Wörth (Rhein) nach Entgleisung gesperrt

Nach der entgleisten Rangierfahrt in Wörth (Rhein) arbeitet die Deutsche Bahn (DB) nach eigener Aussage unter Hochdruck daran, die beschädigte Infrastruktur für die Züge wieder befahrbar zu machen. Die DB geht davon aus, dass die Züge ab 12.12.2021 in Wörth (Rhein) wieder rollen können.

Insgesamt rund 270 Meter Schienen, 350 Schwellen sowie fünf Weichen müssen komplett instandgesetzt werden. Fünf Weichenantriebe, rund 600 Meter Drahtzugleitung sowie 40 Leitungspfosten zur Anbindung der mechanischen Stellwerkstechnik müssen repariert werden.

Am 17.11.2021 entgleiste im Bahnhof Wörth (Rhein) die Rangierfahrt eines Güterzuges der BM Bahndienste. Dabei wurde die Eisenbahninfrastruktur vor Ort stark beschädigt. Die Strecke ist seitdem für den Bahnverkehr gesperrt. Die Untersuchungen der Bundespolizei zur Ursache sind noch nicht abgeschlossen.

Entgleisung in Wörth (Rhein)

Am 17.11.2021 ereignete sich am Bahnhof Wörth (Rhein) gegen 16:30 Uhr ein Rangierunfall bei dem ein Flachwagen entgleiste und ein darauf befindlicher Container in die Gleise geschleudert wurde. Ursache des Unfalls war, nach jetzigem Stand der Ermittlungen, ein mutmaßliches Fehlverhalten des diensthabenden Weichenwärters, der vermutlich zu früh die Weichen umstellte.

Hierdurch entstand vor Ort ein erheblicher Schaden am gesamten Gleisoberbau, den Oberleitungen sowie an den Gleisen. Nach aktuellen Schätzungen entstand hierdurch ein Gesamtschaden im hohen sechsstelligen Bereich. Nach Auskunft der Deutschen Bahn werden die Reparaturarbeiten voraussichtlich bis zum Wochenende andauern.

Gegen den Weichenwärter wurde ein Strafverfahren aufgrund der Gefährdung des Bahnverkehrs durch eine fahrlässige Handlung eingeleitet.

Entgleisung in Zufa Frauenfeld

Auf dem Gelände der Zuckerfabrik im schweizerischen Frauenfeld entgleisten am 29.09.2021 fünf Wagen eines Güterzuges, der mit Biozuckerrüben aus Deutschland beladen war.

Betroffen war der 2.500 t schwere Rübenzug 41683 Ingolstadt – Basel – Islikon, geführt von den Elloks 185 134 + 140 der DB Cargo. Nachdem die Loks und die ersten vier Wagen eine Doppelkreuzungweiche in abzweigender Stellung passiert hatten, entgleiste der fünfte Wagen und riss die nachfolgenden vier mit, bevor der Zug zum Stehen kam. Neben den Gleisen wurden durch die Entgleisung auch einige der Güterwagen des Zuges beschädigt. Die entgleisten Wagen hatten für die Zuckerfabrik keine großen Einschränkungen, weil sie ein weiteres Gleis für den Transport nutzen konnte.

Eine mögliche Ursache wird vermutet, dass die Weichenzungen sich nicht in Endlage befanden oder nicht durch den Handstellhebel verriegelt wurden. Der Grund dafür könnte sein, dass ein vorher ausgefahrener Zug die Weiche „aufgeschnitten“ hat.

Bereits im Jahr 2002 entgleiste hier eine Rangierlok und ein beladener Güterwagen beim Befahren einer Weiche, damals hatten nach polizeilichen Ermittlungen kurz vor der Entgleisung sechs Kinder auf dem Areal der Zuckerfabrik gespielt und bei zwei Weichen an den Weichenhebeln hantiert.

Nur rund 10 % der über 80.000 t Frauenfelder Biorüben werden gegenwärtig vor Ort angebaut, der Großteil davon wird dabei auf der Straße zur Zuckerfabrik gefahren. Die 90 % an ausländischen Rüben werden dagegen hauptsächlich per Bahn nach Frauenfeld gebracht – sie stammen zum allergrößten Teil aus Süddeutschland.

Frankreich: Güterzugentgleisung

Am 26.08.2021 entgleiste gegen 22 Uhr ein 20 mit Weizen beladene Waggons umfassender Güterzug der Fret SNCF in Saint-Hilaire-au-Temple. 13 Waggons entgleisten, die Strecke Reims – Châlons ist für mindestens vier Wochen unterbrochen. Es gab keine Verletzten.

Die betroffene Strecke wird pro Tag von ca. zehn Güterzügen befahren, hauptsächlicher Nutzer ist Lineas. Umleiterverkehre müssen deutliche Mehrkilometer in Kauf nehmen.

Zwischenbericht zu Niederlahnstein

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat am 26.08.2021 den Zwischenbericht zur Entgleisung in Niederlahnstein veröffentlicht. Unter anderem heißt es darin: „Im Verlauf der Unfalluntersuchung wurde festgestellt, dass der Tf bereits im Zulauf auf die Ereignisstelle die fahrplanmäßige Höchstgeschwindigkeit des DGS 49077 von 90 km/h zwischen Köln und Koblenz mehrfach und anhaltend um bis zu 17 km/h überschritten hatte.“

Tschechien: Entgleisung eines Güterzuges

Am 19.08.2021, entgleisten um 05:00 Uhr morgens vier Waggons eines Güterzuges der ČD Cargo auf dem viergleisigen Streckenabschnitt zwischen Kralupy nad Vltavou und Nelahozeves. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt.

Foto: Drážní inspekce

Der Schaden wurde mit 4,5 Mio. CZK (180.000 EUR) angegeben, davon 500.000 CZK am Zug und 4 Mio. CZK an der Strecke. Die Eisenbahnaufsichtsbehörde führt vor Ort eine Untersuchung der Ursachen und Umstände dieses Unfalls durch.

Zugentgleisung in Spanien

Am Nachmittag des 16.08.2021 ist auf der eingleisigen Strecke zwischen Córdoba und Jaén gegen 15:30 Uhr ein Containerzug entgleist. Es gab keine Verletzten. Der Infrastrukturbetreiber ADIF geht aufgrund der erheblichen Schäden von einer längeren Sperrung aus.

Zugkollision in Kroatien

Zwei Güterzüge sind am Morgen des 11.08.2021 gegen 5 Uhr in der Nähe der Siedlung Majurac bei Križevci in Kroatien kollidiert. Bei einer Leistung handelt es sich um einen mit der ELL 193 271 (Siemens Vectron MS) bespannten Intermodalzug des EVUs Enna Transport, der zweite war eine Leistung der staatlichen HŽ Cargo.

Zugkollision in Němčice nad Hanou

Am 31.07.2021 kollidierte in Němčice nad Hanou um 13.28 Uhr die einzelnd von Havlíčkův Brod nach Ostrava verkehrende X4E-618 der Mitsui Rail Capital Europe (MRCE) mit dem Personenzug Os 3821 Olomouc – Nezamyslice fuhr. Durch den Zusammenstoß entgleisten zwei Waggons des Personenzugs, und zwei Personen (Lokführer und Passagier) wurden verletzt. Der Lokomotivzug (Lv) wurde vom Privatunternehmen Retrack Czech s.r.o. durchgeführt, der Personenzug von der Tschechischen Bahn ČD.

Am Unfallort wurde der Schaden auf 10,3 Mio. CZK (400.000 EUR) geschätzt (3 Mio. CZK Personenzug, 5 Mio. CZK Lokomotive, 2,3 Mio. CZK Gleis). Die Eisenbahnaufsichtsbehörde Drážní inspekce führt vor Ort eine Untersuchung über die Ursachen und Umstände des Vorfalls durch.

Foto: Drážní inspekce