[BG] Bulgarien genehmigt Terminal in Ruse

Das bulgarische Verkehrs- und Kommunikationsministerium hat am 16.12.2025 die Verwendung von 97 Mio. BGN (49,6 Mio. EUR) aus dem Europäischen Regionalentwicklungsfonds für den Bau eines seit über einem Jahrzehnt geplanten multimodalen Terminals in Ruse genehmigt. Die Gesamtkosten des Projekts betragen ca. 117 Mio. BGN (59,8 Mio. EUR). Der Bau ist auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs im Osten der Stadt vorgesehen.

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Die Nacionalna kompanija Železopătna infrastruktura (NKŽI) will Anfang 2026 eine Ausschreibung für Planung und Bau des Terminals starten. Das Projekt umfasst den Bau eines neuen Bahnhofs mit sieben Gleisen, Lager- und Verwaltungsinfrastruktur, Zollposten, Parkplatz und Zufahrtsstraße vom Industriegebiet Ruse sowie die Wiederherstellung der Gleisverbindung zur Donaubrücke.

Die Verwaltung des Terminals wird voraussichtlich an einen privaten Betreiber übertragen, der die Effizienz verbessern und Logistikunternehmen anziehen soll. Zusammen mit dem Bau einer dritten Donaubrücke, die ebenfalls in der Nähe von Ruse liegen wird, soll sich die Stadt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Nordostbulgarien etablieren.

Grafik: NKŽI

[BG] Entlassungen nach schwerem Unfall

Nach einem schweren Unfall in Bulgarien hat der neu ernannte stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Verkehr und Kommunikation Grozdan Karadžov am 20.01.2025 die Leitung zweier staatlicher Unternehmen ausgetauscht: Der Chef der Gütersparte BDŽ-Tovarni (BDŽ-TP) Ing. Hristijan Krastev und Generaldirektor Ing. Stojan Stojanov der Infrastrukturverwalters Železopʺtna infrastruktura (NKŽI) mussten wegen „grober Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften“ ihren Posten räumen. Čavdar Trendafilov, der das Unternehmen zuvor geleitet hatte, übernimmt BDŽ-TP vorübergehend. Aleksandʺr Veckov übernimmt vorübergehend die Leitung von NKŽI.

[BG] Management der Infrastrukturverwaltung ausgetauscht

Der Minister für Verkehr und Kommunikation Georgi Gvozdejkov hat den Posten von Generaldirektor und Vorstandsvorsitzenden der Nationalen Eisenbahninfrastrukturgesellschaft NKŽI (Nacionalna kompanija „Železopʺtna infrastruktura“) am 06.08.2024 neu besetzt. Der Grund dafür waren mangelnde Sicherheitskontrolle und die steigende Zahl von Unfällen auf der Eisenbahninfrastruktur. Nachfolger von Marija Genova ist Stojan Stojanov. Der Manager war zuvor unter anderem von 2007 bis 2021 Direktor der Abteilung Stromverteilung der NKŽI und Manager der Tren – einer Tochtergesellschaft der NKŽI.