[DE] Neue Gesellschafter für PCK Schwedt?

Nach einem Bericht in der Berliner Zeitung plant der polnisch Onimot-Konzern die Übernahme des 37,5 %igen Anteils von Shell an der PCK-Raffinerie in Schwedt (Oder). Mehrheitseigentümer ist der durch die US-Regierung sanktionierte staatliche russische Ölkonzern Rosneft mit rund 54 %. Ob es für diese Anteile ebenfalls einen Käufer gibt ist nicht bekannt.

Insofern ist eine drohende Insolvenz der PCK-Raffinerie nicht abgewendet. Ob die bis Ende April 2026 gewährte Ausnahmegenehmigung durch die US-Regierung verlängert wird ist offen. Die Rosneft Deutschland GmbH unterliegt der Treuhandverwaltung durch die Bundesnetzagentur (BNetzA). Die jüngst beschlossene Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes macht die bislang notwendige halbjährliche Verlängerung der Verwaltung überflüssig, da diese künftig an die Dauer der verhängten Sanktionen geknüpft ist. Dies ermöglicht eine längerfristige Planung.

Foto: PCK

[DE] RCL/MEV ab 2025 selbst nach Kempten

Das Tanklager der Präg-Gruppe in Kempten wird ab 2025 erneut in anderer Konstellation angefahren. Nach einem Jahr mit mehrheitlicher last-mile-Bedienung durch die mit Fahrzeugproblemen kämpfenden Augsburger Localbahn (AL) wird ab dem kommenden Jahr wie folgt gefahren:

  • dispo-Tf Rail für Dettmer Rail / BP
  • Rail Cargo Logistics – Germany (RCL DE) mit MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft als „TransFLEX“ für Rosneft, Total und Gunvor
Fahrt am 06.12.2024 nach Kempten zur Personalschulung. Foto: MEV

[DE] Shell, ODEG, DB und Rosneft gegen Streckensperrung

Diverse Betroffene haben bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) Beschwerde wegen der (geplanten) Sperrung der Strecke 6081 bei Bernau (bei Berlin) durch die DB InfraGO vom 11.04. bis 30.05.2025 eingelegt (Geschäftszeichen BK10-24-0325_Z).

Initial hatte sich die Shell Deutschland als Mitbetreiberin der Raffinerie in Schwedt an die Behörde gewandt. Der Mineralölkonzern beanstandet die – baustellenbedingte – 7-wöchige Totalsperrung sowie das Umleitungskonzept, welches zu deutlichen Fahrzeitverlängerungen sowie erheblichen Kapazitätseinschränkungen im Schienennetz führe, und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Betrieb der Raffinerie. Nachfolgend hatten sich auch DB Cargo, die ODEG Ostdeutsche Eisenbahn sowie der PCK-Mehrheitsgesellschafter Rosneft Deutschland der Beschwerde angeschlossen.