[DE] RIN: Priemerburg – Karow unterbrochen

Die Strecke Priemerburg – Karow der Regio Infra Nord-Ost (RIN) ist aktuell nicht durchgehend befahrbar. Grund ist die Sperrung der Gewölbebrücke über die Nebel südlich des Bahnhofes Hoppenrade (Meckl) seit 12.08.2025. Eine Brückennachrechnung hatte die Überschreitung von zulässigen Fehlern im Brückenkörper ergeben.

Aktuell wird eruiert, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Strecke wieder durchgehend befahrbar zu machen.

[DE] Streckenmodernisierung der RIN vor Finale

Die Modernisierung der Bahnstrecken Neustadt (Dosse) – Pritzwalk sowie Löwenberg -Neuruppin geht in den Endspurt. Nach fünf Monaten Vorbereitung und fünf Monaten Bauzeit unter Koordination der Regio Infra Nord-Ost (RIN) wird das Projekt zum 31.07.2025 abgeschlossen. Damit sind zwei Eisenbahnstrecken im Nordwesten des Landes Brandenburg oberbautechnisch grundlegend erneuert – pünktlich zur der im August durch DB InfraGo beginnenden Generalsanierung des Hochleistungskorridors Berlin – Hamburg. Beide Strecken dienen dann einerseits der logistische Ver- und Entsorgung der Baustelle im Abschnitt Berlin – Wittenberge und andererseits für Umleitungen des regionalen SPNV und der Aufrechterhaltung der schienenseitigen Güterverkehrsanbindung der verladenden Wirtschaft in der Region.

Das Projekt im Überblick:

Am 14. November 2024 fand die erste Bauanlaufberatung in Bezug auf die vorbereitenden Baumaßnahmen auf der Strecke 6938 statt. Dabei wurden erste Planungen sowie vorbereitende Maßnahmen für die Projektrealisierung besprochen. Die Bauarbeiten begonnen im März 2025. Dazu war eine Sperrung der betroffenen Strecken notwendig. Zum 30. Juni konnte die Strecke 6938 zwischen Neustadt (Dosse) und Pritzwalk wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Streckenteil zwischen Löwenberg, Herzberg und Neuruppin (Strecken 6751 und 6946) wird zum 31. Juli beendet.

Leistungsdaten im Überblick:

  • 94.080 Meter neue Schienen
  • 68.500 Schwellen (davon 56.640 auf Strecke 6938, 11.860 auf 6751/6946)
  • 30.000 Tonnen Schotter
  • 10 neue Weichen
  • 61 Bahnübergänge erneuert/umgebaut, davon 4 mit technischer Sicherung
  • 30 Durchlässe bearbeitet (erneuert, saniert oder zurückgebaut)
  • Dazu ist ein komplettes Stellwerk örtlich „umgezogen“ (Ab-, Um- und Wiederaufbau).
  • Eingesetzt wurden u. a. ein Gleisumbauzug UM-P95, ein Schleifzug SF-02, moderne Stopfmaschinen mit Schotterpflug sowie Zweiwegetechnik für flexible Einsätze.

Sperrung Joachimsthal – Templin aufgehoben

Die Gleissperrung Joachimsthal – Milmersdorf – Templin wird mit Wirkung vom 06.01.2023, 10:00 Uhr durch den Betreiber Regio Infra Nord-Ost (RIN) aufgehoben. Auf Grund weiterhin bestehender Oberbaumängel sind Zugfahrten bis auf weiteres nur mit Fahrzeugen der Streckenklasse A (Radsatzlast 16,0 t) sowie mit einer Vmax von 10 km/h zugelassen. Dem Vernehmen nach hatte der Baustoffkunde in Milmersdorf wegen der „gekappten“ Bahnversorgung gegen die Sperrung protestiert.

DESAG: Hahn geht, Nachfolger benannt

Tino Hahn (46), Finanzvorstand der Deutschen Eisenbahn Service AG (DESAG), hat den Aufsichtsrat der Gesellschaft darüber informiert, dass er aus persönlichen Gründen mit Wirkung zum 31.12.2022 aus dem Unternehmen ausscheiden möchte. Damit einher geht die Abberufung als Geschäftsführer der Ostmecklenburgischen Bahnwerk GmbH (OMB) und die Abgabe der Verantwortung für den Bereich Infrastruktur.

Hahn übernahm im Oktober 2014 als Mitglied des Vorstands der DESAG die Funktion des Finanzvorstands mit Zuständigkeit für Finanzen & IT. Gleichzeitig war er in mehreren Unternehmen als Geschäftsführer tätig. Seine Nachfolge bei der DESAG an der Seite von Dr. Ralf Böhme tritt Nadine Maier (44) an. Sie ist seit 2017 bei der DESAG als Finanzcontrollerin tätig. Die Geschäftsführertätigkeit bei der OMB wird Thomas Becken interimsweise übernehmen. Die Nachfolge in den Infrastrukturunternehmen übernimmt Dr. Ralf Böhme, der zugleich seine Geschäftsführertätigkeit bei der HANSeatischen Eisenbahn GmbH abgeben wird. Seine Nachfolge tritt René Haber-Henning (44), Prokurist und kaufmännischer Leiter der Gesellschaft, an.

Hahn und Becken sind seit 2003 verbunden. Aus der Baubranche kommend war Hahn ab 2003 als Finanzcontroller bei der von Becken gegründeten Prignitzer Eisenbahn GmbH (PEG). Nach dem Verkauf der PEG an den Arriva-Konzern im Jahr 2004 war Hahn bei der Arriva Deutschland ab 2005 Integrationsmanager sowie 2007 bis 2009 Geschäftsführer Finanzen bei der Tochter Autobus Sippel. Als Becken Arriva und die PEG verließ folgte Hahn ihm nach und wurde bis 2015 Geschäftsführer der von Becken neu gegründeten Regio Infra GmbH & Co. KG (RIG). Hahn übernahm später auch die Geschäftsführung der Regio Infra Nord-Ost GmbH & Co. KG (RIN), der paritätisch von RIN und TUL agroservice gehaltenen Schienen-Infrastrukturgesellschaft-Prignitz mbH (SIP) als Betreiber der Anschlussbahn Falkenhagen (Prignitz) sowie der HANSeatische Infrastrukturgesellschaft mbH.

Im April 2019 gründete Hahn (10 %) mit Becken (67 %) und Mathias Tenisson (23 %) die neue Holding BTH Beteiligungs GmbH. Diese erwarb die TUL agroservice GmbH Falkenhagen und übernahm 2020 bzw. 2022 schrittweise die Anteile an der nun als Ostmecklenburgische Bahnwerk GmbH (OMB) Werkstatt in Neustrelitz, deren

PRESS: Ausbilder auf RIN-Infra

Am 08.05.2021 hat die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn (PRESS) mit einem historischen Triebwagen der Baureihe 772 („Blutblase“) Ausbildungsfahrten auf Infrastruktur der Regio Infra Nord-Ost (RIN) zwischen Priemerburg und Meyenburg durchgeführt. Dort vorhandene Nebengleise werden u.a. von der Vermietgesellschaft VTG für die Abstellung von nicht benötigten Waggons genutzt. Bislang hat die RIN-Schwester Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP) die Umfuhren absolviert. Dem Vernehmen nach will die auch vor Güterzügen der VTG Rail Logistics tätige PRESS bei den Abstellern einsteigen.

Die Ausbildungsfahrt mit PRESS 772 141 in Karow (Mecklenburg). Foto: Peter Rignitz