[DE] DB und GDL erzielen Einigung

In der Nacht zum 27.02.2026 haben die DB AG und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eine Einigung erzielt – am Verhandlungstisch und ohne Streiks.

DB und GDL verständigten sich auf eine Steigerung der Gehälter in zwei Schritten um insgesamt 5 Prozent. Zusätzlich wird es weitere Anpassungen in der Entgeltstruktur geben, die individuell wirken. Dazu gehört etwa die Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe und die gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale. Die Mitarbeitenden erhalten darüber hinaus eine Einmalzahlung von 700 Euro. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate, daran schließt sich eine dreimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht bis zum 31.03.2028 an.

Die Einigung im Überblick:

  • 5 Prozent mehr Gehalt: 2,5 % zum 01.08.2026, 2,5 % zum 01.08.2027
  • Zusätzliche Anpassungen in der Entgeltstruktur, die individuell wirken. Das sind zum Beispiel:
    o Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe zum 01.08.2026 (ab 35 Jahren im Unternehmen)
    o Gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale zum 01.12.2026
  • 700 Euro Einmalzahlung im April 2026
  • 24 Monate Laufzeit (01.01.2026 bis 31.12.2027), anschließend dreimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht bis 31.03.2028
  • Kompromisse zur gemeinsamen Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes (Laufzeit bis 31.12.2030)
    o Unabhängiges, notarielles Zählverfahren zur Bestimmung der gewerkschaftlichen Mehrheiten in den Betrieben vereinbart
    o Bestimmte tarifvertragliche Regelungen können ab 01.01.2027 (Entgelttabelle) bzw. 01.01.2028 (Zulagen, Arbeitszeitvolumen) für Gewerkschaftsmitglieder auch in den Betrieben der drei Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Anwendung kommen, in denen die jeweils andere Gewerkschaft die Mehrheit hat. Nicht davon umfasst sind insbesondere Regelungen, die die konkrete Einsatzplanung betreffen, um die Personaldisposition in den Betrieben einheitlich zu gewährleisten.
    o Schlichtungsvereinbarung bis Ende 2030 abgeschlossen

[DE] DB legt GDL erstes Angebot vor

In den laufenden Tarifverhandlungen hat die Deutsche Bahn (DB) der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute ein erstes Angebot vorgelegt. Es sieht Lohnerhöhungen von in Summe 6 Prozent vor: Die Tabellenentgelte sollen in zwei Schritten um 3,8 Prozent steigen, zusätzlich steht ein Budget von 2,2 Prozent für Strukturanpassungen zur Verfügung – dazu gehört zum Beispiel die geforderte Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe. Neben einer Einmalzahlung von 400 Euro enthält das DB-Angebot auch konkrete Vorschläge, um die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes gemeinsam zu gestalten. Die Laufzeit soll 30 Monate betragen.

[DE] DB und GDL vertagen sich auf 9. Februar

In den laufenden Tarifverhandlungen haben sich die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach zweitägigen Gesprächen vertagt. Da die Zielvorstellungen beider Seiten noch weit auseinanderliegen, hat die DB zum jetzigen Zeitpunkt noch kein formales Angebot vorgelegt. 

Die Tarifverhandlungen gehen am 9. Februar weiter und sind auf fünf Tage angesetzt. Bis 28.2. gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.

[RS] Gewerkschaften fordern 3,15 EUR Mindeststundenlohn

Die Eisenbahngewerkschaften in Serbien bereiten einen Streik vor, da die serbische Regierung ihre Forderung, dass der Mindeststundenlohn bei Eisenbahngesellschaften gesetzeskonform und 371 Dinar pro Stunde betragen soll, bisher nicht akzeptiert hat.

Auf einer Pressekonferenz am 28.01.2026 verlas der stellvertretende Präsident der Konföderation der Eisenbahnarbeiter Serbiens, Sasa Jocić, eine Erklärung der repräsentativen Gewerkschaften, wonach gemäß dem Beschluss der serbischen Regierung der Mindeststundenlohn für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2025 337 RSD (2,86 EUR; netto) für alle Beschäftigten bzw. 371 RSD (3,15 EUR) für 2026 betragen sollte.

Die Gewerkschaften kündigten an, dass sie andernfalls eine Protestaktion vor dem serbischen Regierungssitz organisieren werden. Zehn Tage nach der Protestaktion soll es einen einstündigen Warnstreik geben, und danach in kürzester Zeit ein Generalstreik der Beschäftigten aller Eisenbahnaktiengesellschaften Serbiens im gesamten serbischen Eisenbahnnetz.

Die Gewerkschaften seien sich einig, dass es eine vollständige Störung des Mitarbeiterbewertungssystems geben werde, wenn diese Mindestlöhne nicht angewendet werden.

Bei der Auszahlung des Dezembergehalts am 15.01.2026 erhielten von etwa 9.500 Mitarbeitern aller vier Eisenbahn-Aktiengesellschaften mehr als 5.700 Mitarbeiter ein Grundgehalt, das dem Mindestlohn für Januar 2026 entspricht, was etwa 65 % der Beschäftigten ausmacht.

[DE] SBB Cargo Deutschland: Tarifrunde eröffnet

Am 14.01.2026 nahmen die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) und die SBB Cargo Deutschland GmbH die Verhandlungen für die Tarifrunde 2025/2026 im digitalen Format auf.

Wesentliche Forderungen der GDL sind:

  • Erhöhung der Entgelte in einem Volumen von acht Prozent für eine Laufzeit von zwölf Monaten,
  • davon mindestens 3,8 Prozent allgemeine Entgelterhöhung,
  • Verbesserungen der Struktur aller Entgelttabellen, wozu auch die Vereinbarung einer achten Entgeltstufe gehört,
  • Verbesserungen der Vergütungen für Ausbilder und Prüfer sowie
  • Erhöhung des Urlaubsgeldes von derzeit 600 Euro auf ein halbes Monatstabellenentgelt. Das erhöhte Urlaubsgeld soll ausschließlich an GDL-Mitglieder gezahlt werden.

[DE] DB und GDL setzen Tarifverhandlungen fort

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben ihre Tarifverhandlungen wie geplant fortgesetzt. Beim zweiten Gesprächstermin im Berliner Hauptbahnhof haben die Tarifpartner einen Einstieg in die komplexen Themen gefunden. Insgesamt geht es um 40 verschiedene Forderungen der GDL.

Am 28. und 29. Januar gehen die Verhandlungen in Berlin weiter. Insgesamt haben DB und GDL 14 Verhandlungstage im Januar und Februar vereinbart. Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.

[DE] DB und GDL starten Tarifverhandlungen

Am 08.01.2026 starten die Tarifverhandlungen der DB mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Die aktuellen Tarifverträge laufen am 31.12.2025 aus. Danach folgt eine festgelegte zweimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht. In dieser Zeit soll ein Abschluss erreicht werden.

Folgende Verhandlungstermine sind aktuell vereinbart, alle finden in Berlin statt – insgesamt 14 Tage in zwei Monaten:

  • 8. Januar 2026
  • 22. Januar 2026
  • 28. bis 29. Januar 2026
  • 9. bis 13. Februar 2026
  • 23. bis 27. Februar 2026

Die Tarifverträge der GDL gelten für rund fünf Prozent der DB-Mitarbeiter, das heißt für rund 10.000 Mitarbeitende. Hintergrund: Seit 2021 setzt die DB das Tarifeinheitsgesetz (TEG) um. Das bedeutet: In einem Betrieb gelten qua Gesetz nur noch die Tarifverträge einer Gewerkschaft. Und zwar der Gewerkschaft, die in dem jeweiligen Betrieb die meisten Mitglieder hat. Die DB hat insgesamt rund 300 Betriebe, in 19 davon hat die GDL die Mehrheit.

Grundsätzlich tarifiert die GDL aktuell für die Bereiche Lokfahrdienst, Zugbegleitdienst, Bordgastronomie, Rangierdienst / Zugvorbereitung, Disponent, betriebsnahe Fahrzeuginstandhaltung sowie allgemeine Aufgaben. Das betrifft Mitarbeiter in Geschäftsfeldern DB Regio, DB Fernverkehr und DB Cargo.

[CH] SBB: Lohnverhandlungen abgeschlossen

Die SBB, die Gewerkschaften und die Personalverbände haben die Lohnverhandlungen abgeschlossen. Für das Jahr 2026 stellt die SBB für die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstellten Mitarbeiter von SBB und SBB Cargo 1,5 % der Lohnsumme für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung. 5% der verhandelten Lohnsumme wird für das Zusatzbudget für besonders gute Leistungen und/oder Verhalten gemäß GAV Art. 86 verwendet.

Die SBB haben den Vertrag mit SEV, Transfair, VSLF und KVöV ausgehandelt.

[AT] Neuer Tarifvertrag für Eisenbahner

Nach „intensiven und herausfordernden“ Verhandlungen haben der Fachverband Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der Fachbereich Eisenbahn in der Gewerkschaft vida einen neuen Kollektivvertragsabschluss erreicht. Er gilt für 55.000 Beschäftigte in über 90 österreichischen Eisenbahnunternehmen. Die KV- und IST-Gehälter steigen zum Dezember 2025 um 3 % bis zu einer maximalen Erhöhung von 150 EUR – laut WKÖ damit im Durchschnitt um 2,7 %. Weiter werden Nebenbezüge angepasst, die Sonn- und Feiertagszulage wird um 8,36 % angepasst, es gibt drei zusätzliche Urlaubstage ab dem 15. Jahr Unternehmenszugehörigkeit und ein Erreichen der sechsten Urlaubswoche bereits ab dem 18. Jahr Unternehmenszugehörigkeit.

[AT] Verhandlungen für Tarifvertrag auf Zielgeraden

Als „konstruktive Gespräche“ haben der Fachverband der Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Gewerkschaft vida die dritte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 55.000 Beschäftigten in den österreichischen Eisenbahnunternehmen am 07.10.2025 bezeichnet. Beide Sozialpartner zeigten sich zuversichtlich, dass ein Abschluss in greifbarer Nähe liege.

In den kommenden Tagen sollen noch Detailberechnungen erfolgen – insbesondere zur rollierenden Inflation. Beide Sozialpartner wollen die Gespräche bereits am 15.10.2025 fortsetzen.