Die spanische Güterbahn Renfe Mercancías sucht seit April 2022 einen Mitgesellschafter. Laut elEconomista.es haben es die Reedereien MSC (über die ebenfalls in Portugal tätige Tochter Medway), CMA CGM und Maersk in die finale Runde geschafft. Beworben hatten sich rund 30 Unternehmen, darunter auch die Deutsche Bahn (DB).
Maersk startet Rijeka – Paskov
Maersk baut das Netzwerk an Intermodalzügen ab dem Adriatic Gate Container Terminal in Rijeka aus. Nach einer Verbindung zwischen Rijeka und Budapest erfolgte jüngst der Start eines Shuttles zwischen Rijeka und Paskov nahe Ostrava in Tschechien.
Neue Kurzstreckenverkehre in Spanien
Maersk und Ikea wollen nach dem Erfolg der zwischen Barcelona Hafen und Tarragona eingerichteten Kurzstreckenverbindung im Schienengüterverkehr nun auch eine zwischen dem Hafen Valencia und Madrid einrichten. Auch auf anderen Strecken auf der iberischen Halbinsel will man expandieren.
Vor dem Start der 100 km langen Eisenbahnverbindung Barcelona – Tarragona im Juni 2021 transportierte Ikea seine Produkte komplett per Lkw, jetzt wird die Fracht für die verbleibende Strecke von 30 km nach Valls zum Kundenlager und Vertriebszentrum von Ikea auf Lkw umgeladen. Aufgrund der positiven Resonanz wurde die Frequenz inzwischen auf zweimal täglich erhöht. Das kombinierte Transportmodell soll jetzt auch auf die neue Strecke zwischen dem Hafen von Valencia und Madrid übertragen werden.
Der wichtigste Aspekt dieser Partnerschaft zwischen Maersk und Ikea war das Kurzstreckenprofil des Verkehrs. Bisher ziehen Unternehmen die Schiene nur auf Langstrecken dem Straßenverkehr vor, doch kürzere Transitzeiten, preisliche Wettbewerbsfähigkeit, maßgeschneiderte Lösungen und nicht zuletzt die bessere Umweltbilanz gelten nach Einschätzung der beiden Partner auch für Kurzstrecken. Maersk prognostiziert, dass sich dieses Modell des Güterverkehrs auf so einer kurzen Strecke, die traditionell mit dem Lkw zurückgelegt wird, auf andere Teile Spaniens und sogar auf andere Länder ausweiten wird. Die gleiche Lösung wurde bereits erfolgreich in Italien zwischen dem APM-Terminal im Hafen von Vado Ligure und dem IKEA-Distributionszentrum in Piacenza angewandt.
ČD Cargo: Rijeka – Belgrad für Maersk
Das kroatische Unternehmen ČD Cargo Adria vermeldet einen Neuverkehr: „Seit kurzem“ werden 4 x pro Woche Container zwischen dem Hafen in Rijeka und Belgrad in Serbien für die Reederei Maersk transportiert. ČD Cargo stellt auch die Waggons, die Traktion wurde mangels eigener Lizenzen an Dritte vergeben.

Maersk startet Burgas – Plovdiv
Maersk hat am 22.07.2021 einen Intermodalshuttle zwischen der bulgarischen Hafenstadt Burgas und dem Terminal in Todor Kableshkov nahe Plovdiv gestartet. Der Zug verkehrt wöchentlich, kann aber mit einem Vorlauf von drei Tagen um weitere Umläufe erweitert werden. Der Möbelhändler Jysk Bulgaria und Mondi Paper sind die ersten Unternehmen, die den neuen Service in Bulgarien nutzen. Die Traktion der Züge übernimmt PIMK Rail.

Maersk: Intermodal Spanien – China
Maersk hat für „ein bedeutendes Chemieunternehmen“ einen intermodalen Service Spanien – China mit 37 40′ Containern organisiert. Die Fracht wurde im Mai 2021 per LKW von Cartagena, Spanien, nach Madrid geschickt. Via Duisburg wurden die Container via Małaszewicze gen Hefei abgefahren. Endziel ist Nansha, die Hauptstadt der Provinz Guangdong, wo der Ganzzug Ende Juni eintreffen soll. Für diesen ersten Ganzzug seiner Art von Südwesteuropa nach Asien hat Maersk eine Partnerschaft mit RTSB geschlossen.
Geplant ist ein außerdem ein Zug nach Shanghai mit 41 40′ Containern.

Mercitalia für Maersk nach Piacenza
Mercitalia Rail (MIR) und Logtainer fahren seit 07.04.2021 wöchentlich zwei Zugpaare zwischen dem Mittelmeerhafen von Vado Ligure und Piacenza. Der Auftraggeber ist die Reederei Maersk.
Direktzug China – Rotterdam gestartet
China und der Hafen Rotterdam sind erstmals seit 2015 wieder mit einem Direktzug verbunden. Ein Testzug erreichte das Rail Service Center (RSC) der niederländischen Hafenstadt am Abend des 25.09.2020, eine wöchentliche Anbindung ist geplant. War die im Auftrag der Reederei Maersk rollende Leistung in Richtung Niederlande mit Konsumgütern beladen, transportierte die Rückleistung Babymilchpulver aus Irland, das über den Shortsea-Verkehr zum Rotterdamer Hafen transportiert wurde.
Das Operating des Zuges realisieren DBO Bahnoperator und Beijing Trans Eurasia (BTE). Die Container nehmen dabei den Weg über die Ostsee und werden in Mukran auf die Bahn umgeschlagen. Die Traktion erfolgt mit der Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP) bis Emmerich und mit Independent Rail Partner (IRP) in den Niederlanden. Die Feinverteilung im Hafen erfolgt mit den Zügen des PortShuttle Rotterdam.


