[RO] Stahlwerk Oțelu Roșu bekommt wieder Schienenanschluss

Im Oktober 2025 begannen durch das Bauunternehmen NESS Project Europe Sanierungsarbeiten an der Werkbahn im Stahlwerk Oțelu Roșu (bis zur Privatisierung 1999 firmierte es als Socomet, später als Gavazzi Steel). Die Wiederherstellung der Eisenbahninfrastruktur ist für den Transport von Rohstoffen und Fertigprodukten zur Produktion von Bewehrungsstahl und Draht für die großen Infrastrukturprojekte der UMB Group unerlässlich.

Im Januar 2025 erwarb Dorinel Umbrărescu, der „größte“ Unternehmer im Bereich Straßenbau (UMB, Tehnostrade, etc.), für etwa 141,65 Mio. RON (27,8 Mio. EUR) das Werk Oțelu Roșu im Landkreis Caraș-Severin über das Unternehmen Eco Wind Power, das seiner Familie gehört. Die Familie Umbrărescu beabsichtigt, 300 Mio. EUR zu investieren, um die Produktion in der seit 2012 geschlossene Anlage wieder aufzunehmen. Der Plan sieht die Schaffung von 100 bis 150 Arbeitsplätzen in der ersten Phase vor, mit einer anschließenden Erhöhung auf 300 bis 400 Mitarbeiter bis zum nächsten Jahr.

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Das Werk in Oțelu Roșu/Ferdinandsberg ist eines der ältesten der Welt und ist seit fast 230 Jahren in Betrieb, wobei es erstmals 1796, zur Zeit des Habsburgerreichs, dokumentiert wurde. Im Laufe der Zeit durchlief es mehrere Eigentümerwechsel und Phasen des Niedergangs, 2012 wurde es aufgrund der angehäuften Schulden geschlossen.

Die zum Werk führende Eisenbahnstrecke Caransebeș – Bouțari (– Subcetate) ist derzeit voller Vegetation und Sträucher und muss dafür bis Oţelu Roşu von der CFR wiederhergestellt werden.

[PL/DK] Stahl aus Polen via Fähre

DB Cargo Full Load Solutions Nordic hat jüngst Stahl aus Polen für ArcelorMittal nach Vejle in Dänemark transportiert. Statt der Landroute wurde die Fähre nach Ystad und anschließend die Bahnunternehmen Väte Rail bzw. ab Malmö DB Cargo Scandinavia genutzt.

Foto: DB Cargo

[CH/IT] SBB: 10-Jahres-Vertrag mit SIPRO

Kürzlich hat SBB Cargo einen neuen Zehnjahresvertrag mit SIPRO STEEL SOLUTIONS unterzeichnet. Pro Jahr fährt die schweizer Güterbahn gemeinsam mit der SBB Cargo International 128.000 Tonnen Stahl als Ganzzug von Italien in die Schweiz und verteilt dort die Waggons über das Einzelwagennetz.

Foto: SBB Cargo

[CH] Stahl Gerlafingen und SBB verlängern

SBB Cargo und Stahl Gerlafingen verlängern die Zusammenarbeit: Die schweizer Güterbahn transport auch in 2026 rund 45 % des jährlichen Schrottbedarfs des Stahlherstellers – rund 600.000 t. Zudem übernimmt SBB Cargo für weitere zwei Jahre den Transport von Fertigprodukten wie Stahlringen und Stahlstäben. Die Transporte erfolgen überwiegend im Einzelwagenladungsverkehr und teilweise in Ganzzügen.

Foto: SBB Cargo

[DE] 250.000 Container für Rasselstein

thyssenkrupp Rasselstein, Becker & Co., die Stadtwerke Andernach und Haeger & Schmidt Logistics (HSL) feierten jüngst den 250.000sten im Hafen Andernach umgeschlagenen Container. Die Kooperation begann vor 25 Jahren – Andernach war damals noch ein Containerterminal im Aufbau.

Zugseitig verbindet HSL Andernach und Antwerpen mit dem Traktionär Railtraxx und zwei Rundläufen pro Woche.

Foto: Haeger & Schmidt Logistics

[ES] Captrain kehrt nach Llano de la Granja zurück

Ein Jahr nach dem letzten Zug der Renfe mit Stahlcoils aus dem Hafen Huelva sind wieder Coils nach Llano de la Granja zur Verarveitung bei Siderúrgica Balboa gelangt. Die aktuelle Lieferung kam mit Captrain vom Triagem da Siderurgia Nacional in Portugal mit Waggonmaterial von Tramesa Steel.

Für die Kombination Captrain+Tramesa war dies der fünfte Zug auf der Linie, jedoch die erste Leistung seit drei Jahren.

[ES] Zweiter Coilverkehr für Alsa Rail

Die spanische Bahngesellschaft Alsa Rail hat eine Relation mit Stahlcoils im Auftrag von Railsider gestartet. Nach dem erstmals im August 2025 gefahrenen Zug Trasona – Júndiz folgte am 06.11.2025 erstmals Trasona – Irún.

Beim Neuverklehr handelt es sich nicht um die erste Leistung einer Privatbahn auf der Relation neben der staatlichen Renfe Mercancías. Captrain war dort von 2022 bis Anfang 2025 präsent.

[DE] 50 evb-Güterzüge für LNG-Pipeline

Im Oktober 2025 startete die evb Logistik mit den Entladungen für einen ihrer größten Aufträge der letzten Jahre auf dem eigenen Streckennetz im Elbe-Weser-Dreieck: Im Auftrag der Fracht FWO AG transportiert die evb Logistik 18 m lange, bis zu 15 Tonnen schwere Stahlrohre mit einem Durchmesser von 1.400 mm für die Energietransportleitung (ETL) 182, die die LNG (Liquefied Natural Gas) Terminals in Brunsbüttel und Stade mit einer im Bau befindlichen Verdichterstation in Achim bei Bremen verbindet. Das Transportprojekt läuft ab Oktober 2025 für rund drei Monate mit fünf Zügen pro Woche.

Die Rohre, hergestellt von der EUROPIPE-Gruppe, einem Gemeinschaftsunternehmen der AG der Dillinger Hütte und der Salzgitter AG, werden vom Werk Mülheim (Ruhr) über Stade nach Fredenbeck (Landkreis Stade) transportiert und dort auf Lkw entladen. In Deinste werden die Waggons zwischengepuffert. Ab der KW 46 wechselt der Umschlaglatz nach Zeven.

Zusätzliche Züge transportieren Rohre von Mülheim nach Neubrandenburg, wo ein Teil der Rohre beschichtet wird.

evb-Röhrenzug auf dem Weg von Mülheim (Ruhr) nach Hamburg-Harburg _ Fredenbeck. Foto: Dr. Hans-Joachim Christoph
Röhrenumschlag in Fredenbeck: Verladung vom evb-Zug auf Lkw. Foto: evb

[NL/PL] RFO durchgehend mit Coils nach Gliwice

Unter Koordination der Schwestergesellschaft Raillogix (RLX) bringt Rail Force One (RFO) seit Oktober 2025 wöchentlich Coils vom Stahlwerk in Beverwijk nach Gliwice. Eingesetzt werden neue Shimmns der VTG.

RLX/RFO fahren bereits seit mehreren Coils und Stahl für Tata Steel. Bei dem jüngst aufgenommenen Verkehr wird zudem auch das bislang wenig aktiv gewordene polnische EVU Rail Force One Polska im Rahmen der Eigentraktion genutzt.

[DE] WLE mit Werksverkehr für Benteler

Die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE) übernimmt seit September 2025 Werksverkehre für den Benteler-Konzern: Dabei handelt es sich um den bedarfsweisen Transport und die Zwischenlagerung von Material („Tubes“) auf Flachwagen (Rns-z, Rens) zwischen dem Benteler-Werk in Schloß Neuhaus und dem Güterbahnhof in Geseke. Je nach Bedarf pendeln die Züge beladen oder leer zwischen den beiden Standorten. Fotos finden sich auf drehscheibe-online.de.