Die TUL agroservice als Teil der DESAG-Gruppe erweitert das Portfolio um den Bereich Eisenbahndienstleistungen. Zuvor vor allem als Umschlagbetrieb mit Stammsitz in Falkenhagen bei Pritzwalk tätig werden seit April 2025 neue Profitcenter entwickelt:
Gleisbautrupp welcher z. B. in Anschlussbahnen diverse Umbauten, Reparaturen und Instandsetzungen durchführt
Stationspflege der konzerneigenen Bahnhöfe – tägliche und saisonale Aufgaben
Vegetationsarbeiten bei Anschlussbahnen und entlang des gruppeneigenen Infrastrukturnetzes (ab Mai 2026)
Die TUL agroservice hat am 23.05.2022 den KV-Terminal in Pritzwalk-Falkenhagen nach umfassenden Baumaßnahmen in Betrieb genommen.
Die Ansprachen bei der feierlichen Eröffnung des KV-Terminal hielten (v. l. n. r.) Dr. Ralf Böhme (Vorstand Deutsche Eisenbahn Service AG), Infrastrukturstaatssekretär Rainer Genilke, Jens Stapelmann (Geschäftsführer TUL) und Dr. Ronald Thiel (Bürgermeister Pritzwalk). Foto: TUL
„Der
Standort Falkenhagen hat für uns als Unternehmensgruppe elementare
Bedeutung. Er ist zudem gelebte Praxis unserer Firmenphilosophie“,
eröffnet Dr.
Ralf Böhme, Vorstand der Deutschen Eisenbahn Service AG, die
Feierlichkeiten. „Mobilität und Logistik verstehen wir als Einheit.
Daher sehen wir uns nicht als bloßen Transporteuer, sondern als
gesamtheitlichen Logistikdienstleister. Wir haben die gesamte
Logistikkette
im Blick. So sind wir als Unternehmensgruppe aufgestellt. Der
modernisierte KV-Terminal Falkenhagen für den Containerumschlag
Straße-Schiene, den wir heute in Betrieb nehmen, ist ein wichtiger
Baustein attraktive Angebote auf der Schiene in dieser Logistikkette.
Damit stärken wir den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene und die
Anbindung des ländlichen Raumes“, so Dr. Ralf Böhme weiter.
Infrastrukturstaatssekretär Rainer Genilke: „Wir wollen die Verkehrswende in Brandenburg vorantreiben und investieren in eine bedarfsgerechte Schieneninfrastruktur. Dazu gehört auch der Güter- und Warentransport, den wir auf die Schiene verlagern wollen. Das führt zur Reduzierung der Transportkosten je Tonne und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu anderen Verkehrsträgern. Außerdem reduziert sich der spezifische Energieverbrauch, die CO2-Emissionen und die Lärmemission. Wir brauchen in allen Landesteilen Güterumschlagsplätze für den kombinierten Verkehr (KV). Ich freue mich, dass wir mit der Förderung der Sanierung des KV-Terminals in Falkenhagen die Voraussetzungen dafür verbessern konnten.“
Der KV-Terminal wird mit dem Durchschneiden des roten Bandes eröffnet. Foto: Karl Arne Richter
In das 6.500 qm große KV-Terminal wurden insgesamt 1,8 Mio. Euro investiert. 80% der Bausumme wurde von dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) des Landes Brandenburg gefördert. Den restlichen Betrag trägt das Unternehmen alleine. Mit der Inbetriebnahme des KV-Terminals erweitert die TUL ihre Umschlagkapazitäten vor Ort und sichern ein Stück weit die Schienenmobilität im ländlichen Raum.
v. l. n. r.: Dr. Ronald Thiel, Rainer Genilke, Katrin Lange, Dr. Ralf Böhme, Jens Stapelmann. Foto: Karl Arne Richter
Im Rahmen der Umbauarbeiten wurde die alte Bodenplatte entfernt, der Untergrund geebnet und eine neue Bodenplatte inklusive Regenentwässerungsanlage gebaut. Der neue Umschlagterminal bietet Platz für 240 40-Fuß-Container oder rund 350 20-Fuß-Container. Diese könne vor Ort kurz für den direkten Umschlag oder alternativ auch langfristig gelagert werden. Technik für die direkte Verladung von LKW auf die Schiene ist vor Ort vorhanden.
Blick auf die Umschlaganlage. Foto: Sammlung railfreight.eu