RheinCargo begrenzt Mengenverluste

Der Logistik-Dienstleister RheinCargo hat sich im Coronajahr 2020 trotz der teilweise dramatischen Marktsituation nach eigener Einschätzung stabil aufgestellt. Dank der Verbindung der Verkehrsträger Wasserstraße und Schiene gelang es dem Unternehmen, covidbedingte Mengenrückgänge zu begrenzen. Mit 41 Millionen Tonnen im gesamten Jahr 2020 umgeschlagener und transportierter Güter lag RheinCargo auch um etwa 11,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. 2019 hatte das Unternehmen insgesamt noch 46,3 Millionen Tonnen bewegt.

Die Bahnsparte kam im abgelaufenen Jahr auf ein Transportvolumen von 18,63 Millionen Tonnen im Vergleich zu 21,87 Millionen Tonnen im Vorjahr. Pandemiebedingte Mengenverluste gab es insbesondere im Bereich der Mineralöl- und Kerosintransporte. Der Geschäftsbereich „Werks- und Industriebahnen“ konnte 2020 entgegen dem Trend sogar zulegen.

Für 2021 wagen die beiden RheinCargo-Geschäftsführer Wolfgang Birlin (Güterbahn) und Jan Sönke Eckel (Häfen) angesichts der Unberechenbarkeit der Pandemie keine Prognose.

RheinCargo testet Vectron Dual Mode

Das nächste EVU, das die Testlok 248 004 einsetzt ist RheinCargo. Geplant ist die Übernahme des Siemens Vectron Dual Mode am 25.02.2021 in Hamburg, nachfolgend sollen Containerzüge Hamburg – Schweinfurt und Schweinfurt – Regensburg bespannt werden. Außerdem ist ein Einsatz vor den Mineralölzügen nach Aichstetten und Kempten geplant. Die Rückgabe soll am 5. März erfolgen.

RheinCargo und Vinnolit weiten Zusammenarbeit aus

Der Logistik-Dienstleister RheinCargo und der führende europäische PVC-Anbieter Vinnolit haben sich darüber verständigt, ihre langjährig bestehende Partnerschaft weiter auszubauen. Ein neuer langlaufender Vertrag verdeutlicht den beiderseitigen Wunsch nach Kontinuität. Dem Vernehmen nach soll eine Laufzeit bis zum Ende des Jahrzehnts vereinbart worden sein. Um eine Ausweitung der Zusammenarbeit möglich zu machen, baute RheinCargo im Hafen Köln-Godorf ein neues Salzlager und erwarb Spezialwaggons für Salztransporte.

Der Vertrag umfasst den Transport von Steinsalz zu den Vinnolit-Produktionsanlagen in Hürth-Knapsack. Zudem transportiert RheinCargo für Vinnolit Natronlauge per Eisenbahn. Um größere Mengen umschlagen und transportieren zu können, hat RheinCargo auf dem Hafengelände in Godorf eigens ein Salzlager errichtet. Das Zwischenlager erhöht die Versorgungssicherheit des Kunden.

Das neue Zwischenlager im Hafen Godorf. Foto: RheinCargo

Im Dezember 2020 wurden zudem 28 neue Spezialwaggons ausgeliefert. Wichtigste Innovation ist dabei ein neuartiges Drehgestell, das über eine Federung aus Gummi verfügt und somit nicht rosten kann. Gegenüber den bisherigen Wagen weisen die neuen Modelle eine um rund 10 Tonnen höhere Lastgrenze auf.

Die neuen Salzwagen der RheinCargo. Foto: RheinCargo

Neue Falns für RheinCargo

RheinCargo hat 28 neue Falns 273 des Herstellers Transwagon aus Burgas [BG] beschafft, die am 08.12.2020 im Rheinland eintrafen. Diese sind für die bis zu drei Mal pro Tag laufenden Steinsalztransporte Köln-Godorf Hafen – Hürth (Vinnolit GmbH) bestimmt und ersetzen ältere Fahrzeuge, die aufgrund starker Korrosionsschäden ausgemustert werden.

Geliefert wurden die speziell für die Salztransporte ausgerüsteten Fahrzeuge vom langjährigen Kooperationspartner On Rail mit Sitz in Mettmann. Wichtigste Innovation der Waggons ist das neuartige Drehgestell des Herstellers „Waggonbau Niesky“ aus der Nähe von Görlitz, das über eine Federung aus Gummi verfügt – denn diese kann nicht rosten.

Mit 192 034 bespannte einer der neuen Smartron den Zug ab Passau. Foto: Matthias Müller
Der Überführungszug kurz vor dem Ziel. Foto: Matthias Müller
Die Vorgänger. Foto: Karl Arne Richter

Dyckerhoff reaktiviert Gleisanschluss

Nach 15 Jahren ohne Nutzung reaktiviert Dyckerhoff im Stammwerk Amöneburg nahe Wiesbaden den Gleisanschluss. Beraten und unterstützt wird der Zement- und Transportbetonhersteller dabei von der RheinCargo, die seit Jahren auch als Bahnpartner für die Gruppe tätig ist. Der Premierenbefahrung erfolgte am 10.11.2020, über regelmäßige Anbindungen wird aktuell noch verhandelt.

Der Bahnanschluss soll das Industrieunternehmen unabhängiger von bestehenden Verkehrswegen machen. So habe beispielsweise der sehr niedrige Stand des Rheins vor zwei Jahren gezeigt, wie wichtig es sei, auf alternative Transportwege zurückgreifen zu können.

Der Premierenzug in Amöneburg. Foto: Dyckerhoff

Lineas fährt nach Schwaben und Wolfurt

Ab dem 15.12.2020 verbinden drei Green Xpress-Züge der belgischen Güterbahn Lineas pro Woche Antwerpen mit Langweid-Foret nördlich von Augsburg in der süddeutschen Region Schwaben und weiter mit Wolfurt in der österreichischen Region Vorarlberg. Ein Halt in Recklinghausen ermöglicht zudem eine direkte Bahnverbindung mit dem Ruhrgebiet. Zwischen Recklinghausen und Augsburg wird die Traktion dabei bei der RheinCargo eingekauft.

Grafik: Lineas

In Schwaben wird der Großspediteur Karl Schmidt seine Bahnaktivitäten intensivieren und seine Gleise auch für externe Kunden öffnen, um eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene zu ermöglichen. Im Bahnhof Gablingen erfolgt dabei der Wagentausch mit der Werksbahn des MVV Industriepark Gersthofen für konventionelle Fracht sowie mit der Augsburger Localbahn (AL) für die Bedienung des Schmidt-Terminals. Südlich von Augsburg traktioniert die RTS Rail Transport Service.

Auf dem Weg nach Vorarlberg wird die Ladung auch auf dem Schienenweg zum Combi Cargo Terminal Wolfurt transportiert, was bisher nicht möglich war.

RheinCargo: Nur noch Öko-Strom

Ab 2021 sind alle E-Lokomotiven der RheinCargo nur noch mit Ökostrom des Lieferanten enviaM unterwegs. Die RheinCargo-Bahnsparte hat 2019 insgesamt ein Transportvolumen von rund 22 Mio. t befördert. Die E-Lokomotiven des Unternehmens verursachen dabei einen jährlichen Stromverbrauch von 70 Mio. kWh, speisen aber beim Bremsen wieder 7,5 Mio. kWh ein.

Um auf die positive Öko-Bilanz der RheinCargo aufmerksam zu machen, erhalten die vier neuen Lokomotiven vom Typ Siemens Smartron, die in den kommenden Wochen an die RheinCargo ausgeliefert werden, ein spezielles Branding. Mit dem Slogan „Unterwegs mit Ökostrom“ wird auf die Nutzung der sauberen Energie hingewiesen.

Foto: RheinCargo

Vier Smartron für RheinCargo

Die Güterbahn RheinCargo hat vier Siemens Smartron erworben, die ab 22.10.2020 ausgeliefert werden. Der erste Einsatzschwerpunkt wird im Raum Ingolstadt / München sein.

Die Beschaffung überrascht, denn bisher hatte das Unternehmen auf Produkte des Hauses Bombardier gesetzt. Im Bestand befinden sich unter anderem:

  • 3 E-Loks TRAXX F140 AC1 (davon 1 gemietet von BRLL)
  • 17 E-Loks TRAXX F140 AC2 (davon 14 gemietet von Akiem, Alpha Trains)
  • 12 E-Loks TRAXX F140 AC3 (davon 2 gemietet von Akiem)
  • 5 Dieselloks TRAXX F140 DE

[DE] RheinCargo: Jacobs erhält Prokura

Der Leiter des RheinCargo-Unternehmensbereichs „Werks- und Industriebahnen“, Peter Jacobs, hat mit Wirkung vom 1. Juli 2020 Prokura erhalten. Der 58-Jährige verantwortet seit Oktober 2019 den Unternehmensbereich des Logistikdienstleisters. Die RheinCargo plant, Ihr Engagement im Segment Werks- und Industriebahnverkehre zu intensivieren.

hrs für RheinCargo

Der RheinCargo-Claim „Clever kombiniert“ passt hervorragend zu einem neuen Projekt: In Hamburg und Ludwigshafen wird der Logistikdienstleister jetzt vom Eisenbahnunternehmen „Hamburger Rail Service“ (HRS) unterstützt. Hier werden Loks, die die örtlichen Tanklager bedienen, mit Personal von HRS besetzt.