[UA/DE] LTG Cargo: Getreide nach Oldenburg

LTG Cargo Polska vermeldet den Transport eines Getreidezuges aus der Ukraine nach Oldenburg zu Rhein-Umschlag. Den Langlauf übernahm CFL cargo in Deutschland, den Rangierdienst am niedersächsischen Zielort die e.g.o.o. Eisenbahngesellschaft Ostfriesland-Oldenburg.

[DE/PL] BBG fährt Stendell – Stettin

Seit Dezember 2025 absolviert die Bahnbetrieb Gera (BBG) Spotverkehre im Mineralölsektor zwischen der PCK-Raffinerie in Stendell und dem grenznahen Stettin / Szczecin Gumience. Von dort aus gehen die Züge weiter in die Ukraine – polnischer Partner ist CTL Logistics. Parallel ist auf diesem Abschnitt unverändert die Leipziger Eisenbahnverkehrsgesellschaft (LEG) aktiv.

BBG 232 673

[PL/UA] Gdańsk und Ukraine intermodal verbunden

Laude Smart Intermodal und Loconi Intermodal haben gemeinsam mit einem Partner in der Ukraine einen Intermodalzug vom Baltic Hub terminal in Gdańsk in die Ukraine aufgesetzt. Auftraggeber ist die Reederei Maersk – befördert werden können bis zu 88 TEU.

Genutzt wird auch das von Laude betriebene Terminal in Zamość an der Strecke der PKP Linia Hutnicza Szerokotorowa (PKP LHS). Die Laufzeit beträgt fünf Tage.

[UA] Eröffnung der „Eurobahn“ Čop – Užhorod

Am 05.09.2025 wurde in der Ukraine ein 24 Kilometer langer Abschnitt in der europäischen Normalspur (1.435 mm) eröffnet – von Čop nach Užhorod (deutsch: Ungwar), die Hauptstadt der Oblast Transkarpatien. Züge von/nach der EU können Užhorod nun direkt ohne Radsatzwechsel erreichen.

https://openrailwaymap.org/?style=standard&lat=48.50204750525715&lon=22.374000549316406&zoom=11

Ab dem 12. September verkehren darauf von Užhorod aus direkte Personenzüge nach Wien, Budapest und Bratislava/Preßburg. Außerdem wird ab diesem Zeitpunkt die bereits vorhandene Normalspur auf dem Vierschienengleis im Theißtal von einem Zugpaar Záhony – Boržava genutzt.

Die Gesamtbaukosten für ein 22 km parallel gebautes 1.435-mm-Gleis sowie fast 2 km kombinierte Strecke (Vierschienengleis) beliefen sich auf 1,3 Mrd. UAH (26,8 Mio. EUR), die je zur Hälfte durch einen EU-Zuschuss im Rahmen des Programms „Connecting Europe Facility“ (CEF) und durch ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank finanziert wurden.

An der Veranstaltung nahmen der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, und der stellvertretende Ministerpräsident für den Wiederaufbau der Ukraine – Minister für die Entwicklung der Gemeinden und Gebiete der Ukraine, Oleksiy Kuleba, zusammen mit der Staatsführung, Vertretern der Europäischen Union, der Europäischen Investitionsbank und ausländischer Eisenbahngesellschaften teil.

Der neue Abschnitt war die erste Etappe der Integration der ukrainischen Eisenbahnen in das europäische Netz. Zukünftig geplant ist auch den Bau eines Normalspurgleises zwischen Mostys’ka und L’viv/Lemberg sowie die Renovierung der bereits existierenden Normalspur auf den Abschnitten Kovel‘ – Ljuboml‘, Užhorod – Pavlove 2 und Boržava – Vynohradiv – Djakove. Ferner sollen die Breitspurstrecken Užhorod – Sjanky – L’viv und L’viv – Černivci – Vadul-Siret für beide Spurweiten (1435/1520 mm) umgebaut werden.

Die nächsten Städte, die auf Normalspur erreicht werden sollen, sind L’viv/Lemberg, Černivci/Czernowitz und Luc’k. Oleksandr Pertsovskyi, Vorstandsvorsitzender von Ukrzaliznycja, betonte jedoch, sie werden keine „Schmalspurbahn“ in der ganzen Ukraine verlegen – sie ist zu teuer und unrentabel für den Güterverkehr: „Wir haben sehr schwere Züge – 6.000 Tonnen pro Zug. So etwas gibt es sonst in Europa nicht.“

Die Eröffnung fand auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico statt. Wahrscheinlich kam bei dem Treffen zur Sprache, dass es auch eine kürzere Eisenbahnstrecke in die Slowakei gibt und es ist möglich sei, die 8 km Normalspur von Užhorod bis zum Grenzübergang Pavlove – Mat‘ovce wiederherzustellen, aber ab August 2025 weigerte sich die Slowakei, ukrainische Güterzüge auf der Breitspur durch diesen Kontrollpunkt passieren zu lassen.

[PL/UA] Grupa Azoty „Koltar“ fährt grenzüberschreitend

Die polnische Güterbahn Grupa Azoty „Koltar“ hat grenzüberschreitende Güterverkehre Polen – Ukraine etabliert. Im Mai und Juni startete die vormalige Werkbahn des Chemieunternehmens Grupa Azoty (ex Zakłady Azotowe w Tarnowie-Mościcach) Testläufe mit losem Dünger auf der zwischen dem Werk Grupa Azoty Police und Ljuboml. Im Juli begann der Transport von Flüssigdünger vom Werk der Grupa Azoty Puławy nach Mostyska und Maciejew mit 1-2 Umläufen pro Woche.

In Puławy vor der Abnfahrt Richtung Ukraine. Foto: Grupa Azoty „Koltar“

[DE/UA] UZ fährt Erdölprodukte durchgehend

Zum ersten Mal in der Geschichte hat die ukrainische Eisenbahn Ukrzaliznycja (UZ) den Transport von Erdölprodukten aus Deutschland in die Ukraine in eigenen Waggons (regelspurige Zacns) organisiert.

Die gesamte Strecke von Hamburg bis zur ukrainischen Grenze wurde von UZ Cargo Poland organisiert, einer Tochtergesellschaft von Ukrzaliznycja, die als offizieller Transportdienstleister in der EU auftritt.

[UA] Ausländische Güterwagen wieder zugelassen

Die ukrainischen Eisenbahn Ukrzaliznycja (UZ) hat das Verfahren zur Feststellung der technischen Kompatibilität ausländischer Güterwagen (Inovagon) mit der Eisenbahninfrastruktur der Ukraine genehmigt. Diese Entscheidung ermöglicht es, die Frage des Verkehrs von nicht in der Ukraine zugelassenen Wagen auf dem Gebiet der Ukraine zu regeln.

Die Eigentümer ausländischer Güterwagen haben ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des Vertrags 30 Tage Zeit, um entsprechende Vereinbarungen mit der Ukrzaliznycja zu schließen und die erforderlichen technischen Informationen zur Feststellung der Interoperabilität der Wagen für deren weitere Verwendung im innerstaatlichen Eisenbahnverkehr vorzulegen.

Zur Erinnerung: Seit dem 01.03.2025 galt in der Ukraine ein Abkommen, das den Verkehr ausländischer Güterwagen einschränkte. Grund dafür war das Auslaufen des Abkommens über die gemeinsame Nutzung von Güterwagen im Gebiet der ehemaligen GUS und der damit verbundenen Rechtsakte, wodurch die weitere Verwendung von Wagen anderer Staaten auf der ukrainischen Infrastruktur unmöglich wurde.

[HU] RCH verlagert Stahldrahtimporte

Rail Cargo Hungaria (RCH) übernimmt neu den Transport von aus der Ukraine eingekauften Stahldraht für die Firma Ózdi Acélművek (Stahlwerke) im Einzelwagenverkehr. Zuvor wurden die Rollen in Fényeslitke von der Breitspurbahn auf den Lkw umgeladen und etwa 180 Kilometer weit nach Ózd transportiert.

Foto: RCH

[UA] UZ: EU-Mittel für Normalspurkorridore

Die ukrainische Staatsbahn Ukrzaliznycja (UZ) plant den Ausbau der Normalspurkorridore. Nun wird erstmals ein Projekt mit einer Kofinanzierung aus der Connecting Europe Facility (CEF) der EU und dem Staatshaushalt durchgeführt. Es sieht die Entwicklung der europäischen Spurweite in der Ukraine und eine Steigerung der Logistikkapazitäten sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr vor.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 85,91 Mio. EUR und werden durch die CEF 2023, den Staatshaushalt, Fremdmittel und Eigenmittel von Ukrzaliznycja gedeckt. Das Projekt soll bis 2027 umgesetzt werden, ein Teil der Mittel wurde bereits im Staatshaushalt bereitgestellt und eine Vorauszahlung durch die CEF getätigt.

Letzte Woche übergab Magda Kopčinsʹka, Generaldirektorin der Generaldirektion Verkehr und Mobilität der Europäischen Kommission, die bereits am 24.10.2024 unterzeichnete Finanzhilfevereinbarung an Oleksandr Percovsʹkij, Vorstandsvorsitzender der Ukrzaliznycja, während ihres Besuchs in Kiïv und eines Dialogs auf dem Internationalen Verkehrsforum.

Das Projekt umfasst:

  • Erarbeitung von Machbarkeits- und Planungsunterlagen für den Ausbau eines Gleises mit 1.435 mm Spurweite in Richtung Lʹvìv und auf den Abschnitten Lʹvìv – Černìvcì – Vadul-Sìret – Staatsgrenze
  • Bau und Elektrifizierung von Gleisen mit einer Spurweite von 1.435 mm auf kleinen Abschnitten in der Nähe von Grenzübergängen
  • Elektrifizierung des Abschnitts Čop – Užgorod
  • Ausarbeitung einer Entwicklungsstrategie für den Eisenbahnknotenpunkt Lʹvìv

Ukrzaliznycja hatte bereits 2023 Jahr im Rahmen des CEF-2022-Wettbewerbs einen Zuschuss in Höhe von 52,5 Mio. EUR für den Ausbau der Grenzübergänge mit der Republik Polen, Rumänien, der Slowakischen Republik und Ungarn erhalten.