höhe kapitalisiert und gesellschaftsrechtlich geordnet. Unter anderem als Teil davon wurde aus nicht genannten Gründen die Helrom Holding Limited mit Sitz in London als Tochter der HRG etabliert und am 24.11.2025 in das Handelsregister eingetragen. Die Helrom Holding wird vertreten durch Roman Noack (Mitbegründer und CEO Helrom), Keith L. Heller (Mitbegründer Helrom) sowie die beiden bereits länger zusammenarbeitenden Investoren Thomas William Rissman (US-Bürger) und Albert Adolf Enste (deutscher Staatsbürger, in der Schweiz lebend).
  • Die 2022 eingestiegene und zuletzt mit 42,18 % an der Helrom GmbH beteiligte Swiss Life Asset Managers ist als Gesellschafter ausgeschieden.

[DE] Helrom mit neuem Investor

Der insolvente Zugoperateur Helrom hat einen neuen Investor. Wie ein Sprecher bestätigte wurde der Kauftrag bereits unterschrieben. Bei der Gläuberersammlung am 20.01.2026 in Frankfurt am Main soll die finale Zustimmung eingeholt werden. Weitere Details wollte man vorab nicht nennen.

[PL] Cargoway wird Insolvenz anmelden

Die beiden polnischen Unternehmen Cargoway Sp. z o.o. und Cargoway Tabor Sp. z o.o. werden Insolvenz anmelden. In einer offiziellen Erklärung hieß es: „Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir aufgrund des Zusammenbruchs des Transportmarktes und extrem schwieriger makroökonomischer Bedingungen gezwungen waren, die Insolvenz beider Unternehmen anzumelden“. Versuche zur Umstrukturierung und Rettung der Unternehmen waren zuvor gescheitert.

Cargoway hatte im Frühjahr 2023 die Zugtraktion aufgenommen. Dabei handelte es sich neben Spotverkehren unter anderem um Getreidetransporte Grenze UA/PL – Seehäfen sowie um Zementtransporte für die Cement Ożarów. Eingesetzt wurden Rangierdiesel sowie mehrere Elektroloks Typ 201Eo von Cargounit für die Streckentraktion.

Cargounit 201Eo-010 (vermietet an Cargoway) ist auf der Kohlenmagistrale bei Dobrogościce mit einem Zementzug in Richtung Bydgoszcz unterwegs.

[PL] OWLP meldet Insolvenz an

Ost-West Logistic Poland (OWLP) hat am 31.12.2025 Insolvenz anmelden müssen (Aktenzeichen KA1K/GU/49/2026). Für 2024 hatte die polnische Güterbahn einen Verlust in Höhe von 11,378 Mio. PLN (2,7 Mio. EUR) ausgewiesen. 2025 hatte man noch Personal für eine Expansion nach Deutschland gesucht, im Frühjahr 2025 war der CEO ausgetauscht worden.

Die österreichische Ost-West Logistik Netzwerk (OWLN) als Muttergesellschaft enstand aus der Transportabteilung des ukrainischen Ministeriums für Eisen- und Stahlindustrie. Sie organisiert selbst oder über Tochtergesellschaften vorrangig Massenguttransporte zwischen der Ukraine, den GUS-Staaten und der EU.

OWLP hatte seit 2023 Transporte in Polen sowie auf der Ost-West-Achse vor allem mit gemieteten Dieselloks von Cargounit sowie E-Loks der Vermieter Cargounit, Akiem und Railpool in Eigentraktion erbracht. Zur Flotte gehörten auch 120 Tagnpps der GBX Leasing Europe sowie zahlreiche Waggons aus dem Pool der OWLN.

Öchtel | 23 december 2024

[DE] concert-logistics unirail insolvent

Die concert-logistics unirail GmbH hat Insolvenz angemeldet. Das vorläufige Verfahren wurde am 29.12.2025 eröffnet (80 IN 71/25), zum vorläufigen Verwalter wurde Rechtsanwalt Frank Stanitzke mit Kanzleisitz in Osnabrück bestellt.

Ursprünglich hatte das Unternehmen nationale und internationale Transporte sowie die Vermietung von Veranstaltungsbühnen und -technik angeboten. Später erfolgte unter Leitung von Carsten Pohlmann die Ergänzung um die Vermietung und Verkauf von Schienenfahrzeugen. Pohlmann hatte das Unternehmen im Sommer verlassen und widmet sich nun dem familieneigenen Betrieb HCAP.

[DE] Chemiefirma DOMO insolvent

Der Firmenverbund DOMO hat für drei Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Damit gerät eines der größten Chemieunternehmen Sachsen-Anhalts ist in finanzielle Schieflage. Von den 585 betroffenen Mitarbeitern sind 500 in Leuna tätig. Nach Auskunft des vorläufigen Insolvenzverwalters wird der Betrieb zunächst weitergeführt und eine Investorenlösung oder eine Einigung mit Gläubigern geprüft.

Nach Angaben des Unternehmens leiden die Unternehmen der DOMO-Gruppe unter der seit Jahren schwachen Nachfrage in der europäischen Chemieindustrie. Hinzu kommen hohe Energiepreise und stark gestiegene Importe von Polyamid-Harz aus Nicht-EU-staaten, v.a. aus China. Das Management hat bereits 2024 reagiert und eine Restrukturierung eingeleitet. Nachdem zuletzt Gespräche über die weitere Finanzierung kurzfristig gescheitert waren, mussten die drei deutschen Unternehmen Insolvenzantrag stellen. 

Die Insolvenzanträge betreffen die DOMO Chemicals GmbH (Leuna, 35 Beschäftigte), die DOMO Caproleuna GmbH (Leuna, 480 Beschäftigte) und die DOMO Engineering Plastics GmbH (70 Beschäftigte, Premnitz). 

192 004-0 Infraleuna Ovelgünne 18.07.2023

[DE] Vynova Wilhelmshaven: Insolvenzantrag

Dem PVC-Werk von Vynova in Wilhelmshaven mit 360 Mitarbeitern droht das Aus: Das Amtsgericht Wilhelmshaven ordnete am 12.12.2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Vynova Wilhelmshaven GmbH an und bestellte Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Grund für die Insolvenz seien die hohen Energiekosten, eine geringe Binnennachfrage sowie die Konkurrenz durch billige Importe, teilte das Unternehmen aus Niedersachsen mit.

Vynova Wilhelmshaven betreibt eines der größten europäischen Werke für die Produktion von Suspensions-PVC (S-PVC). Darüber hinaus produziert man Vinylchlorid-Monomer (VCM), ein wesentlicher Baustein zur Herstellung von PVC.

Der Standort Wilhelmshaven, der am westlichen Rand der Nordseebucht „Jadebusen“ liegt, hat direkten Zugang zum einzigen Tiefwasserhafen Deutschlands. Der Standort verfügt über eine gut Infrastruktur für den Import und Export von Ethylendichlorid (EDC), Ethylen und VCM. Wilhelmshaven erhält zum Beispiel EDC-Lieferungen von den Vynova-Standorten in Runcorn (UK) und Tessenderlo (Belgien).

Das Werk in Voslapp wurde im Juni 1981 eröffnet. Erbaut durch ICI erfolgte 1995 die Übernahme durch EVC Deutschland. 2001 ging das Werk an Ineos, 2015 erwarb die International Chemical Investors Group (ICIG) die Anlage und fasste die Vinyl-Aktivitäten der ICIG zur Firmengruppe Vynova zusammen.

Erst im Juli dieses Jahres hatte die Vynova Gruppe angekündigt, zum Ende November ihre PVC-Erzeugung im niederländischen Beek mit einer Produktionskapazität von 225.000 jato einzustellen.

Foto: Vynova

[PL] PKP CARGO: Wechsel des Insolvenzverwalters

Izabela Skonieczna-Powałka als seit 25.07.2024 amtierende Sanierungsverwalterin der PKP CARGO hat am 18.11.2025 die Niederlegung ihres Antes angekündigt. Dies geschah nachdem sie Kenntnis von der Entscheidung von Gläubigerrat, Schuldnern und Hauptaktionär auf einen von allen Seiten akzeptierten Kandidaten für das Amt des Insolvenzverwalters erhalten hatte. Sie bleibt bis zur Ernennung des Nachfolgers im Amt.

In der Begründung ihres Rücktritts erklärte sie, dass sich die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der Person des Verwalters nachteilig auf den Verlauf des Sanierungsverfahrens und die Ergebnisse der Restrukturierung auswirken könnte.

[DE] Insolvenzverfahren WEE eröffnet

Über das Vermögen der WEE Rail GmbH wurde wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung am 01.09.2025, um 10:09 Uhr das Insolvenzverfahren (500 IN 179/25) eröffnet. Dies erfolgt aufgrund des am 10.06.2025 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Zum Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Thomas Ellrich aus Düsseldorf ernannt.

Der Termin zur Prüfung der angemeldeten Forderungen (Prüfungstermin) ist am 21.11.2025.