[LT] Swedbank finanziert Stadler-Loks

Die Swedbank und die Gruppe Lietuvos geležinkeliai (LTG) haben am 06.01.2025 einen Investitionskreditvertrag im Wert von 109 Mio. EUR unterzeichnet, der für den Kauf von 17 neuen Elektrolokomotiven und den dafür erforderlichen Ersatzteilen bestimmt ist. Die Maschinen wurden Ende 2024 bestellt und werden von der Schweizer Firma Stadler Rail in Spanien hergestellt. Die ersten Lokomotiven sollen Anfang 2027 in Litauen eintreffen.

[LT] Studie zur Entwicklung des Eisenbahnnetzes

LTG Infra startet eine Studie über die Zukunft des litauischen Eisenbahnnetzes, deren Ziel es ist, eine klare und zielgerichtete Vision für die Entwicklung der Infrastruktur zu entwickeln. Die Studie wird eine Bewertung der Integration in die europäische Norm für die Spurweite 1.435 mm, die Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz und die Ermittlung des optimalen Bedarfs an einer Breitspur von 1.520 mm umfassen. Die Arbeiten werden von Ernst & Young Baltic ausgeführt.

Die Ergebnisse der Studie sollen helfen, sich effektiv in das europäische Verkehrsnetz zu integrieren, und klare und vernünftige Leitlinien liefern, wie das Potenzial der Schiene optimal genutzt und an die Anforderungen der modernen Güter- und Personenlogistik angepasst werden kann.

Im Rahmen der Studie über die „Architektur des litauischen Eisenbahnnetzes“ wird eine Strategie für die Entwicklung der öffentlichen Eisenbahninfrastruktur mit klar definierten Umsetzungsphasen erstellt. Außerdem wird eine sozioökonomische Kosten-Nutzen-Bewertung durchgeführt. Die durchgeführte Studie soll es insbesondere ermöglichen, die für die Umstellung der Spurweite 1.520 mm auf das 1.435-mm-Netz bereitgestellten Mittel der Europäischen Union zielgerichtet zu planen.

Dabei werden auch die Möglichkeiten des Baus neuer Eisenbahnstrecken bewertet, darunter Kaunas – Klaipėda, Kaunas – Alytus – Druskininkai, Klaipėda – Palanga und andere Strecken.

[LT] Stadler: EuroDual für Litauen

Stadler und LTG Cargo, die zur litauischen Staatsbahn Lietuvos geležinkeliai (LTG) gehörende Güterbahn, haben einen Vertrag über die Lieferung von 17 Stadler EuroDual unterzeichnet. Der Vertrag beinhaltet eine Option für 17 weitere Sechsachser, Ersatzteile und eine dreijährige Wartungsperiode. Es handelt sich um den ersten Lokomotivvertrag von Stadler für den litauischen Markt.

Die mit automatischen Kupplungen ausgerüsteten Loks für den litauischen Schienengüterverkehr werden breitspurig ausgeführt (1.520 mm), verfügen über eine maximale Zugkraft von 500 kN, eine Zugleistung von bis zu 6,15 MW auf der Schiene und können eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreichen.

Die neuen Maschinen sollen Güter zwischen Vilnius und Klaipėda befördern – ein Korridor, auf dem jährlich die Hälfte des gesamten Schienengüterverkehrs in Litauen stattfindet.

[CZ/LT] ČD/LTG: Pkws Tschechien – Litauen

LTG Cargo vermeldet den ersten Projektzug mit 220 Pkws der Marke Škoda auf 22 normalspurigen Waggons von Mladá Boleslav in Tschechien zu einem Terminal in Kaunas-Palemonas. Die Traktion übernahmen ČD Cargo in Tschechien sowie LTG Cargo in Polen und Litauen am 11. bzw. 12.10.2024 im Auftrag der DB Cargo Logistics (ex ATG). Bisher werden Škoda-Pkw für den baltischen Markt auf der gesamten Strecke auf der Straße transportiert.

[LT] Getreiderekord für LTG Cargo

LTG Cargo vermeldet einen Transportrekord: Im Juli 2024 wurden 270.000 t Getreide befördert und somit 80 % mehr als im Vormonat. Die Güterbahn erklärt das Hoch mit einer um zwei Wochen gegenüber den Vorjahren vorgezogenen Ernte. Von Januar bis Juli betrug die Getreidemenge 1,2 Mio. t.

Die Güterbahn richtet sich unterdessen für steigende Getreidemengen, die aktuell 13 % der Gesamttransportmenge ausmachen. Beschafft werden 500 neue Waggons, von denen die ersten 300 noch in diesem Jahr geliefert werden sollen. Aktuell verfügt LTG Cargo über 1.200 Getreidewagen.

[LT] LTG erweitert die NATO-Frachtkapazitäten

Die litauische Staatsbahn Lietuvos geležinkeliai (LTG) rüstet sich für den Transport von Frachten des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses NATO. So wurde nach dem Kaunas Intermodal Terminal auch das Vilnius Intermodal Terminal (VIT) für die Be- und Entladung von militärischer Fracht anpasst. Details nannte die LTG jedoch nicht. Das VIT befindet sich in der Nähe des Truppenübungsplatzes Pabradė und ermöglicht so eine Verkürzung der auf der Straße zurückgelegten Wege.

In Palemonas bei Kaunas werden derzeit eine neue militärische und zivile Verladerampe sowie Gleise der Spurweite 1.435 geplant. Kaunas ist derzeit der am weitesten nördlich gelegene Punkt Litauens, der an das europäische Eisenbahnnetz angeschlossen ist. Über den Nord-Ostsee-Korridor werden auch militärische Güter der NATO befördert, die für die gemeinsame Sicherheit und die Ausbildung der NATO-Streitkräfte unerlässlich sind. Der Bau einer militärischen und zivilen Verladestelle in Palemonas und die Erweiterung der Kapazität des Gleisanschlusses in Palemonas durch zusätzliche Gleise und die Verlängerung der bestehenden 1.435-mm-Gleise wird es ermöglichen, die Verladestelle sowohl auf Normal- als auch auf Breitspurgleisen zu erreichen.

Im vergangenen Jahr hat die LTG mehr als 100 Züge mit militärischem Gerät der NATO-Verbündeten transportiert.

In Mockava hat M62-1482 mit einem niederländischen Militärzug Ausfahrt nach Sestokai.

LTG Cargo schreibt 500 Getreidewagen aus 

Das litauische Güterverkehrsunternehmen LTG Cargo hat am 17.11.2023 im EU-Amtsblatt die Beschaffung von 500 Getreidewaggons ausgeschrieben. Der Auftrag wird in drei Lose (200/200/100 Wagen) aufgeteilt (TED: 700833-2023). Teilnahmeanträge müssen bis 21.12.2023 vorliegen.

Die Beschaffung soll schrittweise erfolgen. Zunächst sollen 300 Waggons bestellt werden. Aktuell beläuft sich der Park der LTG Cargo für den Transport von Getreide auf rund 1.200 Einheiten.

Intermodaler Testzug Kaunas – Kiïv

Ukrzaliznycja und LTG Cargo haben erfolgreich eine neue intermodale Route Klaipėda – Kaunas – Kiïv getestet. Diese erfolgte zwei Monate nach dem offiziellen Treffen zwischen LTG Cargo und Ukrzaliznycja statt, das im September 2023 abgehalten wurde. Die Testfahrt des intermodalen Zuges dauerte neun Tage, zukünftig ist eine Reduzierung auf fünf Tage geplant.

Anfang dieses Jahres hatten Ukrzaliznycja, die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) und der Schienenlogistiker VTG im Rahmen eines Memorandums zwischen Ukrzaliznycja und RCG erfolgreich einen intermodalen Testzugdienst für den Transport von Sattelanhängern auf der Strecke Kiïv – Budapest durchgeführt.

Foto: UZ