Das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr (Ministero delle Infrastrutture e dei Trasporti, MIT) und Rete Ferroviaria Italiana (RFI; Gruppo FS Italiane) haben den dritten Nachtrag, die Aktualisierung 2025 zum Programmvertrag – Teil Dienstleistungen 2022-2026, mit einem Gesamtwert von rund 2,1 Mrd. EUR unterzeichnet. Die Aktualisierung wurde nach Abschluss der Informationsrunde mit positivem Ergebnis in den letzten Tagen beim Interministeriellen Ausschuss für Wirtschaftsplanung und nachhaltige Entwicklung (Comitato interministeriale per la programmazione economica e lo sviluppo sostenibile, CIPESS) genehmigt.
Der dritte Nachtrag sieht die vertragliche Festlegung der neuen Mittel vor, die im Haushaltsgesetz für die Jahre 2025 und 2026 bereitgestellt wurden, davon 1,6 Mrd. EUR für außerordentliche Instandhaltungsmaßnahmen und rund 500 Mio. EUR für den Betrieb der nationalen Eisenbahninfrastruktur.
Der Nachtrag aktualisiert den Inhalt des Programmvertrags – Teil Dienstleistungen 2022-2026 – und passt den vertraglichen Bedarf an die Inflationsentwicklung, den Anstieg der Material- und Lieferkosten sowie die Ausweitung der außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten in den Bahnhöfen an. Er umfasst auch den von RFI initiierten Plan zur Aufstockung des Personals, um die Instandhaltungsmaßnahmen zu verstärken.
[IT/CH] DB: Gotthard statt Simplon
Bauarbeiten in Italien im Ablauf / Zulauf zur Simplonachse bedingen eine Umstellung in der Produktion von DB Cargo. Bislang nutzte die Güterbahn den Grenzbahnhof Domodossola, zukünftig werden die Verkehre über den Gotthard geroutet.
Grund sind Bauarbeiten der RFI (Rete Ferroviana italiana) auf dem Abschnitt Arona – Stresa, wo bis in das Jahr 2027 Tunnelbauarbeiten anstehen. Diese bedingen unter anderem Totalsperrungen vom 9. Juni bis zum 8. September 2024 sowie tägliche Unterbrechungen von Montag bis Freitag in den Zeitfenstern 9.00-15.00 Uhr und 23.30-16.00 Uhr für alle verbleibenden Monate des Jahres.
[IT] Terminali Italia von RFI an Mercitalia
Das bislang netral unter dem staatlichen Infrastrukturbetreiber Rete Ferroviaria Italiana (RFI) angesiedelte Unternehmen Terminali Italia als 230 Mitarbeiter starkem Betreiber von 14 Intermodalterminals wechselt zu Mercitalia Logistics als Frachtsparte der Gruppo Ferrovie dello Stato. Als Grund wurde eine „größere Synergie zwischen Schiene und Straße […] dank der integrierten Verwaltung der Terminaldienste auf der letzten Meile“ genannt.
[IT] Bahnlinie Milano – Venezia unterbrochen
Seit dem Nachmittag des 27.02.2024 ist ein Teil der Bahnstrecke Milano – Venezia im Abschnitt zwischen den Bahnhöfen von Vicenza und Padua unterbrochen. Auslöser für die Verkehrsbehinderung war die Gefahr von Überschwemmungen der Gleise, insbesondere im östlichen Bereich der Hauptstadt Berici und in der Gemeinde Torri di Quartesolo. Am Abend bestätigte RFI (Rete Ferroviaria Italiana) die Verkehrsbehinderungen auch auf den Strecken nach Treviso und Schio.
Güterzugentgleisung in Firenze Castello
In Firenze Castello ist am 20.04.2023 gegen 02:30 Uhr der Güterzug 57034 Nola Interporto – Milano Segrate der GTS Rail entgleist. Es kamen keine Menschen zu Schaden. Die Direttissima und Alta Velocità Castello – Bologna und die konventionelle Strecke Castello – Pisa waren unterbrochen. Erst am frühen Nachmittag konnten die ersten Züge wieder regulär verkehren. Zu den Ursachen ist noch nichts bekannt.
#Italia divisa a metà, bloccata la linea dell’alta velocità da Nord a Sud per lo svio della carrozza di un #treno merci a #Firenze Castello: intervento dei #vigilidelfuoco concluso nella notte con l’esclusione di persone coinvolte #20aprile pic.twitter.com/zFCxp3b41x
— Vigili del Fuoco (@vigilidelfuoco) April 20, 2023

Neuer Güterbahnhof für Industriegebiet Udine
In Friaul-Julisch Venetien wurden kürzlich zwei neue Gleise für das Industriegebiet „Zona industriale udinese“ (Ziu) fertiggestellt. Die Maßnahme ist Teil einer Verlagerung des Güterverkehres vom Hauptbahnhof Udine (Udine Centrale) auf die zweigleisige Ringbahn außerhalb des Stadtzentrums.

Die Veränderungen gehen einher mit der Inbetriebnahme eines neuen Stellwerks (Posto Movimento; PM) Cargnacco nördlich des Industriegebiets zwischen der Staatsstraße 56 und dem neuen Drahtwerk des Stahlwerks Bertoli Safau.
Das erste Los umfasste den Bau von zwei Gleisen mit einer Länge von rund 470 m für 1,62 Mio. EUR. Der im vergangenen Jahr begonnenen Arbeiten wurden abgeschlossen und sollen nun vom Netzbetreiber Rete Ferroviaria Italiana (RFI) getestet und abgenommen werden. Das zweite Los für 1,5 Mio. EUR betrifft den Bau der Zufahrtsstraße und befindet sich in der Ausschreibungsphase. Das letzte Los im Wert von 3 Mio. EUR ist in der Entwurfsphase und umfasst den Bau von drei weiteren Gleisen mit einer Länge von etwa 470 m, die an die ersten beiden bereits gebauten anschließen werden. Das Projekt soll bis 2024 abgeschlossen sein.
Ausbau von Alessandria Smistamento
Das im Zentrum des Industriedreiecks Turin-Mailand-Genua gelegene Alessandria soll zur intermodalen Logistikdrehscheibe werden. In Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Unternehmen der staatlichen FS-Gruppe und den beteiligten lokalen Behörden sollen die Flächen des piemontesischen Rangierbahnhofs Alessandria Smistamento und seine Immobilienanlagen in Bezug auf die integrierte Logistik als auch die Stadtplanung verbessert werden.

Laut der am 20.03.2023 unterzeichneten Absichtserklärung soll das gesamte Projekt in zwei Phasen mit einer Gesamtlaufzeit von 36 Monaten entwickelt werden. Die erste erfolgt bis Dezember 2023 mit einer technischen und wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie zu einem innovativen Terminal durch Rete Ferroviaria Italiana (RFI), um Kosten und Zeiten für zukünftige Interventionen im Einklang mit der Entwicklung des Verkehrs zu definieren, die sich aus dem Bau des Terzo Valico dei Giovi ergeben. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Tortona – Genova/Genua, auch bekannt als Terzo Valico („Dritter Pass“), wird Teil des Rhein-Alpen-Korridors im Rahmen des Projekts Transeuropäische Verkehrsnetze sein und die Verbindungen der ligurischen Häfen mit den wichtigsten Eisenbahnlinien Norditaliens und Mitteleuropas verbessern. Der Terzo Valico dei Giovi ist eine Neubaustrecke mit der maximalen Steigung von 12,5 Promille, ebenso wie die des Gotthard- und des Ceneri-Alpentunnels. Er soll 750 m langen Güterzügen die Steigerung der Zugproduktivität ermöglichen, welche auf den beiden Bestandsstrecken mit 17 bzw. 35 Promille nicht möglich ist. Mit einer einzigen Lokomotive wird es künftig möglich sein, Züge mit einem Gewicht von bis zu 1.750 t zu ziehen, die heute den Einsatz von zwei Lokomotiven erfordern. Die Bauarbeiten begannen 2013, die Fertigstellung ist für 2025 geplant.
In der zweiten Phase wird bis Dezember 2024 der Masterplan für die Schaffung eines effektiven Verkehrsknotenpunkts festgelegt, der in der Lage ist, die Ströme der verschiedenen Verkehrsträger koordiniert und integriert zu verwalten. Die Studie zielt darauf ab, wirksame Lösungen für die Verbesserung des Güterverkehrs in den Häfen von Savona und Genua zu identifizieren und die umliegenden Gebiete mit einem starken Potenzial für die städtische und intermodale Entwicklung zu regenerieren. Der Masterplan, der mit 10 % der Restmittel des Haushaltsgesetzes 2018 entwickelt wurde, soll verschiedenen Bereichen des Rangierbahnhofs Alessandria Smistamento neue Funktionen geben. Das neue Terminal wird einer Grafik zufolge aus einer vierzehngleisigen Anlage bestehen.
Tarvisio – Udine im Juli gesperrt
Umfangreiche Bauarbeiten auf der Strecke Villach – Tarvisio – Udine führen im Juli 2022 zu einer Komplettsperre auf italienischem Gebiet. Dadurch kommt es zu Einschränkungen, die sowohl den Tag- als auch den Nachtverkehr betreffen.
Eine Woche Brennersperre im August
Vom 02.-08.08.2021 bleibt der Bahnabschnitt zwischen Brenner und Franzensfeste komplett gesperrt. Grund dafür sind Bauarbeiten an einer Eisenbahnbrücke zwischen Freienfeld und Sterzing.

