METRANS hat nach Dunajská Streda (DUST) – Kartepe nun auch die Gegenrichtung getestet. Mit Abfahrt am 08.02. traf der Zug sechs Tage später am Ziel ein. Involviert waren die Bahnen Pasifik Arkas (TK), DB Cargo Bulgaria (BG), M-Rail (RS), METRANS Danubia (HU) und METRANS Rail Slovakia (SK)
[RS] 14 Mrd. EUR für Schienenprojekte
Serbien investiert über das „Nationale Programm für öffentliche Eisenbahninfrastruktur von 2025 bis 2029“ für die Modernisierung der Hauptstrecken, die Erhöhung der Sicherheit und Interoperabilität rund 14 Mrd. EUR.
Der Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der Eisenbahn im Korridor 10 auf den Abschnitten Beograd – Niš und Niš – Dimitrovgrad, der langfristig mit geplanten Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 160–200 km/h zweigleisig ausgebaut werden soll.
Die Verbesserung der Haupt-, Regional- und Lokalstrecken ist mit Anwendung moderner technischer Standards geplant, darunter höhere zulässige Geschwindigkeiten, höhere Achslast und längere Züge gemäß den geltenden Gesetzen und technischen Spezifikationen für die Interoperabilität der Europäischen Union.
Besonderer Wert wird auf die Verbesserung der Sicherheit an Bahnübergängen gelegt, etwa durch Installation automatischer Halbbarrieren und Rationalisierung der Anzahl der Übergänge. Geplant ist die Ablösung von Bahnübergängen auf den Hauptstrecken, für die schätzungsweise etwa 430 Mio. EUR benötigt werden. Der genaue Betrag wird nach der Erstellung der technischen Dokumentationen festgelegt, die von den lokalen Selbstverwaltungseinheiten und dem Straßeninfrastrukturverwalter in Zusammenarbeit mit der Infrastruktura železnica Srbije (IŽS) gemeinsam erarbeitet werden soll. In der nächsten Phase sollen dann Bahnübergänge auf Regionalbahnstrecken folgen.
[RS] Gewerkschaften fordern 3,15 EUR Mindeststundenlohn
Die Eisenbahngewerkschaften in Serbien bereiten einen Streik vor, da die serbische Regierung ihre Forderung, dass der Mindeststundenlohn bei Eisenbahngesellschaften gesetzeskonform und 371 Dinar pro Stunde betragen soll, bisher nicht akzeptiert hat.
Auf einer Pressekonferenz am 28.01.2026 verlas der stellvertretende Präsident der Konföderation der Eisenbahnarbeiter Serbiens, Sasa Jocić, eine Erklärung der repräsentativen Gewerkschaften, wonach gemäß dem Beschluss der serbischen Regierung der Mindeststundenlohn für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2025 337 RSD (2,86 EUR; netto) für alle Beschäftigten bzw. 371 RSD (3,15 EUR) für 2026 betragen sollte.
Die Gewerkschaften kündigten an, dass sie andernfalls eine Protestaktion vor dem serbischen Regierungssitz organisieren werden. Zehn Tage nach der Protestaktion soll es einen einstündigen Warnstreik geben, und danach in kürzester Zeit ein Generalstreik der Beschäftigten aller Eisenbahnaktiengesellschaften Serbiens im gesamten serbischen Eisenbahnnetz.
Die Gewerkschaften seien sich einig, dass es eine vollständige Störung des Mitarbeiterbewertungssystems geben werde, wenn diese Mindestlöhne nicht angewendet werden.
Bei der Auszahlung des Dezembergehalts am 15.01.2026 erhielten von etwa 9.500 Mitarbeitern aller vier Eisenbahn-Aktiengesellschaften mehr als 5.700 Mitarbeiter ein Grundgehalt, das dem Mindestlohn für Januar 2026 entspricht, was etwa 65 % der Beschäftigten ausmacht.
[HU/RS] „BuBe“ startet Ende Februar
Der Güterverkehr auf der Bahnstrecke (Budapest –) Ferencváros – Kelebia – Subotica (– Beograd/Belgrad) wird am 27.02.2026 eröffnet.
Auf Anordnung von Ungarns noch amtierenden Bau- und Verkehrsminister János Lázár begann am 13.01.2026 die Koordinierung mit den an der Umsetzung beteiligten Unternehmen hinsichtlich der Übergabe der Eisenbahnstrecke Budapest – Belgrad. Im Rahmen dessen führte der stellvertretende Minister Nándor Csepreghy Konsultationen mit den zuständigen ungarischen und chinesischen Auftragnehmern sowie den Organisationen, welche die Inspektion durchführten.
Laut Lázár ist der etwa 160 km lange Abschnitt der Eisenbahnlinie Budapest – Belgrad in Ungarn vollständig fertiggestellt und der Testbetrieb derzeit im Gange. Sie soll bis zum 15.03.2026 dann auch für den Personenverkehr geöffnet werden. Personenzüge können dort künftig mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h fahren, Güterzüge mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h.
In den ersten Januartagen berichteten ungarische Medien, dass die Arbeiten in Ungarn durch Herausforderungen wie die Installation und Integration moderner Sicherheitsausrüstung, die für Hochgeschwindigkeitszüge notwendig ist, verlangsamt wurden und eine Eröffnung vor den Wahlen im Mai 2026 nicht zu erwarten sei. Ungarn als EU-Mitglied musste strengere Vorschriften für öffentliche Beschaffungen und andere Verfahren einhalten, die sich als zeitaufwändiger erwiesen als die geltenden Vorschriften auf serbischer Seite, aber der Start der Eisenbahn wird nun im Februar erwartet.
[SI/RS] Erster Intermodalzug Sežana – Niš
Ende 2025 ist erstmals ein Ganzzug mit Containern zwischen der Umschlaganlage der Adria Terminali in Sežana (Slowenien) nördöstlich von Triest und dem Terminal von MBOX in Niš (Serbien) verkehrt.

[TK/SK] METRANS und Hilal Trans kooperieren
Der bestehende Intermodalzug Istanbul – Dunajská Streda von METRANS wird ab 14.01.2026 auf vier wöchentliche Abfahrten verdichtet. Hintergrund ist der Einstieg des Logistikers Hilal Trans als Großkunde in das Projekt.

[RS/IT] MSC verbindet Belgrad und Triest
Der Reedereikonzern MSC hat am 25.10.2025 einen wöchentlichen Intermodalzug zwischen der italienischen Hafenstadt Triest und dem von Logistički centri Srbije (LCS) errichteten Batajnica-Terminal nahe der serbischen Hauptstadt Belgrad gestartet. Traktionspartner ist die serbische Güterbahn Rail Transport Logistic (RTL), die Waggons stelt GATX.

[HR/RS] Rijeka – Niš mit Zwischenhalt
Der Intermodalzug Rijeka – Niš legt seit 16.10.2025 auf seiner Fahrt 3-4 x pro Woche einen Zwischenstopp am neuen Teminal in Batajnica nahe der Hauptstadt Belgrad ein.
[RS] Belgrad – Subotica komplett in Betrieb
Am 03.10.2025 erfolgte in Anwesenheit des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić die Eröffnungsfahrt zwischen Novi Sad und Subotica, dem dritten und letzten Abschnitt der 183 km langen Hochgeschwindigkeitsstrecke. Am 08.10.2025 erfolgt die Aufnahme des regulären Betriebes.
Damit ist dann die gesamte, für 200 km/h ausgelegte zweigleisige Neubaustrecke zwischen Belgrad und Subotica nahe der ungarischen Grenze in Betrieb. Vor dreieinhalb Jahren wurde der Abschnitt zwischen Belgrad und Novi Sad eröffnet. Die Arbeiten begannen offiziell am 22.11.2021 am Bahnhof Novi Sad Ranžirna. Auftragnehmer war das chinesische Konsortium aus China Railway International und China Communications Construction Company.
[TR/BG/RS] Express Service fährt Transitverkehr
Das vorrangig als Instandhaltungsdienstleister tätige bulgarische Unternehmen Express Service steigt zunehmend in die Zugtraktion ein. Vorausgegangen war die Inbetriebnahme von diversen Elektroloks.
Jüngst wurde die Bespannung von Transitgüterzügen Türkei – Serbien auf dem bulgarischen Abschnitt aufgenommen.


