[DE] smart rail nutzt Filzenexpress

Während der Osterferien ist die durch den Güterverkehr für die Anbindung des Chemiestandortes Burghausen stark genutzte Strecke München – Mühldorf aufgrund von Bauarbeiten bis 13.04.2026 gesperrt. Als Umleitungsempfehlung publizierte die DB InfraGO den Weg via Landshut.

Andere Wege nutzt die Privatbahn smart rail: Die Route über den „Filzenexpress“ Grafing – Ebersberg – Wasserburg ist 60 km kürzer als die Variante via Landshut. Sie ist zudem weniger bergig und spart zwei Richtungswechsel. Bei der Fahrt über die Filztalbahn entstehen Kunden keine Mehrkosten im Vergleich zum direkten Weg via Markt Schwaben.

Die Privatbahn bezeichnete die Zusammenarbeit mit DB InfraGO als sehr kooperativ. Sogar die planmäßige Nachtabstellung von S-Bahn-Zügen im durchgehenden Hauptgleis in Ebersberg wurde temporär verlegt. Die Umsetzung des Projektes sei mit nur einer Woche Vorlauf erfolgt und zeige, wie wichtig die Offenhaltung weniger bedeutender Hauptstrecken für einen stabilen und effizienten Güterverkehr sei. Auch böten auf der genannten Umleitungsstrecke die Fernsteuerung ohne Nachtruhe und Hybridloks neue Möglichkeiten. 

smart rail wünscht sich zudem statt kurzer (historischer) Kreuzungsbahnhöfe etwa ein- bis zwei Kilometer lange Doppelspurinseln. Mit minimalen Aufwand wäre so dem Personenverkehr (stabiler und schneller) und dem Güterverkehr (Kreuzungen) geholfen.

Foto: smart rail

[DE] Ostern: Totalsperrung in Hamburg

Zur Fertigstellung der Instandhaltungsarbeiten am Bauwerk Eisenbahnüberführung Billhorner Brückenstraße ist eine kurzfristige durchgehende Totalsperrung der Strecke 1280 zwischen Hamburg-Rothenburgsort und Abzweig Oberhafen im Zeitraum 3. April 6 Uhr bis 6. April 2026 11 Uhr zwingend erforderlich. Nur mit dieser Sperrung können die Arbeiten – beide Streckengleise betreffend – durchgeführt werden, sodass bis zum Ende der Generalsanierung Hamburg – Berlin eine zweigleisige Betriebsführung wieder ermöglicht werden kann. 

Diese Sperrung liegt zeitlich parallel zu weiteren Totalsperrungen auf dem ScanMed-Korridor zwischen Neumünster und Rendsburg, sowie in Dänemark, sodass die internationalen Schienengüterverkehre (SGV) nicht zusätzlich betroffen sind. 

Aufgrund der Kurzfristigkeit erfolgen die notwendigen Umleitungen über Hamburg Hauptbahnhof im SGV durch den Unterjährigen Fahrplan. 

[DE/AT] Grenzchaos bei GSH Obertraubling – Passau?

Im Rahmen der Generalsanierung Obertraubling – Passau gibt es Verstimmungen zwischen dem deutschen und dem österreichischen Infrastrukturbetreiber. So hat DB InfraGO hat alle Umleiter schon im Netzfahrplan ausgeregelt, die ÖBB macht das im Baufahrplan Phase für Phase. Nach Auskunft von Brancheninsidern sei man in Wien „arg verschnupft“ gewesen, dass InfraGO einfach mehr als die vereinbarten 80 Trassen via Salzburg umleitet und es nicht mit ihnen abstimmt.

So schreibt die ÖBB-Infrastruktur an ihre Kunden:

Mit 14.06.2026 beginnen die Einschränkungen bei der GSH Obertraubling – Passau. Die Kombination aus Teil- und Gesamtsperren gestaltet sich unverändert wie folgt:

  • Phase 2: 14.06.2026 – 11.07.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 3: 11.07.2026 – 20.09.2026: Teilsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 4: 20.09.2026 – 12.12.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau

Wie in der Vergangenheit mehrfach angekündigt wird mit Änderungstermin 14.06.2026 die Umleitung mit einer dauerhaften Änderung zum Netzfahrplan abgearbeitet. Die Umleitungsmaßnahmen sind daher in Abstimmung mit den zuständigen Servicemanager (Robert Glinz) bei der ÖBB-Infrastruktur ehestmöglich jedoch bis spätestens 04.05.2026 im Bestellsystem M-AMA zu bestellen.

Wir bitten die Bestellungen hinsichtlich der wesentlichen Parameter noch einmal mit ihren Partner-EVU in Deutschland und der Trassenzuweisung bei DB InfraGO abzugleichen, damit eine geordnete Abarbeitung der Bestellung möglich ist. Die Konstruktion der Umleitungstrassen erfolgt „realitätsnah“ entsprechend der spezifischen Vorgaben für den unterjährigen Netzfahrplan („Baufahrplan“). Aus einer für die Umleitung zugewiesenen Zugtrasse kann keine betriebliche Machbarkeit für die folgenden Netzfahrplanperioden abgeleitet werden. Die Rückleitung von ausgewählten Zugtrassen in der Phase 3 (Teilsperre Obertraubling – Passau) erfolgt mittels FAPLO durch NZ-KM-Baufahrplan.

Da DB InfraGO in den Phasen 2 und 4 (Gesamtsperren) bis zu 120 Güterzugtrassen über die Grenze Salzburg/Freilassing umleitet, die ÖBB-Infrastruktur aber gemäß Koordination im Vorfeld nur für 80 Güterzugtrassen zwischen Wels und Salzburg im Netzfahrplan Kapazitäten „reserviert“ hat, müssen an den verkehrsstarken Tagen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag im Tageszeitraum (06:00 – 22:00) noch 15 bis 20 Güterzugtrassen großräumig über den Laufweg Bischofshofen – Selzthal – St. Michael – Wr. Neustadt weiter umgeleitet werden, damit trotz der Überbuchung um rund 20 – 25 Trassen ein Mindestmaß an Betriebsqualität zwischen Wels und Salzburg gewährleistet werden kann. Sollte die Betriebsqualität nicht ausreichend sein, behält sich die ÖBB-Infrastruktur vor, kurzfristig weitere Zugtrassen großräumig auf andere Laufwege umzuleiten.

Auf Grund der bereits erfolgten Überbuchung gibt es im gesamten Zeitraum der Phase 2 und der Phase 4 zwischen Wels und Salzburg keine freien Kapazitäten für den Ad-Hoc Verkehr. Zuweisungen sind daher nur dann möglich, wenn einerseits eine Zuweisung bei DB InfraGO für den Abschnitt Freilassing – Rosenheim vorliegt und mit der Trassenbestellung auch gleichzeitig eine gleichwertige Zugtrasse zwischen Wels und Salzburg bei ÖBB-Infrastruktur storniert wird. Ausgenommen davon sind nur Verkehre mit Quelle / Ziel entlang der Strecken Wels – Salzburg und Salzburg – Freilassing. Diese Trassenbestellungen unterliegen einer Machbarkeitsprüfung.“

[DE] 1 1/2 Monate Verspätung für Hamburg – Berlin

Wie angekündigt verspätet sich die Fertigstellung der abgespeckten Generalsanierung. Am 11.03.2026 hat die DB Details zum geänderten Zeitplan publiziert:

Inbetriebnahme Hamburg – Hagenow-Land am 15.05.2026. Der Güterverkehr wird über Hamburg – Verden – Hannover, Hamburg – Uelzen – Stendal sowie über Hamburg – Schwerin – Neustrelitz – Berlin umgeleitet. 

Am Morgen des 14. Juni erfolgt im zweiten Schritt die Inbetriebnahme des gesamten Korridors Hamburg – Berlin. Dann fahren wieder alle Fern-, Regional- und Güterzüge auf ihrem Regelweg.

Die Qualitätsoffensive zwischen Hamburg und Hannover wird wie geplant am 1. Mai starten – jedoch mit einem angepassten, stufenweisen Konzept. Diese Anpassung ist nötig, damit weiterhin Fern- und Güterverkehre zwischen Hamburg und Berlin umgeleitet werden können. 

Für die Arbeiten wird der Streckenabschnitt Celle – Hannover wie vorgesehen am 1. Mai vollständig gesperrt. Auf dem Abschnitt Celle – Uelzen werden bis zum 14. Mai noch Güterzüge, im Abschnitt Uelzen – Lüneburg noch Fern- und Güterzüge verkehren. Vom 14. Juni an wird der gesamte Streckenabschnitt für die Qualitätsoffensive gesperrt. Der Umfang der in diesem Konzept durchführbaren Maßnahmen wird dementsprechend geringer sein als geplant. 

Grafik: NEE

[DE] Umleiter während Sanierung Bremen – Bremerhaven

Während der Generalsanierung Bremen – Bremerhaven vom 9. Juli bis zum 10. Dezember 2027 sind Umleitungen erforderlich. DB InfraGO bietet Umleitungskapazitäten mit Dieseltraktionsleistungen auf der nicht elektrifizierten Strecke Bremerhaven-Wulsdorf – Bremervörde – Rotenburg (Wümme) unter Nutzung der Infrastruktur der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) an. Eine separate Trassenanmeldung bei der evb ist nicht notwendig, diese wird durch DB InfraGO an die evb weitergeleitet.

Zugangsberechtigte, die die bereitgestellten Dieseltriebfahrzeuge nutzen möchten, bestellen die entsprechende Trasse sowie das Dieseltriebfahrzeug im Netzfahrplan (NEP 1 oder NEP 2), und schließen einen Kooperationsvertrag mit DB InfraGO über die Nutzung des Dieseltriebfahrzeugs ab.

Alternativ können die Zugangsberechtigten eine Kompensation für die Nutzung der genannten Umleitungsstrecke sowohl im Gelegenheitsverkehr als auch im Netzfahrplan erhalten, wenn Sie die Dieseltraktionsleistung selbst erbringen. Die Kompensation für die vorliegende Strecke beträgt voraussichtlich 2.506 Euro je Zuglauf (einfache Strecke).

[DE] MTEG fährt Umleiter für RTB CARGO

Wegen den Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg – Berlin können die seit 2024 existierenden Pkw-Transporte Emden (VW) – Rostock-Seehafen (Autolink) nicht den bisherigen Laufweg nehmen. Als Subunternehmen der vom Logistiker Milšped beauftragten RTB CARGO fährt die Muldental Eisenbahnverkehrsgesellschaft (MTEG) aktuell die 2-3 Umläufe pro Woche via Lübeck – Bad Kleinen. Deren Schwesterunternehmen Anschlussbahn-Servicegesellschaft Pressnitztalbahn (ASP) übernimmt in Rostock jeher die letzte Meile.

Foto: G. Laage

[DE] Hannover – Göttingen weiter mit Einschränkungen

Zur Beseitigung der Sachschäden im Bahnhof Elze ist eine Anpassung des Betriebsprogramms sowie eine weitere Totalsperrung auf der Strecke 1732 Hannover – Göttingen erforderlich. Das Betriebsprogramm im Schienengüterverkehr (SGV) muss nochmals angepasst werden:

  • Reduzierung der Kapazitäten für den SGV tagsüber auf 3 Trassen pro Stunde (bislang 7) 
  • Weiterhin werden Schienengüterverkehre in großem Umfang über Kassel – Altenbeken – Hannover / Osnabrück umgeleitet
  • Güterzüge des Gelegenheitsverkehrs werden vorzugsweise über Hameln – Altenbeken – Kassel trassiert

Darüber hinaus ist eine weitere durchgängige Totalsperrung im Zeitraum vom 27. Februar 2026, 8 Uhr bis 2. März , 4 Uhr im Bahnhof Elze sowie die Strecke 1732 von Elze – Nordstemmen notwendig. 

Grund hierfür ist die Wiederherstellung von Weichenverbindungen im Bahnhof Elze, sowie die davon in Abhängigkeit stehende Oberleitung. 

Im Anschluss an diese Sperrpause erfolgt erneut die eingleisige Betriebsführung bis zum finalen Inbetriebnahmetermin des Streckengleises Nordstemmen – Elze und somit der zweigleisigen Betriebsführung. Diese wird weiterhin voraussichtlich erst nach Aufklaren der Wetterlage Mitte März sein. 

[IT/DE] ÖBB: Verona–Wuppertal wird Verona–Duisburg

Aufgrund von Generalsanierungen ist das Terminal Wuppertal in diesem Jahr nur eingeschränkt erreichbar. Aus diesem Grund routet die ÖBB Rail Cargo Group die Züge vom Terminal Verona (Sona) neu nach Duisburg (DUSS). Gleichzeitig wurde die Frequenz von sechs auf zehn Rundläufe erhöht.

Grafik: ÖBB

[DE] Sanierung Hamburg–Berlin gerät aus Zeitplan

Die Wiederinbetriebnahme der seit August 2025 gesperrten Strecke Hamburg – Berlin am 30.04.2026 nach Korridorsanierung ist nicht zu schaffen. Dies gestand die DB am 16. Februar ein und kündigte an, bis 13. März ein Konzept für das weitere Vorgehen vorzulegen. Die Öffnung des Korridors ist sensibel, denn ab 1. Mai soll die aktuell als Umleitungsstrecke genutzte Hauptabfuhrstrecke Hamburg – Hannover saniert werden. Außerdem ist ab gleichem Zeitpunkt die für Umleiter genutzte Strecke Lübeck – Bad Kleinen wegen Bauarbeiten gesperrt.

Die DB nannte „das seit sechs Wochen anhaltende Winterwetter im Norden und Osten Deutschlands mit erheblich mehr Frosttagen als üblich“ als Grund für die Verzögerungen. So könnten seit Ende Dezember bestimmte Arbeiten technisch nicht durchgeführt werden. Kernproblem sei der Kabeltiefbau für die Signalanlagen, hieß es.

Kritik kam vom Branchenverband „Die Güterbahnen“. Geschäftsführer Peter Westenberger bezeichnete die Verschiebung gegenüber dem SPIEGEL als „Trauerspiel, das sich nicht mit Winter im Winter erklären lässt“.

[DE/HU/RO] Helrom: Umleiter kosten Kapazität

Wegen den Sperrungen auf dem Abschnitt Nürnberg – Passau müssen die Helrom-Züge von Düsseldorf nach Győr sowie Arad temporär via Freilassing / Salzburg geführt werden. Für den Zugoperateur ist dies mit Einschränkungen bei der Zuglänge verbunden: Statt 40 Trailer / 20 Doppelwagen sind während der Umleitungen nur 34 Trailer / 17 Doppelwagen möglich.