[DE] MTEG fährt Umleiter für RTB CARGO

Wegen den Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg – Berlin können die seit 2024 existierenden Pkw-Transporte Emden (VW) – Rostock-Seehafen (Autolink) nicht den bisherigen Laufweg nehmen. Als Subunternehmen der vom Logistiker Milšped beauftragten RTB CARGO fährt die Muldental Eisenbahnverkehrsgesellschaft (MTEG) aktuell die 2-3 Umläufe pro Woche via Lübeck – Bad Kleinen. Deren Schwesterunternehmen Anschlussbahn-Servicegesellschaft Pressnitztalbahn (ASP) übernimmt in Rostock jeher die letzte Meile.

Foto: G. Laage

[DE] Hannover – Göttingen weiter mit Einschränkungen

Zur Beseitigung der Sachschäden im Bahnhof Elze ist eine Anpassung des Betriebsprogramms sowie eine weitere Totalsperrung auf der Strecke 1732 Hannover – Göttingen erforderlich. Das Betriebsprogramm im Schienengüterverkehr (SGV) muss nochmals angepasst werden:

  • Reduzierung der Kapazitäten für den SGV tagsüber auf 3 Trassen pro Stunde (bislang 7) 
  • Weiterhin werden Schienengüterverkehre in großem Umfang über Kassel – Altenbeken – Hannover / Osnabrück umgeleitet
  • Güterzüge des Gelegenheitsverkehrs werden vorzugsweise über Hameln – Altenbeken – Kassel trassiert

Darüber hinaus ist eine weitere durchgängige Totalsperrung im Zeitraum vom 27. Februar 2026, 8 Uhr bis 2. März , 4 Uhr im Bahnhof Elze sowie die Strecke 1732 von Elze – Nordstemmen notwendig. 

Grund hierfür ist die Wiederherstellung von Weichenverbindungen im Bahnhof Elze, sowie die davon in Abhängigkeit stehende Oberleitung. 

Im Anschluss an diese Sperrpause erfolgt erneut die eingleisige Betriebsführung bis zum finalen Inbetriebnahmetermin des Streckengleises Nordstemmen – Elze und somit der zweigleisigen Betriebsführung. Diese wird weiterhin voraussichtlich erst nach Aufklaren der Wetterlage Mitte März sein. 

[IT/DE] ÖBB: Verona–Wuppertal wird Verona–Duisburg

Aufgrund von Generalsanierungen ist das Terminal Wuppertal in diesem Jahr nur eingeschränkt erreichbar. Aus diesem Grund routet die ÖBB Rail Cargo Group die Züge vom Terminal Verona (Sona) neu nach Duisburg (DUSS). Gleichzeitig wurde die Frequenz von sechs auf zehn Rundläufe erhöht.

Grafik: ÖBB

[DE] Sanierung Hamburg–Berlin gerät aus Zeitplan

Die Wiederinbetriebnahme der seit August 2025 gesperrten Strecke Hamburg – Berlin am 30.04.2026 nach Korridorsanierung ist nicht zu schaffen. Dies gestand die DB am 16. Februar ein und kündigte an, bis 13. März ein Konzept für das weitere Vorgehen vorzulegen. Die Öffnung des Korridors ist sensibel, denn ab 1. Mai soll die aktuell als Umleitungsstrecke genutzte Hauptabfuhrstrecke Hamburg – Hannover saniert werden. Außerdem ist ab gleichem Zeitpunkt die für Umleiter genutzte Strecke Lübeck – Bad Kleinen wegen Bauarbeiten gesperrt.

Die DB nannte „das seit sechs Wochen anhaltende Winterwetter im Norden und Osten Deutschlands mit erheblich mehr Frosttagen als üblich“ als Grund für die Verzögerungen. So könnten seit Ende Dezember bestimmte Arbeiten technisch nicht durchgeführt werden. Kernproblem sei der Kabeltiefbau für die Signalanlagen, hieß es.

Kritik kam vom Branchenverband „Die Güterbahnen“. Geschäftsführer Peter Westenberger bezeichnete die Verschiebung gegenüber dem SPIEGEL als „Trauerspiel, das sich nicht mit Winter im Winter erklären lässt“.

[DE/HU/RO] Helrom: Umleiter kosten Kapazität

Wegen den Sperrungen auf dem Abschnitt Nürnberg – Passau müssen die Helrom-Züge von Düsseldorf nach Győr sowie Arad temporär via Freilassing / Salzburg geführt werden. Für den Zugoperateur ist dies mit Einschränkungen bei der Zuglänge verbunden: Statt 40 Trailer / 20 Doppelwagen sind während der Umleitungen nur 34 Trailer / 17 Doppelwagen möglich.

[DE] Sanierung des Korridors Hagen – Köln

Die DB InfraGO startet mit der Generalsanierung des wichtigen Bahnkorridors zwischen Hagen, Wuppertal und Köln. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, und Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, haben am Nachmittag des 06.02.2026 in Wuppertal-Elberfeld auf einer der zahlreichen Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben.

Fern- und Güterverkehrszüge fahren bis zum 10.07.2026 auf Umleitungsstrecken. Für die betroffenen S-Bahn- und Regionalzüge kommen als Ersatz bis zu 200 Busse zum Einsatz.

von links: Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: DB

[DE] ESTW Ansbach weiter verspätet

Die eigentlich für Oktober 2025 vorgesehene Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks (ESTW) Ansbach verzögert sich weiter. War zunächst vom 03.02.2026 die Rede wurden Sperrungen auf den Strecken Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen und Nürnberg – Ansbach – Crailsheim mehrfach weiter nach hinten verschoben – aktuell auf den 06.02.2026 20 Uhr. Als Grund nennt die Bahn „technische Neuentwicklungen, die den Abnahme- und Zulassungsprozess noch aufwendiger gestalten.” Die Sicherheit stünde stets an oberster Stelle. Nach Inbetriebnahme verbleiben Langsamfahrstellen mit 40 km/h in den Bahnhöfen Ansbach und Triesdorf. Im Rahmen des Störfallkonzepts der Generalsanierung übernimmt die DB InfraGO die Kosten für das Nachschieben von Umleitungszügen über die Geislinger Steige.

Gerade für den Güterverkehr ist die Inbetriebnahme wichtig, denn am 06.02.2026 um 21 Uhr beginnt die fünfmonatige Generalsanierung der Strecke Nürnberg – Regensburg. Die Bitte eines EVU, den Beginn der Sperrung für die Generalsanierung an die Inbetriebnahme des ESTW Ansbach zu koppeln wurde seitens DB InfraGO abgelehnt.

Grafik: NEE

[HR] Streckensperrungen in Kroatien

Die kroatische Staatsbahn HŽ hat folgende Sperrungen angekündigt;

  • Karlovac – Zvečaj: 24.01. – 25.01.2026
  • Zagreb RK OS – Zagreb Žitnjak DK: 24.01. – 30.01.2026
  • Karlovac – Ogulin: 14.02. – 15.02.2026
  • Jastrebarsko – Duga Resa: 28.02. – 01.03.2026
  • Sisak Caprag – Greda: 06.02. – 08.02.2026 und 20.02. – 22.02.2026
  • Kolodvor – Dugo Selo: 06.04. – 19.04.2026

Betroffen sind unter anderem die METRANS-Züge Rijeka (HR) – Budapest (HU) und Dunajská Streda (SK) – Inđija (RS).

[DE] Elbtal: 2026 erneut Sperrungen

Aufgrund von Baumaßnahmen kommt es vom 3. Januar bis zum 17. März 2026 zu erheblichen Einschränkungen und nächtlichen Totalsperrungen auf der Strecke 6240 im Streckenabschnitt Pirna – Schöna.

Während der Eingleisigkeiten können Kapazitäten für den Gelegenheitsverkehr in ausfallenden Trassen des Netzfahrplans (Elbtalverfahren) zur Verfügung gestellt werden. 

Im Zeitraum 9. Januar 2026, 4 Uhr bis 12. Januar, 4 Uhr ist der Streckenabschnitt Dresden Reick – Dresden Neustadt im Rahmen einer Totalsperrung nicht befahrbar. 

Die DB InfraGO bittet für Verkehre im Gelegenheitsfahrplan während des Bauzeitraumes vorrangig die folgenden alternativen Grenzübergänge zu nutzen:

  • Horka – Wegliniec
  • Bad Brambach – Vojtanov 
  • Ebersbach – Rumburk; der Streckenabschnitt Dresden – Klotzsche – Radeberg kann nur mit Fahrzeugen der Streckenklasse B2 befahren werden, zudem ist Ebersbach – Zittau im Zeitraum 4. bis 22. Februar 2026, 7 bis 15 Uhr gesperrt
  • Schirnding – Cheb (nächtliche Totalsperrung im Zeitraum 12. bis 31. Januar 2026, 23 bis 4 Uhr)
  • Schwandorf – Furth im Wald (Totalsperrung vom 21. bis 23. März 2026)

[DE] Umleiterverkehr im Raum Schwedt

Eien Vollsperrung der Strecke Angermünde – Passow wegen eines Brückeneinschubes bei Welsow-Bruchhagen machte vom 11. bis 19.11.2025 eine großräumige Umleitung via Stettin und Pasewalk notwendig. Zur Bedienung des PCK Schwedt musste somit drei Mal Kopf gemacht werden (Pasewalk, Stettin-Scheune und Passow), die Züge wurden im „Sandwich“ mit Loks der Baureihe 232 bespannt. Die leider sehr beschränkten Kapazitäten der deutschen Infrastruktur in Pasewalk und Angermünde behinderten nach Aussage von Beteiligten den Ablauf die Umleiterverkehre stark.

Zum Einsatz kamen unter anderem:

  • Bahnbetrieb Gera (BBG) 232 093, 232 529, 232 701
  • DB Cargo 232 005, 232 303, 232 309
  • Leipziger Eisenbahnverkehrsgesellschaft (LEG) 132 004, 132 158, 232 446, 232 904

Die 49 Kilometer lange Strecke zwischen Angermünde und der Bundesgrenze (D/PL) in Richtung Szczecin wird für 160 km/h ausgebaut, mit einem zweiten Gleis ausgestattet und durchgehend elektrifiziert. Weitere Informationen: bauprojekte.deutschebahn.com/p/angermuende-stettin