[AT/CH] Feldkirch – Buchs gesperrt

Vom 14. Juni bis 14. Oktober 2026 wird die rund 18 Kilometer lange eingleisige Strecke zwischen Feldkirch (Österreich) und Buchs SG (Schweiz) vollständig gesperrt, um eine Sanierung zu ermöglichen.

Im Zentrum der Bauarbeiten steht die umfassende Sanierung der Brückenkette entlang der Strecke. Gleichzeitig wird der mittlerweile in die Jahre gekommene Bahnhof Nendeln barrierefrei umgebaut und modernisiert. Ergänzend dazu werden entlang der Strecke Gleise und Oberleitungen erneuert und moderne Stellwerkstechnik installiert, um den Bahnbetrieb künftig effizienter und zuverlässiger zu gestalten.

Im SPNV kommt es zu SEV, Fernverkehr und Güterverkehr wird umgeleitet. Im Güterverkehr sind unter anderem die Züge für Red Bull betroffen, die temporär via St. Magreten geführt werden.

[NL] Stahlhut wechselt zur Rail Innovators Group

Foto: Rail Innovators Group

Die Rail Innovators Group (RIG) rüstet sich nach einer Verdreifachung des Umsatzes in fünf Jahren für ein weiteres Wachstum. In dessen Vorbereitung wird die heute 250 Mitarbeiter starke und 150 Mio. EUR Jahresumsatz ausweisende Gruppe eine bereits länger vorbereitete breitere Aufstellung im Top-Management vollziehen. Dies soll die Skalierung des Geschäftes beschleunigen und die europäische Präsenz der Gruppe erweitern.

Julian Remie (39), Gründer und CEO seit der Gründung der Rail Innovators Group, wird neu als Executive Chairman sowie unverändert als Geschäftsführer der Gruppe agieren. In dieser Funktion wird er die Gesamtstrategie leiten und die unternehmerische und innovative Geschäfts- und Produktentwicklung der Gruppe weiter vorantreiben.

Neu wird Michail Stahlhut (59) ab 01.06.2026 als CEO sowie weiterer Geschäftsführer zur Gruppe stoßen und somit das operative Management und die Umsetzung der täglichen Geschäftsabläufe leiten. Nach seinem Studium an der Technischen Universität Hamburg begann Stahlhut 1998 seine berufliche Laufbahn bei DB Cargo. In den vergangenen Jahrzehnten hatte er leitende Führungspositionen in der europäischen Bahn- und Logistikbranche inne, darunter als CEO bei SBB Cargo International und CEO der Hupac Group

Beide Manager kennen sich bereits lange – die Zusammenarbeit begann 2009: Damals war Stahlhut Vorstand Cargo der Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE), als die noch junge Raillogix begann, mit der OHE Cargo Spot-Intermodalverkehre abzuwickeln.

Über die Rail Innovators Group

Die Rail Innovators Group mit Hauptsitz in Rotterdam ist in vier integrierten Geschäftsbereichen tätig: Raillogix (Logistik), Rail Force One (RFO; EVU), Railrelease; Wagenvermietung) und Combo Wagon Service (Wagenwartung).

Das erste Unternehmen der Gruppe wurde 2005 gegründet, gefolgt von der Gründung der Rail Innovators Group im Jahr 2011. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem führenden europäischen Bahnintegrator entwickelt. Die Rail Innovators Group befindet sich heute im Besitz von Julian Remie (51 %) und von Infrastruktur-Investmentfonds, die von Reichmuth Infrastructure verwaltet werden (49 %).

[CH] SBB: Neues Produktionsmodell für Einzelwagenverkehr

SBB Cargo Schweiz hat am 19.05.2026 Details zum ab Dezember 2026 gültigen Produktionsmodell im heute stark defizitären Einzelwagenverkehr bekannt gemacht. Mit diesem sollen Auslastung erhöht und Kosten gesenkt werden. Ab 2033 muss der Güterverkehr der SBB gemäß politischer Vorgabe eigenwirtschaftlich betrieben werden.

Zur Neuausrichtung leisten alle einen Beitrag – der Bund, die Kunden und die SBB: Der Bund mit einer befristeten Unterstützung für den Einzelwagenverkehr über acht Jahre und einem Verladebonus für die Kunden, die Kunden mit kostendeckenden Preisen und langfristigen Verträgen.

Rund 50 Bedienpunkte (heute rund 280 Bedienpunkte) mit einer zu geringen Nachfrage werden im Einzelwagenverkehr künftig nicht mehr angefahren, jedoch auf Kundenwunsch weiterhin im Ganzzugsverkehr bedient. Dennoch kann die SBB nahezu gleich große Transportmengen (98 %) transportieren wie bisher – und das nach eigener Auskunft deutlich wirtschaftlicher dank besser ausgelasteter Züge.

Die Neuausrichtung führt für rund 200 Mitarbeiter in der ganzen Schweiz zu Veränderungen (rund 130 in der Deutschschweiz, 40 im Tessin und 30 in der Westschweiz). Die SBB bietet allen Betroffenen eine Lösung an: Entweder einen Wechsel an einen anderen Arbeitsort bei SBB Cargo Schweiz, innerhalb der SBB, zu einer Tochtergesellschaft, zu einer Partnerbahn oder eine begleitete berufliche Neuorientierung innerhalb der SBB. Dabei hält sich die SBB strikt an den Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Kündigungen sind die Ausnahme.

Bei den bevorstehenden Veränderungen handelt es sich mehrheitlich um Arbeitsortswechsel beim operativen Personal. In gewissen Regionen hat die SBB aktuell zu viele Fachkräfte, in anderen zu wenige. Die SBB muss ihre Mitarbeiter dort einsetzen, wo es Güter zu transportieren gibt. Deshalb wechselt das Lok- und Rangierpersonal von elf Standorten mit sehr geringem Verkehrsaufkommen oder wenigen Mitarbeitenden den Arbeitsort. Betroffen sind das Lokpersonal in Brig, Buchs SG und Chiasso sowie das Rangierpersonal in Thun, Rothenburg, Yverdon, Payerne, Fribourg, Delémont, Martigny und Wil. Die Standorte Schaffhausen und Frauenfeld bleiben voraussichtlich bis 2028 beziehungsweise 2029 bestehen.

Ziel ist, möglichst viele Mitarbeiter in der SBB zu behalten und dort einzusetzen, wo Bedarf besteht. Nebst den Arbeitsortwechseln rekrutiert die SBB deshalb laufend Mitarbeiter im Güterverkehr, um der Pensionierungswelle zu begegnen. Aufgrund dieser erwartet die SBB, dass sie im Güterverkehr in den nächsten Jahren rund 300 neue Mitarbeiter benötigt.

[CH] Swiss Post Cargo nutzt CombiLink

Swiss Post Cargo Italia (ehemals Iemoli Trasporti) ist neuer Kunde auf dem „CombiLink“ der SBB Cargo Schweiz zwischen Stabio und Dietikon. Bis Ende 2026 sollen 4.000 Sattelauflieger transportiert werden. 

Swiss Post Cargo Italia gehört zur international tätigen Swiss Post Cargo Gruppe, der Güterlogistik der Schweizerischen Post. Swiss Post Cargo Italia ist unter anderem spezialisiert auf den intermodalen Transport von Gütern aus Italien in die Schweiz. 

Foto: SBB Cargo

[CH] Entgleisungsdetektoren am GBT

Nach der Entgleisung eines Güterzugs im Gotthard-Basistunnel (GBT) im August 2023 hat die SBB Massnahmen geprüft, um im Ereignisfall die Auswirkungen zu reduzieren. Dazu gehören Entgleisungsdetektoren. Solche hat die SBB nun vor dem Gotthard-Basistunnel installiert. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, muss nach SBB-Einschätzung die Instandhaltung von Güterwagen verbessert und das Haftungsrecht im Schienengüterverkehr angepasst werden.

In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 2026 hat die SBB an zehn Stellen vor dem Gotthard-Basistunnel streckenseitige Entgleisungsdetektoren in Betrieb genommen. Sie wurden an einem besonders sensiblen Abschnitt eingebaut, und zwar vor den Portalspurwechseln auf den Zufahrtsstrecken zum Gotthard-Basistunnel. Denn auf dieser Strecke verkehren sowohl Personen- als auch Güterverkehrszüge mit hoher Geschwindigkeit. Gleichzeitig sind Spurwechsel über sogenannte Schnellfahrweichen möglich.

[BE/CH] Neuwagen von Zeebrugge nach Nebikon

Im Frühjahr 2026 sind Transporte mit Neuwagen von Zeebrugge (ICO) zum Galliker Car Logistics Compound in Nebikon angelaufen. Die Laaers stellt SITFA, die Traktion übernehmen LINEAS und SBB Cargo Schweiz.

Der erste Zug erreichte den Compound am 21.04.2026. Stand jetzt sind bis Mitte Juni insgesamt sieben Züge eingeplant. Ziel von Galliker ist es, in den verbleibenden Monaten dieses Jahres im Durchschnitt ein bis zwei Züge zu empfangen. Die Verteilung auf die einzelnen Monate kann dabei unregelmässig sein.

Foto: Galliker Transport

[DE/IT] BM Bahndienste fährt für CRONIMET

Die BM Bahndienste realisiert ein internationales Transportprojekt für die in Karlsruhe ansässige und im Metallrecycling und -handel tätige CRONIMET-Gruppe. Transportiert wird Schrott zwischen Karlsruhe und dem Stahlwerk der Acciai Speciali Terni (AST) in Terni nördlich von Rom im wöchentlichen Umlauf.

Für den Transport stehen 46 Eanos der VTG zur Verfügung. Die Langstreckentraktion via Chiasso hat die als Spediteur und Dienstleister auf der ersten Meile tätige BM Bahndienste an TX Logistik vergeben.

Ursprünglich sollte von Karlsruhe aus das APERAM-Werk in Genk versorgt werden. Der Stahlproduzent beschafft jedoch nach 15 Jahren der Zusammenarbeit mit CRONIMET Schrott neu konzernintern über die Eisenlegierungen Handelsgesellschaft (ELG).

Foto: VTG

[CH] LokRoll: Vectron AC für railCare

Die coop-Tochter railCare mietet seit 01.05.2026 drei Siemens Vectron AC von der Reichmuth-Tochter LokRoll3. Als Asset Manager tritt die Reichmuth-Beteiligung rail care and management (rcm) auf. Die Loks waren zuvor bei SBB Cargo Schweiz im Einsatz und füllen eine Lücke, die durch die Rückgabe von drei Stadler Euro9000 an European Loc Pool (ELP) entstanden war.

Im August soll dann noch eine vierte Vectron dazu kommen. Im Gegenzug werden die von SBB Cargo International und BLS Cargo gemieteten Vectron sukzessive zurückgegeben.

20260501-_DSC1507

[CH] Stand des Eisenbahnausbaus

Die Bahnunternehmen der Schweiz erreichten letztes Jahr wichtige Meilensteine beim Ausbau des Schienennetzes. Das zeigt der neuste Standbericht, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) am 30.04.2026 veröffentlicht hat.

Das BAV informiert jährlich in einem Standbericht über den Fortschritt beim Ausbau des Schienennetzes. Der vorliegende Bericht bildet den Stand aller beschlossenen Ausbauprogramme per 31.12.2025 ab. Aktuell befinden sich im Rahmen der Ausbauschritte 2025 und 2035 sowie des Programms ZEB (Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur) rund 300 Projekte in der Projektierung oder Realisierung.

Im Jahr 2025 erreichten die Bahnen beim Ausbau wichtige Meilensteine. Mit dem Doppelspurausbau zwischen Grellingen und Duggingen nahm die SBB die erste grosse Infrastrukturmassnahme des Ausbauschritts 2035 termingerecht in Betrieb. Gleichzeitig wurden weitere Ausbauten im Raum Basel im Betrieb genommen. In Liestal schloss die SBB den Vierspurausbau ab.

In der Ostschweiz können die Züge auf der Strecke Pfäffikon SZ–Altendorf in kürzeren Abständen fahren. Zudem nahm die SBB ein Überholgleis für den Güterverkehr in Betrieb.

Das grösste Projekt des Ausbauprogramms ZEB ist die Erweiterung des Bahnhofs Lausanne. Letztes Jahr hat die SBB an verschiedenen Orten im und um den Bahnhof Hauptarbeiten ausgelöst. In Bahnhof Fribourg schliesslich hat sie die Umbauarbeiten abgeschlossen.

Weiter konnte das BAV die Plangenehmigung für den Brüttenertunnel erteilen, das Kernstück des Vierspurausbaus Zürich–Winterthur. Für die Erweiterung des Bahnhofs Zürich Stadelhofen führte die SBB die öffentliche Auflage durch.

Der Bundesrat will das Bahnnetz schrittweise weiterentwickeln. Dabei müssen die Projekte aus finanziellen Gründen neu priorisiert werden. Die Eckdaten dazu hat der Bundesrat am 28.01.2026 gestützt auf ein Gutachten der ETH Zürich sowie Analysen der zuständigen Bundesämter beschlossen. Die Vernehmlassungsvorlage wird derzeit erarbeitet und soll vor den Sommerferien verabschiedet werden. Im jährlichen Standbericht ist die Neupriorisierung noch nicht berücksichtigt.

www.bav.admin.ch/de/ausbauprogramme