[AT] Details zur ÖBB-Strukturreform

In der vergangenen Woche wurden erste Details zur ÖBB-Strukturreform bekannt, nachdem der Vorstand der Holding einen mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Vorschlag an Verkehrsminister Peter Hanke übermittelt hatte. Die Umsetzung bis zum Pensionsbeginn von ÖBB-CEO Andreas Matthä im Juni 2027 macht eine Änderung des Bundesbahngesetzes nötig. Diese soll im Herbst 2026 durch das Parlament beschlossen werden.

Unter anderem ist geplant, alle Aktiengesellschaften bis auf die ÖBB-Infrastruktur AG in GmbHs umzuwandeln und die bisherigen drei Vorstände durch nur noch zwei Geschäftsführer zu ersetzen. ÖBB-Produktion und ÖBB-Technische Services werden auf eine Ebene mit den bisherigen Müttern (ÖBB-PV / RCA) gehoben.

[AT/CH] Feldkirch – Buchs gesperrt

Vom 14. Juni bis 14. Oktober 2026 wird die rund 18 Kilometer lange eingleisige Strecke zwischen Feldkirch (Österreich) und Buchs SG (Schweiz) vollständig gesperrt, um eine Sanierung zu ermöglichen.

Im Zentrum der Bauarbeiten steht die umfassende Sanierung der Brückenkette entlang der Strecke. Gleichzeitig wird der mittlerweile in die Jahre gekommene Bahnhof Nendeln barrierefrei umgebaut und modernisiert. Ergänzend dazu werden entlang der Strecke Gleise und Oberleitungen erneuert und moderne Stellwerkstechnik installiert, um den Bahnbetrieb künftig effizienter und zuverlässiger zu gestalten.

Im SPNV kommt es zu SEV, Fernverkehr und Güterverkehr wird umgeleitet. Im Güterverkehr sind unter anderem die Züge für Red Bull betroffen, die temporär via St. Magreten geführt werden.

[IT/SE] TX: Übergroße Fracht fährt intermodal

TX Logistik und Van der Vlist, niederländischer Spezialist für Schwerlast- und Spezialtransporte, haben eine neue Schienenlösung für übergroße Güter auf regulären Intermodalzügen zwischen Rostock und Verona eingeführt. Die neue Lösung ermöglicht es, übergroße Einheiten, die bisher eine komplexere Transportplanung erforderten, auf planmäßigen intermodalen Verbindungen zu befördern.

Als erste Sendung wurden zwei Hubarbeitsbühnen transportiert, die im Terminal Quadrante Europa in Verona verladen wurden. Nach Ankunft in Rostock wurden sie per Fähre nach Trelleborg und von dort anschließend per Lkw zu ihrem endgültigen
Bestimmungsort transportiert.

Für die Verladung der übergroßen Fracht kommt das von Van der Vlist neu konzipierte und jüngst patentierte Bolster-System zum Einsatz, das sich nahtlos in den üblichen Piggyback-Betrieb integrieren lässt. Dabei handelt es sich um eine spezielle Bahnplattform, auf der großformatige Maschinen wie Bagger, Arbeitsbühnen oder landwirtschaftliche Geräte, die nicht in den Container passen, für die Verladung auf den Waggon verzurrt und gesichert werden.

Die Genehmigung, die übergroße Ladung im sogenannten großen KV-Profil fahren zu dürfen, hat TX Logistik in Abstimmung mit der DB InfraGo erhalten. Das bedeutet: Es können Ladungen mit bis zu 2.990 Millimetern Breite auf regulären Intermodalzügen innerhalb des P400-Lichtraumprofils transportiert werden. Im Gegensatz zu Sonderzuglösungen gewährleistet dieser Ansatz eine höhere Zuverlässigkeit, da Züge im Falle von Störungen problemlos umgeleitet werden können, ohne dass neue Streckengenehmigungen erforderlich sind.

In der nächsten Phase des Projekts soll auch der Weitertransport in Schweden auf der Schiene in Zügen der TX Logistik erfolgen. Die technische Machbarkeit dieser Option wurde bereits geprüft. Über Schweden hinaus planen TX Logistik und Van der Vlist zudem weitere gemeinsame Verbindungen, um die neue Transportlösung auf zusätzliche Korridore auszuweiten.

Foto: TX Logistik

[AT] ELL: 300ste Vectron-Lok übernommen

ELL – European Locomotive Leasing setzt als einziges der großen Lokomotiv-Leasing-Unternehmen auf eine einheitliche Flotte. Diese Woche hat ELL seine 300. Vectron übernommen. Knapp 15 % aller von Siemens Mobility produzierten Vectrons stehen damit im Besitz des Vermietunternehmerns.

Zum Vergleich: Beacon Rail und Railpool haben jeweils rund 200 Vectron im Bestand. Eine genaue Übersicht liefern wir gegen Kostenbeteiligung gerne als Excel.

Grafik: ELL

[HU/DE] Neue Pkw-Transporte Debrecen – Deutschland

Neben den Verkehren Debrecen – Zeebrugge der Kombi Petrolsped+RTB CARGO konnte sich die Milšped auch ein ebenfalls im März 2026 angelaufenes Paket sichern, das von der IREDA Internationale Spedition koordiniert wird. Aktuell werden 3-5 Umläufe pro Woche erbracht:

  • nach Bremerhaven und Cuxhaven mit GYSEV Cargo (HU) sowie FRACHTbahn Traktion (AT, DE)
  • nach Kelheim mit GYSEV Cargo (HU); Raaberbahn Cargo (AT) und RBL Rail Bavaria Logistik (DE)

Mit dem Hochfahren des Werkes soll die Anzahl der Zugpaare auf wöchentlich neun steigen.

Blaue Werbe-Frachtbahn 185.607 + blauer Autozug, München Nord

[AT] Semmering-Basistunnel: Erste offizielle Durchfahrt

Fast 15 Jahre nach dem Baustart ist beim Semmering-Basistunnel ein bedeutender Meilenstein erreicht: Erstmals hat eine offizielle Delegation den Tunnel von Niederösterreich in die Steiermark vollständig durchfahren. Angeführt wurde die Fahrt von Mobilitätsminister Peter Hanke und dem Vorstandsvorsitzenden der ÖBB, Andreas Matthä. Mit an Bord waren außerdem Nationalratspräsidentin Doris Bures, eine von drei Tunnelpatinnen, sowie die Verkehrssprecherinnen und Verkehrssprecher der Parlamentsparteien.

Noch erfolgte die Fahrt nicht auf Schienen, sondern mit Kleinbussen – dennoch markiert sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs.

Nach den Baufortschritten der vergangenen Jahre steht nun auch der Zeitplan für die Inbetriebnahme fest: Ende 2029 sollen die ersten Züge durch den Semmering-Basistunnel verkehren.

ÖBB CEO Andreas Matthä, Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures und Mobilitätsminister Peter Hanke (BMIMI) bei der Erstdurchfahrt durch den Semmering-Basistunnel. Foto: ÖBB / Ebner

[HU/BE] Autozüge Debrecen – Zeebrugge mit RTB CARGO

Im März 2026 sind bekannterweise vom neuen BMW-Werk in Debrecen erste Verkehre angelaufen. Für die Waberer’s-Tochter Petrolsped fährt RTB CARGO seitdem wöchentlich Pkw nach Zeebrugge. Die neuen Wagons stellt GATX. Der Verkehr wird parallel zum Werk kontinuierlich hochgefahren, Zielvolumen sind drei Rundläufe pro Woche.

RTB CARGO fährt somit ab allen bedeuten Automobilwerken in Ungarn (Audi Győr, Daimler Kecskemét, Suzuki Esztergom, BMW Debrecen).

[AT/DE/PL] 20 Jahre GATX Rail Europe

Vor zwanzig Jahren schlossen sich die Unternehmen KVG in Wien, KVG in Hamburg und DEC in Warschau zu GATX Rail Europe zusammen. GATX Rail Europe betreibt heute eine Flotte von fast 40.000 Güterwagen, beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und betreut mehr als 270 Kunden.

Grafik: GATX