[BA] Republik Srpska: Mehrere Streiks

In der Republik Srpska legen Streiks seit Anfang Oktober 2025 große Teile des Wirtschaftslebens still: Zunächst hatten Arbeiter in der Kokerei von GIKIL (Global Ispat Koksna Industrija Lukavac) nahe Tuzla am 02.10.2025 mit einem unbefristeten Streik begonnen, nachdem die Unternehmensführung auf einen Warnstreik nicht reagiert hatte. Es geht um ausstehende Gehälter, die Anrechnung der Betriebszugehörigkeit und den Erhalt von 800 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen ist nach Medienberichten tief verschuldet. Gestreikt wird auch in der Zenica Braunkohlemine wegen ausstehender Löhne und drohender Insolvenz.

Auch bei der Eisenbahngesellschaft Željeznice Republike Srpske (ŽRS) wurde ab 01.10.2025 gestreikt, weil die Augustlöhne noch nicht ausgezahlt wurden. Über die Jahre hat das Unternehmen 160 Mio. EUR Schulden angehäuft. Eine Restrukturierung sollte eigentlich bis Ende 2024 abgeschlossen werden.

Der Streiks in Lukavac und Zenica haben auf die ŽRS und ihre Schwester Željeznice Federacije Bosne i Hercegovine (ŽFBH) starke Auswirkungen: Beide Bahnen transportieren gemeinsam Steinkohle vom Adriahafen Ploce zum Verkoken nach Lukavac und anschließend das Koks zum Stahlwerk in Zenica. Dieses wird auch von der Braunkohlenmine bei Zenica beliefert.

661-267, Rudnik Šikulje - Lukavac

[RO] Drei Bewerber für Kohlezüge nach Turceni

Auf die Ausschreibung des Energieversorgers Complexul Energetic Oltenia (CEO) für Kohlezüge zum Kraftwerk Turceni haben sich drei Unternehmen beworben: Die beiden staatlichen Unternehmen CFR Marfă und Carpatica Feroviar România sowie die Privatbahn Grup Feroviar Român (GFR).

Befördert werden sollen bis zu sieben Ganzzüge pro Tag innerhalb von 24 Stunden nach der Anfrage durch den Kraftwerksbetreiber. Die Bewertung der Angebote erfolgt zu 90 % nach dem Preis.

Die Konstellation der drei Bietenden ist kurios: Carpatica Feroviar România befindet sich erst im Aufbau und verfügt aktuell noch nicht über ausreichend Personal für die Ausführung des ausgeschiebenen Vertrages. Vom Schwesterunternehmen CFR Marfă wurden über 6.000 Waggons und Loks übernommen. Bei CFR Marfă ist hingegen unklar, ob das Unternehmen ohne erneute Insolvenz bzw. Liquidtion die Vertragslaufzeit von 15 Monaten durchsteht. GFR hat Erfahrungen in dem Sektor aber nach Brancheninformationen die 490 im Vertrag geforderten Kohlewaggons nicht verfügbar. Eien Lösung bestünde in der Nutzung von Waggons der Rolling Stock Company (RSCO), ausgerechnet einem Joint Venture von GFR und CFR Marfă.

[PL] Enea Wytwarzanie schreibt Kohletransporte aus

Enea Wytwarzanie hat im Amtsblatt der Europäischen Union Rahmenverträge für den Transport von bis zu 1 Mio. t Kraftwerkskohle per Bahn über einen Zeitraum von 18 Monaten ausgeschrieben (690324-2025). Die Rahmenvereinbarung mit erneutem Aufruf zum Wettbewerb ist auf eine Höchstzahl von fünf Teilnehmern beschränkt.

[RO] Ausschreibung: Kohlezüge nach Turceni

Der rumänische Energieversorger Complexului Energetic Oltenia (CEO) hat im Amtsblatt der Europäischen Union Kohletransporte zum Kraftwerk Turceni für eine Laufzeit von drei Monaten ausgeschrieben (581770-2025). Der zukünftige Auftragnehmer muss für die Verkehre 490 Fals, zehn Elektro- sowie drei Dieselloks bereitstellen.

Frist für den Eingang der Angebote ist der 26.09.2025. Der geschätzte Nettoauftragswert beträgt 5 Mio. RON (1 Mio. EUR). Im Januar 2025 hatte sich die CFR Marfă bereits einen Großauftrag der Energieversorgers gesichert.

[PL] PKP CARGO fährt Kohle für Enea

PKP CARGO konnte eine weitere Ausschreibung des Enea-Konzerns für sich entscheiden. So wird die Güterbahn Kraftwerkskohle von Lublin zum Enea-Kraftwerk in Połaniec bringen. Vergeben wurde zwei Lose zu je 800.000 t mit einer Laufzeit 01.04.2025 bis 31.03.2027 (159616-2025). Der Wert aller in dieser Bekanntmachung vergebenen Verträge beträgt 48.552.640,00 PLN (11,6 Mio. EUR). Das Datum des Vertragsabschlusses war der 10.03.2025.

[DE] Kohle nach Anglberg wieder mit HHPI

Das Kraftwerk Zolling in Anglberg wird seit Februar 2025 wieder ausschließlich von der Heavy Haul Power International (HHPI) versorgt. Die Güterbahn war dort bereits einige Zeit ab Januar 2014 tätig. Zuletzt hatte die ecco-rail seit Oktober 2022 die Züge aus Wilhelmshaven gen Süden befördert.

Der Übergang ecco-rail auf HHPI war fließend. Der erste Zug der HHPI fuhr am 13.11.2024. Bis Ende Januar 2025 war der Verkehr etwa hälftig auf beide EVU aufgeteilt.

159 204-7 Eurodual / Heavy Haul Power International I Vierkirchen (15789)