[AT/CH] Feldkirch – Buchs gesperrt

Vom 14. Juni bis 14. Oktober 2026 wird die rund 18 Kilometer lange eingleisige Strecke zwischen Feldkirch (Österreich) und Buchs SG (Schweiz) vollständig gesperrt, um eine Sanierung zu ermöglichen.

Im Zentrum der Bauarbeiten steht die umfassende Sanierung der Brückenkette entlang der Strecke. Gleichzeitig wird der mittlerweile in die Jahre gekommene Bahnhof Nendeln barrierefrei umgebaut und modernisiert. Ergänzend dazu werden entlang der Strecke Gleise und Oberleitungen erneuert und moderne Stellwerkstechnik installiert, um den Bahnbetrieb künftig effizienter und zuverlässiger zu gestalten.

Im SPNV kommt es zu SEV, Fernverkehr und Güterverkehr wird umgeleitet. Im Güterverkehr sind unter anderem die Züge für Red Bull betroffen, die temporär via St. Magreten geführt werden.

[CH] Entgleisungsdetektoren am GBT

Nach der Entgleisung eines Güterzugs im Gotthard-Basistunnel (GBT) im August 2023 hat die SBB Massnahmen geprüft, um im Ereignisfall die Auswirkungen zu reduzieren. Dazu gehören Entgleisungsdetektoren. Solche hat die SBB nun vor dem Gotthard-Basistunnel installiert. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, muss nach SBB-Einschätzung die Instandhaltung von Güterwagen verbessert und das Haftungsrecht im Schienengüterverkehr angepasst werden.

In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 2026 hat die SBB an zehn Stellen vor dem Gotthard-Basistunnel streckenseitige Entgleisungsdetektoren in Betrieb genommen. Sie wurden an einem besonders sensiblen Abschnitt eingebaut, und zwar vor den Portalspurwechseln auf den Zufahrtsstrecken zum Gotthard-Basistunnel. Denn auf dieser Strecke verkehren sowohl Personen- als auch Güterverkehrszüge mit hoher Geschwindigkeit. Gleichzeitig sind Spurwechsel über sogenannte Schnellfahrweichen möglich.

[CH] Stand des Eisenbahnausbaus

Die Bahnunternehmen der Schweiz erreichten letztes Jahr wichtige Meilensteine beim Ausbau des Schienennetzes. Das zeigt der neuste Standbericht, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) am 30.04.2026 veröffentlicht hat.

Das BAV informiert jährlich in einem Standbericht über den Fortschritt beim Ausbau des Schienennetzes. Der vorliegende Bericht bildet den Stand aller beschlossenen Ausbauprogramme per 31.12.2025 ab. Aktuell befinden sich im Rahmen der Ausbauschritte 2025 und 2035 sowie des Programms ZEB (Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur) rund 300 Projekte in der Projektierung oder Realisierung.

Im Jahr 2025 erreichten die Bahnen beim Ausbau wichtige Meilensteine. Mit dem Doppelspurausbau zwischen Grellingen und Duggingen nahm die SBB die erste grosse Infrastrukturmassnahme des Ausbauschritts 2035 termingerecht in Betrieb. Gleichzeitig wurden weitere Ausbauten im Raum Basel im Betrieb genommen. In Liestal schloss die SBB den Vierspurausbau ab.

In der Ostschweiz können die Züge auf der Strecke Pfäffikon SZ–Altendorf in kürzeren Abständen fahren. Zudem nahm die SBB ein Überholgleis für den Güterverkehr in Betrieb.

Das grösste Projekt des Ausbauprogramms ZEB ist die Erweiterung des Bahnhofs Lausanne. Letztes Jahr hat die SBB an verschiedenen Orten im und um den Bahnhof Hauptarbeiten ausgelöst. In Bahnhof Fribourg schliesslich hat sie die Umbauarbeiten abgeschlossen.

Weiter konnte das BAV die Plangenehmigung für den Brüttenertunnel erteilen, das Kernstück des Vierspurausbaus Zürich–Winterthur. Für die Erweiterung des Bahnhofs Zürich Stadelhofen führte die SBB die öffentliche Auflage durch.

Der Bundesrat will das Bahnnetz schrittweise weiterentwickeln. Dabei müssen die Projekte aus finanziellen Gründen neu priorisiert werden. Die Eckdaten dazu hat der Bundesrat am 28.01.2026 gestützt auf ein Gutachten der ETH Zürich sowie Analysen der zuständigen Bundesämter beschlossen. Die Vernehmlassungsvorlage wird derzeit erarbeitet und soll vor den Sommerferien verabschiedet werden. Im jährlichen Standbericht ist die Neupriorisierung noch nicht berücksichtigt.

www.bav.admin.ch/de/ausbauprogramme

[CH] Neue Direktionsmitglieder im BAV

Reto von Salis wird per 01.08.2026 als Vizedirektor und Direktionsmitglied die Leitung der Abteilung Infrastruktur übernehmen. Er wird damit die Nachfolge von Anna Barbara Remund antreten. Der 54-jährige Baselbieter leitet derzeit bei der SBB die Geschäftseinheit Netzentwicklung in der Abteilung Infrastruktur. Er ist auch Gesamtverantwortlicher SBB für «Verkehr ‘45». Zuvor war er bei der SBB als Projektleiter sowie in verschiedenen Führungsfunktionen im Ingenieurbau, in der Bahntechnik, im Projektmanagement und als Regionenleiter tätig gewesen.

Ebenfalls am 1. August wird Astrid Krauthausen die Leitung der Sektion Strategische Projekte antreten. Sie übernimmt die Gesamtverantwortung für zentrale Transformationsvorhaben des BAV, insbesondere für die Umsetzung der Mobilitätsdateninfrastruktur (MODI), und wird Mitglied der Direktion. Die 46-Jährige kommt ebenfalls von der SBB. Dort verantwortet sie seit 2021 strategische Programme mit grosser Systemwirkung. Zudem gestaltet sie die digitale Transformation, den Einsatz neuer Technologien und die Weiterentwicklung der Organisation. Als stellvertretende Leiterin Innovation steuerte sie zuvor das Innovationsportfolio der SBB. Zudem förderte sie die Forschungszusammenarbeit und baute neue Geschäftsfelder im Mobilitätsbereich auf. Zuvor war Astrid Krauthausen für Post und Swisscom tätig gewesen.

[CH] 4-Meter-Korridor nach Frankreich genehmigt

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Schweiz hat am 16.12.2025 die Plangenehmigung für die Erstellung eines 4-Meter-Korridors zwischen Basel St. Johann und Basel SBB erteilt. Damit werden auf der schweizerischen Seite die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die linksrheinische Strecke zu einer zusätzlichen NEAT-Zulaufstrecke ausgebaut werden kann.

Die SBB wird die Gleise in den beiden Tunnels Kannenfeld und Schützenmatt sowie unter zwei Strassenüberführungen absenken. Weiter führt die SBB zahlreiche reguläre Instandsetzungsmassnahmen durch, darunter die Sanierung von zwei Brücken über den Birsig. Der erste Teil der separat genehmigten Vorarbeiten läuft bereits. Der zweite Teil beginnt im Januar 2026. Die Hauptarbeiten dauern von April 2026 bis voraussichtlich Ende 2029.

Damit Güterzüge mit höherer Ladung neu auch über die linksrheinische Strecke zur NEAT geführt werden können, sind auch Profilanpassungen auf der französischen Seite nötig. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Bundesrat Albert Rösti und der französische Verkehrsminister im Februar 2025 unterzeichnet. Aktuell werden die erforderlichen Ausbauprojekte erarbeitet.

Die Arbeiten in der Schweiz kosten rund 114 Mio. CHF. Finanziert werden sie über den Verpflichtungskredit des Bundes für die 4-Meter-Korridor-Projekte. Die Instandsetzung der beiden Birsigbrücken (7 Mio. CHF) wird via die Leistungsvereinbarung mit der SBB für den Substanzerhalt abgegolten.

[DE/CH] ETCS auf Grenzbetriebsstrecken in Betrieb

Auf den Grenzbetriebsstrecken zwischen Deutschland und der Schweiz wurde zum Fahrplanwechsel auf 60 Kilometern Strecke ETCS in Betrieb genommen. Ab sofort steht im Knoten Basel, auf der Strecke Erzingen (Baden)–Singen (Hohentwiel) und den Gleisanlagen in Konstanz in Richtung Schweiz ETCS Level 1 Limited Supervision (ETCS L1 LS) zur Verfügung, zusätzlich zu den nationalen Zugbeeinflussungssystemen beider Länder.

Die Doppelausrüstung ermöglicht das Fahren über die Landesgrenze hinweg mit unterschiedlichen Fahrzeugausrüstungen. Das betrifft die deutschen Grenzbahnhöfe Weil am Rhein, Basel Badischer Rangierbahnhof, Basel Badischer Bahnhof, Erzingen (Baden), Singen (Hohentwiel) und Konstanz. Davon profitiert vor allem die Schweiz, da das Schweizer Eisenbahnnetz bereits flächendeckend mit ETCS ausgerüstet ist und der Anteil von ETCS-only Fahrzeugen kontinuierlich steigt.

Im Knoten Basel entstehen bis 2027 neue Verkehrsanlagen zwischen Weil am Rhein und Haltingen. So soll ein zusätzliches Gleis eine bessere Trennung von Personen- und Güterverkehr ermöglichen. Im südlichen Bereich des Basel Badischen Rangierbahnhofs ist eine neue Gleisgruppe für den schnellen Transit von Güterzügen bereits fertiggestellt.

[CH] SBB: Lohnverhandlungen abgeschlossen

Die SBB, die Gewerkschaften und die Personalverbände haben die Lohnverhandlungen abgeschlossen. Für das Jahr 2026 stellt die SBB für die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstellten Mitarbeiter von SBB und SBB Cargo 1,5 % der Lohnsumme für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung. 5% der verhandelten Lohnsumme wird für das Zusatzbudget für besonders gute Leistungen und/oder Verhalten gemäß GAV Art. 86 verwendet.

Die SBB haben den Vertrag mit SEV, Transfair, VSLF und KVöV ausgehandelt.

[CH] Digitale Stellwerke für SBB

Die SBB hat am 07.10.2025 die Rahmenverträge für Stellwerke im Umfang von 1,4 Mrd. CHF an Hitachi, Siemens und Stadler Rail vergeben. Die ersten digitalen Stellwerke werden nach erfolgreicher Erprobung voraussichtlich 2029 in Betrieb genommen. Die SBB hatte die Leistungen im Herbst 29022 in zwei Losen ausgeschrieben.

Heute betreibt die SBB knapp 500 Stellwerke in der Schweiz. 80 % der Anlagen werden in den nächsten 20 Jahren ersetzt.