[RO] Raffinerie fährt wieder hoch

Rumänien wird die Petrotel-Lukoil-Raffinerie innerhalb von 45 Tagen wieder in Betrieb nehmen, nachdem die USA eine Ausnahmegenehmigung von den Sanktionen erteilt haben, wie Energieminister Bogdan Ivan bekannt gab. Dieser Schritt soll die heimische Kraftstoffproduktion ankurbeln und die Importabhängigkeit angesichts des Nahostkonflikts und der Krise in der Straße von Hormus verringern.

Die Regierung erwartet von diesem Schritt auch eine Stärkung der Energiesicherheit. Rumänien soll dadurch seinen gesamten Benzinbedarf und über 60 % seines Dieselbedarfs selbst decken können, so der Minister.

Ploiești [RO]

[BE] RSN startet Last-Mile-Service

Das Instandhaltungsunternehmen Rail Service Net (RSN) bietet seit 05.01.2026 einen Last-Mile-Service für das Bundel Petrol im Antwerpener Hafen. Dieser beinhaltet Rangierlok inklusive Personal sowie den Wagemeistereinsatz. Initialkunde ist HSLBelgium.

Foto: RSN

[DE] RBP: Erdölrückstände nach Brunsbüttel

RBP – Rheinische Bahnpersonal- und Verkehrsgesellschaft befördert dieses Jahr rund 60.000 t Erdölrückstand von der Raffinerie Heide in Hemmingstedt zum knapp 70 km entfernten Werk der TotalEnergies Bitumen nach Brunsbüttel. Bis 2025 hatte DB Cargo die Züge gefahren.

Foto: RBP

[DE/PL] BBG fährt Stendell – Stettin

Seit Dezember 2025 absolviert die Bahnbetrieb Gera (BBG) Spotverkehre im Mineralölsektor zwischen der PCK-Raffinerie in Stendell und dem grenznahen Stettin / Szczecin Gumience. Von dort aus gehen die Züge weiter in die Ukraine – polnischer Partner ist CTL Logistics. Parallel ist auf diesem Abschnitt unverändert die Leipziger Eisenbahnverkehrsgesellschaft (LEG) aktiv.

BBG 232 673

[RO/BG] Lukoil muss Auslandsvermögen veräußern

Der zweitgrößte russische Ölkonzern Lukoil muss aufgrund der US-Sanktionen bis Mitte Dezember 2025 sein Auslandsvermögen veräußern. Dazu gehören auch auf der Schiene bediente Raffinerien in Rumänien (Petrotel-Lukoil in Ploiești) und Bulgarien (Lukoil Neftochim in Burgas). Letztere wurde zur Sicherung der Versorgung bereits unter staatliche Kontrolle gestellt – sie deckt bis zu 80 % des bulgarischen Treibstoffbedarfs. Petrotel-Lukoil liefert rund 20 Prozent des Treibstoffs im Land – eine angedachte Verstaatlichung war an fehlender Liquidität gescheitert.

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Interessenten: Zunächst wollte der Schweizer Ölhändler Gunvor das gesamte Lukoil-Auslandspaket erwerben. Nahezu handelseinig stellten sich US-Behörden in den Weg, Gunvor habe ihnen zufolge zu enge Beziehungen zu Russland. Nachfolgend traten Shell, die staatliche KazMunayGas (KMGI) aus Kasachstan*, der US-Konzern Chevron, Exxon, die Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) sowie der Mischkonzern International Holding Company (IHC) aus Abu Dhabi als Interessenten auf der Bildfläche auf.

* Ist seit 2007 75 %-Eigentümer von Rompetrol, die in Rumänien die beiden Raffinerien Vega (Ploiești) und Petromidia (Năvodari) betreibt.

[DE/UA] UZ fährt Erdölprodukte durchgehend

Zum ersten Mal in der Geschichte hat die ukrainische Eisenbahn Ukrzaliznycja (UZ) den Transport von Erdölprodukten aus Deutschland in die Ukraine in eigenen Waggons (regelspurige Zacns) organisiert.

Die gesamte Strecke von Hamburg bis zur ukrainischen Grenze wurde von UZ Cargo Poland organisiert, einer Tochtergesellschaft von Ukrzaliznycja, die als offizieller Transportdienstleister in der EU auftritt.

[DE] CFL cargo für TotalEnergies

CFL cargo Deutschland übernimmt neu den Transport von Mineralölprodukten für TotalEnergies mit 300 Rundläufen pro Jahr. Ausgehend von der Raffinerie in Leuna werden fünf Ziele in Südwestdeutschland angefahren: Bendorf, Gießen, Karlsruhe, Heilbronn und Kehl.

Bislang hatte der Kunde mehrheitlich CTL Logistics für die Transport beauftragt. Die nun von CFL cargo gefahrenen Relationen übernahm dem Vernehmen nach zuvor DB Cargo.

Foto: CFL cargo