[CH] Cadenazzo: Post übernimmt SBB-Terminal?

Für die Weiterführung des Terminals in Cadenazzo ist SBB Cargo mit der Schweizerische Post AG (Post CH) im Gespräch. Die Post beabsichtigt, das Terminal Cadenazzo künftig zu mieten und in Eigenregie zu betreiben.

Für die Post fährt die SBB ab Dezember 2025 einen zusätzlichen Zug – fünf anstelle von heute vier.

[SI] Rijeka: Tests im neuen Terminal

Nach zweijähriger Bauzeit haben nun erste Tests und Trainingskranungen im neuen Rijeka Gateway Terminal begonnen. Neben Be- und Entladungen am Kai traf am 11.08.2025 auch ein erster Testzug in der Umschlaganlage ein, mit dem der Terminalgesellschafter ENNA Logic leere Container für Krantests in den Hafen brachte.

Der erste Zug im Terminal. Foto: Rijeka Gateway Terminal

[PL] Neues Terminal für Małaszewicze

In Polen entsteh nahe der Grenze zu Belarus in Małaszewicze ein neues Intermodalterminal. Betreiber ist „Container Terminal Mala“ als Teil der CLIP Group. Der Bau der Anlage wurde jüngst an das Unternehmen TorKol vergeben. Die Fertigstellung ist für Juni 2026 angedacht.

Das neue Terminal an der Achse China – Europa ermöglicht den Umschlag Schiene-Straße sowie Breitspur-Normalspur.

Gruppenfoto anlässlich der Vertragsunterzeichnung mit TorKol. Foto: CLIP Group

[DE] Anschlussbahn in Güstrow reaktiviert

Die Schienen-Infrastrukturgesellschaft Prignitz (SIP), ein Unternehmen der ENON Unternehmensgruppe, hat gemeinsam mit der Stadt Güstrow „einen wichtigen Schritt zur Stärkung des Schienengüterverkehrs in der Region“ unternommen: Die Anschlussbahn auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik wird aktuell reaktiviert.

Bereits im Februar 2025 begannen die ersten Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme. In Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Stadt Güstrow wurde das stark zugewachsene Gleis freigeschnitten, vermessen und anschließend so weit instandgesetzt, dass es nun wieder mit Schrittgeschwindigkeit befahrbar ist. Nach erfolgreicher Freigabe durch die zuständige Landeseisenbahnaufsicht kann der Betrieb aufgenommen werden.

Ab dem 01.09.2025 steht der neue „Rail Port Güstrow“ bereit: Geplant ist der Umschlag landwirtschaftlicher Produkte, Baustoffe sowie perspektivisch auch von Containern.

Foto: SIP

[HU] DB erweitert Terminal Győr

DB Cargo Hungária erweitert das vor allem durch Audi genutzte Terminal in Győr. Zu den Maßnahmen gehört eine Verlängerung der Gleisanlagen um 120 Meter sowie eine neue Werkstatt für Schienenfahrzeuge. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

Foto: DB Cargo

[PL] Terminal Bydgoszcz nur auf dem Papier

Das intermodale Terminal, welches am Bahnhof Emilianowo bei Bydgoszcz/Bromberg im Rahmen des Nationalen Wiederaufbauprogramms gebaut werden sollte, befindet sich seit fast einem Jahr in Liquidation. Diese ist weder abgeschlossen, noch ist die Gründung eines neuen Unternehmens bekannt. Laut Gericht sind die Liquidationsanträge fehlerhaft.

Mehrheitsaktionär des Unternehmens ist das Nationale Zentrum für die Förderung der Landwirtschaft (KOWR) – eine staatliche Institution, die sich mit der Entwicklung ländlicher Gebiete befasst. Die anderen Vertragspartner sind die Woiwodschaft Kujawien-Pommern, die Polnischen Staatsbahnen (PKP), die Gemeinde Nowa Wieś Wielka, die Hafenbehörde Gdynia, der Industrie- und Technologiepark Bydgoszcz und PKP Cargo.

Das Unternehmen verfügte jedoch nicht über die Mittel, um das Projekt fortzusetzen und auch keine Grundstücke, auf denen die Investition getätigt werden könnte. Nach Angaben von PKP Polskie Linie Kolejowe wurden die Gesamtkosten für den Bau auf etwa 250 Mio. PLN (59 Mio. EUR) geschätzt.

Das einzige Vermögen des Unternehmens ist die Umweltgenehmigung. Die Gesellschafter des Unternehmens beschlossen Ende Januar, die Genehmigung im Rahmen der Unternehmensliquidation zu verkaufen. Geplant war, dass der Industrie- und Technologiepark Bydgoszcz sie erwerben würde.

Nach dem Machtwechsel Ende 2023 begann sich das KOWR von diesem Projekt zu distanzieren. Es hieß, dass das gesamte Investitionsprojekt nicht in den Aufgabenbereich des KOWR falle. Noch deutlicher äußerte sich Jan Szopiński, stellvertretender Leiter von KOWR, ehemaliger stellvertretender Marschall der Woiwodschaft und ehemaliger stellvertretender Bürgermeister von Bydgoszcz: „KOWR ist nicht dazu da, eine Eisenbahn oder einen Umschlagbahnhof zu bauen.“

[DE] DUSS: Ausbaustart in Ulm

Am 14.07.2025 leitete die DB-Tochter DUSS den Baustart für den Ausbau des Umschlagterminals Ulm-Dornstadt mit einem symbolischen Spatenstich ein. Mit einem zweiten Modul soll die Kapazität bis 2028 mehr als verdoppelt werden.

Der 148 Mio. EUR teure Ausbau des Umschlagterminals in Ulm-Dornstadt ist durch die DB, den Bund und die Europäische Union (EU) finanziert. Die EU ist im Rahmen des Military Mobility Fonds mit rund 50 Mio. EUR an der Finanzierung beteiligt.

Grafik: DB

[FR] Dunkerque: Modalis betreibt neues Terminal

Der neue Multimodalterminal im Hafen Dünkirchen / Port de Dunkerque wird von Modalis betrieben. Dies gab der Hafenbetreiber jüngst bekannt.

Die Inbetriebnahme der 9,6 Hektar großen Anlage soll im März 2026 nach einem Investment von 26 Mio. EUR erfolgen. Die Kapazität beträgt vier 750 m-Züge pro Tag – so soll die Umschlagsleistung von 50.000 Intermodaleinheiten pro Jahr erreicht werden.

Grafik: Port de Dunkerque

[DE] CargoBeamer baut in Kaldenkirchen

CargoBeamer wird in Kaldenkirchen in Nordrhein-Westfalen nahe der deutsch-niederländischen Grenze das erste CargoBeamer-Terminal in Deutschland errichten. Mit einer jährlichen Umschlagkapazität von bis zu 228.000 Ladeeinheiten ist dies auch das größte CargoBeamer-Terminal in Europa. Seit Sommer 2021 betreibt das Unternehmen im französischen Calais das erste eigene Terminal.

Die Investitionskosten des Projekts werden mehrheitlich durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs sowie durch CargoBeamer finanziert.

Das CargoBeamer-Terminal in Kaldenkirchen wird auf dem Gelände des bestehenden Reachstacker-Terminals der Cabooter-Gruppe entstehen und in zwei Bauabschnitten realisiert. Im Herbst 2025 erfolgt der Baustart für die erste Ausbauphase, deren Abschluss in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 geplant ist. Hierbei werden auf rund 133.000 qm die CargoBeamer-Umschlagtechnologie installiert, über 270 Parkplätze für Sattelauflieger geschaffen sowie Anlagen für automatisierte Check-In- und Check-Out-Prozesse errichtet. Während der Bauphase wird der fortlaufende Betrieb des bestehenden Reachstacker-Terminals weitestgehend sichergestellt. Im Anschluss an die Eröffnung des CargoBeamer-Terminals im Jahr 2026 soll zeitnah die Realisierung der Vollausbaustufe erfolgen, wodurch die Gesamtfläche des Terminals auf rund 159.000 qm erweitert wird.

Grafik: CargoBeamer

[PL] Ausbau des Euroterminals Sławków

Der polnische Premierminister Donald Tusk kündigte am 26.05.2025 den Ausbau des Euroterminals Sławków im Umfang von 180 Mio. PLN (42 Mio. EUR) an. Dieser soll die Abfertigung von Breitspurzügen und damit die Aufnahme von Gütern aus der Ukraine, dem Mittelmeerraum und Asien erleichtern.

Durch die Erweiterungspläne wird die Umschlagkapazität des Terminals um mehr als 75 % gesteigert und der jährliche Umschlag von 285.000 auf über 530.000 TEU erhöht.