[BG] Bulgarien genehmigt Terminal in Ruse

Das bulgarische Verkehrs- und Kommunikationsministerium hat am 16.12.2025 die Verwendung von 97 Mio. BGN (49,6 Mio. EUR) aus dem Europäischen Regionalentwicklungsfonds für den Bau eines seit über einem Jahrzehnt geplanten multimodalen Terminals in Ruse genehmigt. Die Gesamtkosten des Projekts betragen ca. 117 Mio. BGN (59,8 Mio. EUR). Der Bau ist auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs im Osten der Stadt vorgesehen.

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Die Nacionalna kompanija Železopătna infrastruktura (NKŽI) will Anfang 2026 eine Ausschreibung für Planung und Bau des Terminals starten. Das Projekt umfasst den Bau eines neuen Bahnhofs mit sieben Gleisen, Lager- und Verwaltungsinfrastruktur, Zollposten, Parkplatz und Zufahrtsstraße vom Industriegebiet Ruse sowie die Wiederherstellung der Gleisverbindung zur Donaubrücke.

Die Verwaltung des Terminals wird voraussichtlich an einen privaten Betreiber übertragen, der die Effizienz verbessern und Logistikunternehmen anziehen soll. Zusammen mit dem Bau einer dritten Donaubrücke, die ebenfalls in der Nähe von Ruse liegen wird, soll sich die Stadt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Nordostbulgarien etablieren.

Grafik: NKŽI

[NL] BTT übernimmt das Rail Terminal Chemelot

Die BTT Multimodal Group hat das seit 2013 bestehende Rail Terminal Chemelot (RTC) in Geleen übernommen. Mit dieser Akquisition will der Logistikdienstleister seine Position in der multimodalen Hinterlandlogistik stärken und seine Wachstumsstrategie für den Zeitraum 2026–2028 fortsetzen. Das Terminal wird unter dem Namen BTT Rail Terminal Chemelot weitergeführt und erweitert das bestehende Netzwerk von BTT, das derzeit aus drei Binnenschiff- und zwei Bahnterminals besteht, darunter eines in Rzepin (Polen).

An der Betreibergesellschaft Rail Terminal Chemelot (RTC) B.V. war seit April 2018 auch Hupac beteiligt. Zunächst hatte die Unternehmensgruppe 40 % erworben, im Februar 2020 dann auf 60 % bzw. 2024 auf 67,68 % aufgestockt. Weiterer Gesellschafter war Move Intermodal.

Hupac wickelte zeitweise über 20 Züge pro Woche über das Terminal ab, strich aber alle Verbindungen bis Ende 2025.

Das Rail Terminal befindet sich in unmittelbarer Nähe des Industrieparks Chemelot und des Brightlands Chemelot Campus. Es verfügt über drei 700 Meter lange Gleise, zwei Portalkrane und ein 60.000 Quadratmeter großes Gelände mit Erweiterungsmöglichkeiten. Die jährliche Kapazität beträgt bis zu 100.000 Ladeeinheiten.

[DE] Holzbahnhof Bestwig in Betrieb

Mit mehrjähriger Verspätung ist im Januar 2026 der neue Holzbahnhof in Bestwig in Betrieb genommen worden. DB Cargo FLS brachte mit dem EVU Raildox einen Rundholzzug der Bayerische Staatsforsten in den Hochsauerlandkreis. Empfänger ist Pieper Holz in Olsberg.

Das knapp 4 ha große Gelände wurde bereits 2008 verkauft, Betreibergesellschaft ist die am 04.12.2008 gegründete Team-Timber Logistik GmbH, an der Pieper Holz heute die Mehrheit hält*. Neben den Auflagen des Denkmalschutzes für die historischen Industrieanlagen des ehemaligen Bahnbetriebswerks führte die hohe Auslastung bei Gleisbauunternehmen wiederholt zu einer Verschiebung der Inbetriebnahme. 2017 wurde das dort vorhandene ehemalige Bahnbetriebswerk abgerissen. Das neue Terminal verfügt über mehrere Gleise und ist für Ganzzüge mit bis zu 740 m Länge ausgelegt. Neben Rundholz sollen dort auch Sägerestholz und Schnittholz umgeschlagen und gelagert werden.

* = Gesellschafter sind heute 70,1 % Pieper Holz GmbH; 14 % Ewald Beckmann GmbH & Co.; 8,8 % Theodor Schulte GmbH Säge- und Spanerwerk-Holzhandlung; 3,7 % Hegener-Hachmann GmbH & Co. KG; 2,2 % Team Timber Logistik GmbH (ehemals Anteile der Bachstein GmbH & Co. KG); 1,2 % Josef Hammecke-Behme Sägewerk und Holzhandlung e.K.

Der Premierenzug. Foto: DB Cargo

[HU] METRANS: Grundsteinlegung in Szeged

An der Grundsteinlegung für den zweiten ungarischen METRANS-Terminal in Szeged nahmen Péter Szijjártó, ungarischer Außenminister, István Joó, Regierungsbeauftragter, CEO der HIPA (Ungarische Investitionsförderungsagentur), László Botka, Bürgermeister von Szeged, sowie Peter Kiss, CEO von METRANS, teil.

Der Terminal in Szeged erweitert das METRANS-Netzwerk in Ungarn und ergänzt den seit 2017 bestehenden Terminal in Budapest. Auf einer Fläche von rund zehn Hektar entstehen unter anderem vier 330 Meter lange Gleise sowie zwei ferngesteuerte elektrische Portalkräne. Die Anlage ist darauf ausgelegt, täglich sechs Zugpaare und jährlich bis zu 300.000 TEU abzufertigen.

Foto: METRANS

[SE] Neue Logistikanlage in Landskrona

Train Alliance AB hat im Hafen von Landskrona eine Werftanlage mit Grundstücken und Immobilien für einen Gesamtwert von ca. 485 Mio. SEK (44 Mio. EUR) in Form der Nya Fastighets AB Varvsudden erworben. Verkäufer ist NIAM Real Estate über Niam VII Sweden Industrial AB.

Ziel ist es, das Gebiet mit einer verbesserten Infrastruktur für Logistik und Industrie zu entwickeln und die Anbindung an das Hauptbahnsystem zu stärken, um so einen Knotenpunkt im europäischen Verkehrskorridor zu schaffen.

Der Erwerb erfolgt über die Tochtergesellschaft Anläggning B19 Drift Underhåll i Landskrona AB (B19). Die Akquisition wird durch Darlehen finanziert, zum einen durch ein Immobiliendarlehen bei B19 und zum anderen durch ein Überbrückungsdarlehen bei Train Alliance in Höhe von 100 Mio. SEK mit einer Rückzahlung innerhalb von neun Monaten.

[DE] Intermodalterminal Straubing eröffnet

Am 30.09.2025 wurde der bimodale Standort Straubing-Sand im Beisein von Vertretern aus Politik und Wirtschaft offiziell eröffnet. Das Projekt wird vom Bund mit rund 19 Millionen Euro gefördert. Das entspricht etwa 79 % der förderfähigen Gesamtinvestition.

Betreiber ist die Contargo CombiTrac Straubing-Sand GmbH als Joint-Venture von Contargo und der SFI Group als Verbund aus mittelständischen Unternehmen im Großraum Regensburg. Den Bau des 50.000 m2 großen Terminals übernahm das Josef Rädlinger Bauunternehmen aus Cham.

Foto: Contargo

[DE] Neuer Umschlagplatz in Cottbus

Beim Heizkraftwerk im Osten von Cottbus ist am 15.09.2025 eine neue Logistikstelle der DB InfraGO für das Verladen zwischen Lkw und Güterwagen offiziell in Betrieb genommen worden. Das „grüne Licht“ für die neue Verladestation gaben Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Dr. Daniela Gerd tom Markotten, DB-Vorständin für Digitalisierung und Technik, Jens Warnken, Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus, und Dr. Imke Kellner, Leiterin Anlagen- und Instandhaltungsmanagement Ost der DB InfraGO.

Der neue Umschlagplatz ist notwendig, weil sein Vorgänger für den Gleisanschluss des neuen Werks der DB in Cottbus Platz machen muss. Der neue Standort beim Heizkraftwerk bietet Unternehmen nun bessere Bedingungen – mit einer breiten Rampe und ausreichend Platz zum Wenden und Rangieren auch mit großen Lkw. Zusätzlich wurden auf dem Gelände Lagerflächen geschaffen, diese Möglichkeit gab es am bisherigen Standort nicht. Im Angebot der DB Cargo ersetzt die neue Logistikstelle ihren Vorgänger in Cottbus jedoch erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026.

Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

[AT] ÖBB: Ausbau Güterzentrum Wien Süd

Die ÖBB bauen das Güterzentrum Wien Süd aus. Dieses wurde 2013 bis 2016 im Süden der Hauptstadt Östereichs an der Schnittstelle der Pottendorfer Linie und der Wiener Außenring Schnellstraße S1 errichtet.

Aufgrund der steigenden Nachfrage und hohen Auslastung starten nun Anfang September 2025 die Bauarbeiten für die letzte Ausbaustufe „Phase 2“ durch die ÖBB-Infastruktur. Dadurch kann die Terminalkapazität Ende 2026 von 380.000 um 44 % auf 547.000 TEU erhöht werden. Dann stehen den Kunden 8 x 700 Meter Ladegleise zur Verfügung. Eine zusätzliche, in weiterer Folge automatisierte Portalkrananlage erhöht die Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus werden die zwei bestehenden Portalkrane umgerüstet, sodass in einem nächsten Schritt ein automatisierter Betrieb möglich ist.

Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG und Johann Pluy, Vorstand ÖBB-Infrastruktur AG beim Baustart der Phase 2 des Güterzentrums Wien Süd. Foto: ÖBB / Christian Zenger