Im Nordosten Ungarns soll die Strecke (Debrecen –) Apafa – Mátészalka (Linie 110) bis 2030 erneuert und elektrifiziert werden. Geplant ist die Neugestaltung der etwa 70 km langen eingleisigen Strecke inklusive Bahnhöfen, Haltestellen, Stellwerksanlagen, Bauwerken und öffentlichen Versorgungseinrichtungen für eine Höchstgeschwindigkeit von 100–120 km/h und eine Achslast von 225 kN sowie die Elektrifizierung.
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Von drei Bietern gewann jetzt das in Budapest ansässige Kontúr Csoport Kft. die vom Ministerium für Bau und Verkehr (ÉKM) durchgeführte öffentliche Ausschreibung für die Planung zur Modernisierung der Strecke zwischen Debrecen (Apafa) und Mátészalka für einen Nettobetrag von für 6,565 Mrd. HUF (17,1 Mio. EUR). Die Frist für die Vertragsermittlung endet am 23. Februar, danach kann das Ministerium den Vertrag mit dem Gewinnerunternehmen abschließen.
Die Arbeiten sollen 2028 beginnen und Ende 2030 abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit muss für den Personenverkehr auch Rollmaterial angeschafft werden. Das Wirtschaftsministerium beabsichtigt derzeit gebrauchte, etwa zwanzig Jahre alten Stadler GTW Elektrotriebzüge aus der Schweiz zu erwerben.
Die Investition soll auch der industriellen Entwicklung der Region dienen. Mátészalka ist ein bedeutendes wirtschaftliches, kommerzielles, industrielles und kulturelles Zentrum im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg.



