
Kroatien und Bosnien und Herzegowina beabsichtigen seit Jahren, die grenzüberschreitende Strecke (Novi Grad –) Bihać [BA] – Knin [HR] wiederzubeleben. Bereits im Mai 2017 wurde eine „Initiative zur Inbetriebnahme der Una-Bahn“ unterzeichnet.
Der stellvertretende kroatische Premierminister und Minister für See, Transport und Infrastruktur Oleg Butković sagte nun am 21.01.2026 bei einem Treffen in Zagreb mit Edin Forto, dem Minister für Kommunikation und Verkehr von Bosnien und Herzegowina (BiH), dass Kroatien bereit sei, den Wiederaufbau der Una-Eisenbahn voll zu unterstützen und Schienenverkehrsdienste zwischen den beiden Ländern zu starten. Kroatien befindet sich in einer Phase wichtiger Investitionen in die Eisenbahn, im Rahmen dessen in den nächsten zehn Jahren etwa 6 Mrd. EUR investiert werden.
In Bosnien und Herzegowina läuft derzeit eine Studie für die Wiederbelebung der Strecke, die klare Lösungen und Maßnahmen festlegen sowie die Kosten für dieses Projekt abschätzen soll.
Die Sanierung und Wiedereröffnung der Una-Bahn gilt als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte zur Stärkung der Bahnverbindungen zwischen Bosnien und Herzegowina und Kroatien, aber auch zur regionalen Anbindung, sie verbindet außerdem die kroatischen Städte Split und Zagreb mit Belgrad in Serbien.
Die Strecke ist 178 km lang, davon 124 km in Bosnien und Herzegowina und 54 km in Kroatien, ein großer Teil der Trasse verläuft entlang der Grenze und überquert an sieben Stellen die Grenzen der beiden Länder. In der Vorkriegszeit wurden jährlich 1,5 Mio. Fahrgäste und 4 Mio. t Fracht auf ihr transportiert. Derzeit wird der Abschnitt Loskun – Kulen Vakuf – Martin Brod – Knin nicht instandgehalten und verfällt.
Die Una-Bahn ermöglicht höhere Geschwindigkeiten als die Lika-Bahn Oštarije – Knin, und ist auch für Kroatien von besonderem Interesse, da sie insbesondere für den Güterverkehr eine große Kapazität für Verkehre zu und von den Häfen Split, Šibenik und Zadar bieten kann.







