Green Cargo und Jernhusen haben eine Vereinbarung über den Betrieb des Stockholm Årsta Kombiterminal bis Dezember 2029 unterzeichnet. Durch die Vereinbarung wird Green Cargo zum Betreiber für eines der wichtigsten kombinierten Terminals Schwedens. Die Veränderung wird frühestens am 01.10.2026 wirksam werden. Die staatliche Güterbahn löst dann die 2017 bis 2021 sowie seit 01.10.2025 amtierende VÄTE ab.
Von links: Jernhusens CEO Biljana Pehrson und Green Cargo-CEO Henrik Dahlin. Foto: Peter Lydèn / Green Cargo
Stena Line hat am 15.06.2026 eine Vereinbarung mit der schwedischen Verkehrsbehörde Trafikverket unterzeichnet, die die Fortsetzung des Eisenbahntransports zwischen Deutschland und Schweden über die Fährroute Rostock – Trelleborg bis zum 31. 12.2031 sicherstellt.
Die Vereinbarung ist die erste ihrer Art und wurde im Rahmen einer Pressekonferenz im Hafen von Trelleborg von Elisabeth Lönne, Chief Commercial Officer bei Stena Line, und Roberto Maiorana, Generaldirektor der schwedischen Verkehrsbehörde, unterzeichnet.
Der Eisenbahnfährverkehr ist in den letzten 20 Jahren aufgrund der schwachen Wirtschaftlichkeit deutlich zurückgegangen. Seit der Eröffnung der Öresundbrücke hat der Großteil der Güterzüge von und nach Kontinentaleuropa die Öresundverbindung genutzt, anstatt mit der Fähre zu fahren. Die Fähren bleiben jedoch unverzichtbar, weshalb der schwedische Staat nun über die schwedische Verkehrsbehörde eingreift, um den weiteren Betrieb sicherzustellen. Der fortgesetzte Betrieb der Eisenbahnfähren von Stena Line ermöglicht auch eine kontinuierliche militärische Mobilität sowohl für die schwedischen Streitkräfte als auch für die NATO.
Stena Line betreibt die Strecke Rostock-Trelleborg seit 1998 mit den beiden Eisenbahnfähren M/S Skåne und M/S Mecklenburg-Vorpommern. Heute ist dies Schwedens einzige regelmäßige Eisenbahnfährverbindung und eine von nur wenigen weltweit.
Der Stahlwerksbetreiber Stegra hat am 09.06.2026 eine Vereinbarung mit dem Eisenbahnbetreiber Green Cargo geschlossen, der die Gütertransporte zwischen dem künftigen Werk von Stegra in Boden und verschiedenen Häfen abwickeln wird.
Stegra hat zuvor bereits Vereinbarungen mit den Häfen von Luleå, Skellefteå und Umeå bezüglich der An- und Ablieferung von Waren und Produkten zum und vom Werk in Boden geschlossen.
Der Industriepark Boden ist neu an das Gleisnetz angeschlossen. Die offizielle Eröffnung wurde des 800 Mio. SEK (73 Mio. EUR) teuren Projektes am 09.06.2026 vollzogen.
Die neue Infrastruktur dient dem Anschluss des neuen Stahlwerkes des Betreibers Stegra. Der Bau wurde über eine PPP-Lösung vollzogen, da staatliche Institutionen zögerten und das Investment für die Gemeinde als alleiniger Bauherr zu umfangreich war. Gemeinsam wurde die Boden Järnväg AB gegründet, an der die Investmentgesellschaft Polar Structure 91 % und die Gemeinde Boden 9 % halten.
Durch ihre Minderheitsbeteiligung an der Boden Järnväg hat sich die Gemeinde verpflichtet, eventuelle Defizite zu decken. Die fünfjährige Garantie kann die Steuerzahler bis zu 30 Mio. SEK (2,7 Mio. EUR) pro Jahr kosten, was eine potenzielle Gesamtsumme von 150 Mio. SEK (13,6 Mio. EUR) bedeutet. Stegra zahlt eine feste Gebühr unabhängig von der Nutzung. Solange Stegra zahlungsfähig ist, geht der Steuerzahler in Boden kein Risiko ein. Die Garantie der Gemeinde greift erst, wenn das Stahlunternehmen zahlungsunfähig werden sollte. Sollte das Projekt hingegen Gewinne abwerfen, führt der Anteil zu künftigen Dividenden.
Real Rail Sweden wandert ab Dezember 2026 von Helsingborg in das 60 km südlich davon liegende Malmö ab. Betroffen sind die Züge nach Nässjö, Umeå und Luleå mit fünf Rundläufen pro Woche.
Viktor Richard ist neuer COO bei VÄTE Rail. Richard war über 12 Jahre Triebfahrzeugführer bei Green Cargo, bis er im Mai 2024 zu VÄTE wechselte. Dort war er zunächst ein Jahr Supervisor Rail und bekleidete ab Januar 2026 den Posten des Koordinators für Verkehrssicherheit.
TX Logistik und Van der Vlist, niederländischer Spezialist für Schwerlast- und Spezialtransporte, haben eine neue Schienenlösung für übergroße Güter auf regulären Intermodalzügen zwischen Rostock und Verona eingeführt. Die neue Lösung ermöglicht es, übergroße Einheiten, die bisher eine komplexere Transportplanung erforderten, auf planmäßigen intermodalen Verbindungen zu befördern.
Als erste Sendung wurden zwei Hubarbeitsbühnen transportiert, die im Terminal Quadrante Europa in Verona verladen wurden. Nach Ankunft in Rostock wurden sie per Fähre nach Trelleborg und von dort anschließend per Lkw zu ihrem endgültigen Bestimmungsort transportiert.
Für die Verladung der übergroßen Fracht kommt das von Van der Vlist neu konzipierte und jüngst patentierte Bolster-System zum Einsatz, das sich nahtlos in den üblichen Piggyback-Betrieb integrieren lässt. Dabei handelt es sich um eine spezielle Bahnplattform, auf der großformatige Maschinen wie Bagger, Arbeitsbühnen oder landwirtschaftliche Geräte, die nicht in den Container passen, für die Verladung auf den Waggon verzurrt und gesichert werden.
Die Genehmigung, die übergroße Ladung im sogenannten großen KV-Profil fahren zu dürfen, hat TX Logistik in Abstimmung mit der DB InfraGo erhalten. Das bedeutet: Es können Ladungen mit bis zu 2.990 Millimetern Breite auf regulären Intermodalzügen innerhalb des P400-Lichtraumprofils transportiert werden. Im Gegensatz zu Sonderzuglösungen gewährleistet dieser Ansatz eine höhere Zuverlässigkeit, da Züge im Falle von Störungen problemlos umgeleitet werden können, ohne dass neue Streckengenehmigungen erforderlich sind.
In der nächsten Phase des Projekts soll auch der Weitertransport in Schweden auf der Schiene in Zügen der TX Logistik erfolgen. Die technische Machbarkeit dieser Option wurde bereits geprüft. Über Schweden hinaus planen TX Logistik und Van der Vlist zudem weitere gemeinsame Verbindungen, um die neue Transportlösung auf zusätzliche Korridore auszuweiten.
Nurminen Logistics kooperiert mit dem Intermodalanbieter General Transport Service (GTS) und erweitert die eigene Zugleistung Parma – Frövi um Antennen nach Neapel, Bari und Katania unter Nutzung von bestehenden Zugverbindungen von GTS.
Die schwedische Privatbahn BLS Rail wurde am 28.04.2026 vom Bezirksgericht in Alingsås für insolvent erklärt. Somit scheiterte die seit dem 22.08.2025 laufende Sanierung. Im Rahmen der Umstrukturierungen hatte sich BLS Rail von den Güterverkehrsaktivitäten verabschiedet und sich auf die Vermietung von Loks konzentriert.
Nun wurden alle verbliebenen Mitarbeiter entlassen, die Vermögenswerte werden veräußert, um eine möglichst hohe Insolvenzquote zu erreichen. Inwiefern die Muttergesellschaft BLI Holding AB die Insolvenz der Tochter übersteht ist noch unklar.
Die Loks der Gruppe befinden sich formell im Besitz von drei verschiedenen Gesellschaften, die alle zur BLI Holding gehören: