Nach der heutigen Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt zum Arbeitskampf der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die DB entschieden, das Urteil in zweiter Instanz prüfen zu lassen. Zwar hat das Gericht heute in erster Instanz den Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die Streiks der GDL abgewiesen. Das Gericht hat sich dabei allerdings kritisch mit der Frage befasst, ob die GDL in Wirklichkeit gegen das Tarifeinheitsgesetz – ein Tarifvertrag je Betrieb – unzulässig streikt.
DB legt Eilantrag gegen GDL-Streik ein
Im Interesse ihrer Kunden sieht sich die Deutsche Bahn AG (DB) jetzt in der Pflicht, gerichtlich gegen den laufenden Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vorzugehen: Das Unternehmen hat heute vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Streiks der GDL eingereicht. Erst am Vortag hatte die DB der GDL ein neues, verbessertes Angebot vorgelegt und damit zentrale Forderungen der GDL erfüllt. Die GDL hatte dieses Angebot umgehend und ohne weitere Verhandlungen abgelehnt.
GDL: Erneut Streiks ab 21.08.
Die Deutsche Bahn wird erneut bestreikt. Dies gab die Gewerkschaft GDL auf einer Pressekonferenz am 20.08.2021 bekannt. DB Cargo ist seit 21.08. 17 Uhr betroffen, der Personenverkehr vom 23.08. 2 Uhr an 48 Stunden lang.
Grund für die erneute Arbeitsniederlegung ist nach GDL-Auskunft das Ausbleiben eines „verhandlungsfähigen Angebotes“ durch die DB.
300 Güterzüge von GDL-Streik betroffen
Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat dem Schienengüterverkehr und seinen Kunden in Deutschland nach Einschätzung der DB AG stark geschadet. Rund 300 Güterzüge von DB Cargo waren betroffen und damit die Lieferketten aus dem Gleichgewicht gebracht. Auch konnten Züge aus dem Ausland teilweise nicht an den Grenzen übernommen werden. Der Streik hat somit auch auf das europäische Ausland ausgestrahlt.
„Durch höchste Kraftanstrengungen war zu jeder Zeit der Betrieb der versorgungsrelevanten Züge gewährleistet. DB Cargo hat Kraftwerke und große Industriebetriebe zuverlässig beliefern können.“, so DB Cargo in einer Ausssendung.
EVG: GDL-Streik schwächt Bahnsystem
Der aktuelle Streik der Lokführer schwächt das System Eisenbahn mit unabsehbaren Folgen. „Offenbar wird das von den Organisatoren des Arbeitskampfes und den Streikenden selbst in Kauf genommen“, so der EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel zum aktuellen Streik der GDL.
Hommel betonte, dass die Lokführergewerkschaft GDL nur eine Minderheit in der Bahn-Belegschaft vertrete. „Für den Streik haben nach unseren Berechnungen so um die 5.000 Bahnbeschäftigte gestimmt.“ Insgesamt seien im Konzern im Inland rund 200.000 Menschen beschäftigt, von denen die Mehrheit von der EVG vertreten werde. Ihm sei aus dem Unternehmen sehr viel Unverständnis für den Streik der Lokführer vermittelt worden, so Hommel.
DB: GDL-Streik stört Lieferketten
Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn kann nach Aussage des betroffenen Unternehmens massive Auswirkungen auf Lieferketten für die deutsche und europäische Industrie haben. Aktuell stehen rund 190 Güterzüge im Rückstau.
Die DB befürchtet, dass durch den Streik dem klimafreundlichen Schienengüterverkehr ein nachhaltiger Schaden zugefügt wird, weil Kunden ihre Verkehre in dieser Situation auf die Straße zurückverlagern könnten.
Bisher konnte DB Cargo nach eigener Aussage mit großem Aufwand die versorgungsrelevanten Züge fahren. Dabei handelt es sich um „volkswirtschaftlich wichtige Züge, die Kraftwerke und große Industriebetriebe versorgen“. Zur Sicherstellung der Transporte kooperiert DB Cargo außerdem mit EVU in Deutschland und Europa.
Streik im Güterverkehr hat begonnen
Am Abend des 10.08.2021 sind die ersten Güterzüge der DB Cargo streikbedingt ausgefallen. In der Nacht wollen die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL dann den Personenverkehr bestreiken.
Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer GDL hat nach einer Urabstimmung ihre Mitglieder im Bahnkonzern zu einem Arbeitskampf aufgerufen. Im Güterverkehr begann der Streik bereits.
GDL-Mitglieder stimmen für Streik
Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn gestimmt. In einer geheimen Briefwahl votierten 95 Prozent bei der Urabstimmung mit JA. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 70 Prozent.
Die GDL sieht das eindeutige Votum als Auftrag und ruft daher ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn zum Arbeitskampf auf
- im Güterverkehr ab dem 10. August 19 Uhr und
- im Personenverkehr und der Infrastruktur ab 11. August 2 Uhr
Der Arbeitskampf endet am 13. August um 2 Uhr.

