Die 4.000 Mitarbeiter starke ÖBB Technische Services (TS) gibt sich einen neuen internationalen Namen: ÖBB TRAIN TECH. Die Rechtsform – ÖBB Technische Services GmbH – bleibt unverändert.

Die 4.000 Mitarbeiter starke ÖBB Technische Services (TS) gibt sich einen neuen internationalen Namen: ÖBB TRAIN TECH. Die Rechtsform – ÖBB Technische Services GmbH – bleibt unverändert.

Die Sicherung eines rutschgefährdeten Hangs an der Brennerbahnstrecke zwischen Ellbögen und Matrei läuft auf Hochtouren. Die Arbeiten sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass nach ÖBB-Auskunft wie angekündigt die Sperre eines Streckengleises wieder aufgehoben und der Schienenersatzverkehr für die Züge Innsbruck-Steinach am Abend des 31.07.2021 beendet werden kann.
Die Sicherung des rutschgefährdeten Hangs an der Brennerbahnstrecke läuft. Ergiebiger Regen, die Steilheit des Geländes und der bis in tiefere Schichten labile Hang machen das Unterfangen schwieriger als angenommen. Ein Ende der Arbeiten und damit auch der Einschränkungen im Zugverkehr ist nicht vor 31.07.2021 zu erwarten.

Der Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG verändert sich leicht: Unverändert im Team bleibt Johann Pluy als Vorstand für Betrieb und Systeme. Silvia Angelo wird für eine weitere Periode wiederbestellt als Vorständin für Finanzen, Markt und Service. Neu in der Führung der ÖBB-Infrastruktur ist Judith Engel. Sie folgt Franz Bauer, der mit Jahresende in Pension geht, als Vorständin für Infrastrukturanlagenbereitstellung mit den Schwerpunkten Neu- und Ausbau von Bahninfrastruktur sowie Instandsetzung und Wartung der Anlagen.
Engel leitet aktuell die Verkehrssektion im Klimaschutzministerium (BMK) und ist ausgebildete Bauingenieurin. Im Lauf ihrer Karriere hat sie zahlreiche große Bauprojekte geführt sowie Bestandsanlagen gemanagt u.a. beim Flughafen Wien und bei den ÖBB als Projektleiterin für Planung und Bau des Hauptbahnhofs Wiens.
Ein Hang an der Brennerbahnstrecke zwischen Ellbögen und Matrei zeigt nach den jüngsten starken Niederschlägen verstärkt Bewegungen und könnte abrutschen. Die ÖBB leiten nach der Begutachtung durch Experten deshalb sofort Maßnahmen zur Sanierung des Hanges ein. Dafür muss jedoch im Zeitraum von Dienstag, 6 Juli bis inklusive Freitag, 16. Juli als Vorsichtsmaßnahme ein Gleis während der Arbeiten gesperrt werden, wodurch die Strecke nicht mit voller Kapazität zur Verfügung steht.

2020 hat sich ŽOS Trnava im Rahmen der Ausschreibung der ÖBB-Tochter Rail Equipment für die Entwicklung, den Bau und die Lieferung von 90 4-Achs-Güterwagen der Baureihe Faccns beworben. Anfang 2021 wurde nach einem langen Auswahlverfahren der Auftrag in Höhe von von 13,905 Mio. EUR an ŽOS Trnava erteilt und im März 2021 der entsprechende Vertrag unterzeichnet.
2021 sollen zwei funktionale Prototypen für die Prüfung der Wagenzulassung nach TSI hergestellt werden. Die Serienproduktion soll im zweiten Quartal 2022 starten und bis Anfang 2023 laufen.
Nach der erfolgreichen Produktion von 140 Faccnpps, 70 Fccnpps und 75 Fan-Waggons für den Schweizer Kunden SBB Infrastruktur und der anschließenden Ausübung der Option dieses Unternehmens für weitere 40 Stück verbesserte Faccnpps ein weiterer wichtiger Auftrag für den Waggonbaubetrieb aus Trnava in diesem Waggonsegment.
Die Besonderheit der neuen Generation (Faccns) im Vergleich zu den in der Vergangenheit hergestellten Faccnpps ist die hydraulische Steuerung des Auslaufsystems.

Der Verkauf von 50 Elektroloks der Reihe 1144.0 an ein türkisches Bauunternehmen ist aus unbekannten Gründen geplatzt. Dies berichtet der Branchendienst „Rail Business“. Die ÖBB planten über Vermittlung des Consulting-Unternehmens Molinari Rail den Verkauf von 43 Loks an einen türkischen Baukonzern, der in Äthiopien und Tansania neue Eisenbahnstrecken baut.
Mitte Dezember 2020 waren bereits 24 Maschinen dafür in Linz Vbf gesammelt worden für den den Weitertransport in die Ukraine, wo sie auf 25 kV 50 Hz umgebaut werden sollten. Es wären dafür massive Umbaumaßnahmen, u. a. auch am Transformator, auf Grund der wesentlich anderen klimatischen Verhältnisse erforderlich geworden. Auch die ÖBB hatten eine Planung für einen Umbau von Loks der Reihe 1144 in Zweisystemloks wieder verworfen, da dies eine neuerliche Zulassung erfordert hätte.
Zwölf Maschinen sollen jetzt wieder in Betrieb gehen, da sie noch über entsprechende Restkilometer verfügen. Zur Verwendung der übrigen Lokokomotiven liegt noch keine Entscheidung vor.
Knapp drei Milliarden Euro jährlich werden die ÖBB in den kommenden sechs Jahren im Auftrag der Bundesregierung in eine moderne und leistungsfähige Bahn-Infrastruktur investieren. Bis 2026 werden es 17,5 Milliarden Euro sein. Insgesamt 3 Milliarden Euro sind für komplett neue Vorhaben in dieser Rahmenplan-Periode bis inklusive 2026 vorgesehen. Weitere 5 Milliarden für Projekte, die nach 2026 umgesetzt werden. Damit werden Strecken, Bahnhöfe, Sicherungstechnik und Verkehrsleitsysteme modernisiert.
Vier Schwerpunkte wurden bei den Investitionen gesetzt:
Insgesamt 1,8 Milliarden Euro (1,2 Milliarden im Rahmenplan bis 2026) fließen in die Modernisierung und Elektrifizierung von Regionalbahnen.
Ein wesentlicher Faktor bei der Modernisierung der Bahninfrastruktur ist die Digitalisierung. Hier werden 1,5 Milliarden Euro investiert.
Die Planungsprojekte 2021-2026:
Wie bereits berichtet, errichten die ÖBB Technische Services, LTE Logistics & Transport Europe und ELL European Locomotive Leasing in Gramatneusiedl, einem Verkehrsknotenpunkt im Herzen Europas, ein modernes Servicezentrum zur Wartung und Reparatur ihrer Lokomotiven. Am 01.10.2020 war mit dem Spatenstich der offizielle Baubeginn.

Der aktuelle Lokbestand der ÖBB-Produktion: