[NL] ProRail: Weniger Güterzüge in 2025

Der niederländische Infrastrukturbetreiber ProRail hat jüngst den Jahresbericht 2025 publiziert. Grenzüberschreitend nach Deutschland bzw. Belgien sowie im Hafen Rotterdam sank die Anzahl der Güterzüge, bezogen auf das Gewicht nahm der Verkehr nach Belgien um 0,2 % zu während er grenzüberschreitend nach Deutschland sowie im Hafen Rotterdam sank. Dies wird vor allem auf sinkende Kohlemengen und Einbrüche im Einzelwagenverkehr zurückgeführt.

Grafik: ProRail

Weitere interessante Details finden Sie im kompletten Bericht:

[NL] Weniger Budget für ProRail

Der staatliche Infrastrukturbetreiber ProRail ist aus Budgetgründen gezwungen, die Erneuerung von Gleisanlagen zu Gunsten von minimaler Wartung zurückzustellen. Dies gab CEO John Voppen auf einer Pressekonferenz in Haarlem bekannt. Laufende Neubauprojekte würden abgeschlossen, für neue Großprojekte fehlt zukünftig das Geld.

Diese Umstellung ist das Ergebnis von Finanzierungsvereinbarungen mit der Regierung zur Gleisqualität. Die Entscheidungen wurden in Abstimmung mit dem Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft (Infrastructuur en Waterstaat (I&W) (I&W)) getroffen und sind im Rahmen der Richtlinien für das grundlegende Schienenqualitätsniveau (Basis Kwaliteitsniveau Spoor (BKN)) festgelegt.

[NL] Baubeginn Emplacement Maasvlakte Zuid

Am 10.10.2025 haben der niederländische Infrastrukturbetreiber ProRail, das Bauunternehmen Swietelsky Rail Benelux sowie weitere Beteiligte „grünes Licht“ für eine neue Gleisanlage auf der Maasvlakte gegeben

Von links nach rechts: Robert Simons, Stadtrat der Gemeinde Rotterdam, Mirjam van Velthuizen, CFO ProRail, Berte Simons, COO Port Authority, Niek Lentink, CEO Swietelsky und Jeanette Baljeu, Mitglied des Europäischen Parlaments. Foto: ProRail

Das Emplacement Maasvlakte Zuid (EMZ) umfasst in einer ersten Ausbaustufe sechs jeweils 740 m lange Gleise, die Mitte 2027 zur Verfügung stehen sollen. Abhängig von der Entwicklung des Aufkommens sollen danach drei zusätzliche Gleise entstehen.

Grafik: ProRail

[NL] Streik bei ProRail möglich

Im niederländischen Bahnverkehr muss ab 11.11.2024 mit Behinderungen gerechnet werden. ProRail hat am Mittwoch angekündigt, dass einer Lohnforderung der Gewerkschaft Federatie Nederlandse Vakbeweging (FNV)nicht zugestimmt wird. Die Gewerkschaft hat daraufhin ab kommender Woche die Möglichkeit von Streiks in Erwägung zieht.

Die Gewerkschaft hatte der Bahngesellschaft bis Donnerstag Zeit gegeben, einer Lohnforderung von bis zu 15 % zuzustimmen. ProRail hält diese Lohnforderung für unrealistisch und will sie vom Tisch haben, bevor Neuverhandlungen stattfinden, um eine sozialverträgliche Lösung zu finden.

Die Gewerkschaften Christelijk Nationaal Vakverbond (CNV) und VHS Railprofessionals haben das letzte Angebot von ProRail akzeptiert. Darin wurde eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 5,2 % vorgeschlagen, wobei die unteren Gehaltsgruppen auf 7,9 %, die mittleren Gehaltsgruppen auf 6 % und die höheren Gehaltsgruppen auf 4,2 % steigen.

[DE/NL] Land fördert Schnittstelle BE-ProRail

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde der Bentheimer Eisenbahn (BE) am 04.11.2024 der Zuwendungsbescheid in Höhe von 1 Mio. EUR zur Förderung der Installation einer länderübergreifenden Schnittstelle zwischen den Stellwerken der BE und ProRail durch Wiebke Osigus, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Niedersachsens, überreicht. Weitere 210.000 EUR hat der Landkreis Grafschaft Bentheim im Haushalt 2025 für das Projekt vorgesehen.

Diese Schnittstelle, inklusive Zugsicherung, soll die Betriebssicherheit und Effizienz des grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehrs weiter verbessern und die technische Zusammenarbeit zwischen den beiden Bahnnetzbetreibern optimieren. Damit ist die Schnittstelle nicht zuletzt ein wesentlicher Baustein für die geplante Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Neuenhaus und dem niederländischen Coevorden im SPNV.

Foto: BE

[NL] Modernisierung Rangierbahnhof Kijfhoek [09.08.2024]

Dura Vermeer Railinfra wude mit der Modernisierung des 50 ha großen und 43 Gleise umfassenden Rangierbahnhofes Kijfhoek beaufragt. Verbaut werden 165.000 t Schotter, 72 km Schienen und 60.000 Schwellen.

Im ersten Halbjahr 2024 wurden die Bündel 4 bis 6 bearbeitet, in der Kalenderwoche 33 und 34 folgen die Bündel 1 und 2.

Foto: Dura Vermeer Railinfra

[NL] Ablaufberg Kijfhoek geht wieder in Betrieb

Im September 2023 führte eine Überflutung der Technikräume zur Außerbetriebnahme des Ablaufbergs im Güterbahnhof Kijfhoek. Nach der Renovierung konnte am 02.04.2024 der Probebetrieb der Hanganlage wieder aufgenommen werden. Sieben Wochen lang werden dann die neue Anlage, Gleise und Weichen getestet. Dies umfasst den Zeitraum zwischen Ostern und Pfingsten. Der Probebetrieb findet auf den komplett erneuerten Gleisbündeln 4, 5 und 6 auf der Südseite von Kijfhoek statt.

Da die Erprobung der neuen Infrastruktur später als ursprünglich geplant stattfinden muss, kommt es zu einer Überschneidung mit dem Umbau der Gleisbündel 1, 2 und 3. Das bedeutet, dass DB Cargo in der Zeit vom 2. April bis zum 20. Mai nur die Bündel 1 und 2 für die Zusammenstellung von Abfahrtszügen zur Verfügung stehen werden. In enger Abstimmung mit dem Infrastrukturbetreiber ProRail hat DB Cargo für den Zeitraum, in dem nur zwei der sechs Bündel für die Zusammenstellung von Abfahrtszügen zur Verfügung stehen, eine alternative Arbeitsweise entwickelt, um die Bedienung der Kunden des Wagenladungsnetzes so weit wie möglich zu gewährleisten.

Es ist geplant, die erneuerten Gleisbündel 4, 5 und 6 am Pfingstwochenende in Betrieb zu nehmen. Das wird dann auch der Startschuss für den Umbau und die Erneuerung der Bündel 1, 2 und 3 sein.

Die Fertigstellung des komplett umgebauten Sortierbahnhofs ist von ProRail für Mitte April 2025 geplant.

El Hammadi neu zu ProRail

Der niederländische Infrastrukturbetreiber ProRail meldet den Zugang von Benaissa el Hammadi als neuer Director of Asset Management ab 01.08.2023. Zuvor war der Manager in gleicher Funktion seit Januar 2015 beim Energienetzbetreiber Stedin tätig.

Niederlande stoppen Ausbaupläne

Die niederländische Regierung hat beschlossen, anstatt neue Straßen oder Eisenbahnen zu bauen, den größten Teil des entsprechenden Budgets in die Instandhaltung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur zu investieren. Der Grund dafür sind die steigende Preise für Baumaterialien, Personalmangel sowie die notwendige Reduzierung der Stickstoffemissionen. Viele Wasserstraßen, Autobahnen, Schleusen und Teile des Schienennetzes sind veraltet und können den starken Anstieg des Verkehrs der letzten Jahrzehnte nach Einschätzung der Regierung nicht bewältigen.

Die von Verkehrsminister Mark Harbers eingeführten Kürzungen betreffen auch öffentliche Verkehrsprojekte wie die Straßenbahnlinie nach Veldhoven, der Bau einer Brücke über die Maas in Rotterdam und die Verlängerung der Nord-Süd-Linie nach Schiphol. Ein großer Teil der zur Verfügung stehenden 7,5 Mrd. EUR wird stattdessen in die Reparatur der bestehenden Infrastruktur fließen, wo es der Staat es in der Vergangenheit versäumt hat, sich um die Instandhaltung von Brücken zu kümmern.

Das Land kämpft auch seit langem mit erheblichen Überschreitungen der Stickstoffemissionen aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Tierhaltung. Die Menge an Stickstoff, die beim Bau einer neuen Autobahn oder Eisenbahn freigesetzt wird, wird daher neu bewertet. Seit einigen Jahren liegt die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen in den Niederlanden aufgrund von Stickstoffemissionen bereits bei 100 km/h.

ProRail sperrt Den Bosch – Boxtel

Wieder einmal wurde eine Eisenbahnlinie von Dachsen untergraben, die dort einen Bau angelegt haben. Nachdem den Dachsen schon die „Nebenbahn“ Leeuwarden – Stavoren zum Opfer gefallen ist, ist nun eine Hauptstrecke betroffen: ’s-Hertogenbosch – Boxtel (- Eindhoven) ist seit 21.03.2023 durch ProRail wegen bei Esch untergrabener Gleise gesperrt.