{"id":29872,"date":"2022-08-19T11:47:15","date_gmt":"2022-08-19T09:47:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/?p=29872"},"modified":"2022-08-19T18:40:55","modified_gmt":"2022-08-19T16:40:55","slug":"transportunternehmen-fordern-linksrheinische-alterantive","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/2022-08-19-transportunternehmen-fordern-linksrheinische-alterantive\/","title":{"rendered":"Transportunternehmen fordern linksrheinische Alterantive"},"content":{"rendered":"\n<p>Die G\u00fcterbahnen BLS Cargo und SBB Cargo International sowie der Intermodaloperateur Hupac sowie der Verband VAP fordern eine linksrheinische Alternative. Grund ist die Fertigstellung des Ausbaus der Rheintalbahn (Viergleisigkeit, 740 m Zugl\u00e4nge, 2.000 t Zuggewicht) zwischen Karlsruhe und Basel erst im Zeitraum 2040-2045.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweizer Bahnbranche begr\u00fc\u00dft in einer Aussendung die Infrastrukturausbauten ausdr\u00fccklich und erwartet eine z\u00fcgige Umsetzung. Zus\u00e4tzlich werden gezielte Ma\u00dfnahmen zur Absicherung der Kapazit\u00e4t und zur Stabilisierung des Betriebs gefordert. Im Fokus steht dabei insbesondere die linksrheinische Bahnlinie via Frankreich. Dank der Streckenf\u00fchrung im Flachland und guten Voraussetzungen hinsichtlich des Streckenprofils stellt sie nach Einsch\u00e4tzung der Transportunternehmen eine ideale Erg\u00e4nzung und Alternative zur rechtsrheinischen Rheintalbahn via Deutschland dar. So zeigte sich bereits w\u00e4hrend der Rastattsperre in 2017, dass die Elsassstrecke durch die Schnell-Kodifizierung des n\u00f6rdlichen Streckenastes Lauterbourg &#8211; Strasbourg und die technische Pr\u00fcfung des S\u00fcdastes Strasbourg &#8211; Basel f\u00fcr das Lichtraumprofil P400 nutzbar ist. Auch die Ert\u00fcchtigung der G\u00e4ubahn zwischen Stuttgart und Singen b\u00f6te Entlastungskapazit\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Transportunternehmen stellten am 19.08.2022 folgenden Ma\u00dfnahmenkatalog vor:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ma\u00dfnahme Nr. 1 \u2013 Rasche Ert\u00fcchtigung der Strecke W\u00f6rth-Lauterbourg-Strasbourg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausbau der linksrheinischen Nord-S\u00fcd-Achse ist gegenw\u00e4rtig eine der wichtigsten Voraussetzungen f\u00fcr die stabile Nutzung der NEAT und f\u00fcr die weitere Verlagerung des alpenquerenden G\u00fcterverkehrs in Erwartung des Vollausbaus der rechtsrheinischen Strecke.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schweizer Parlament hat mit der Motion <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20203003\" target=\"_blank\">20.3003<\/a> zum Abschluss eines Staatsvertrags zum Ausbau der linksrheinischen Strecke und mit der Motion <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20223000\" target=\"_blank\">22.3000<\/a> zur Finanzierung der Elektrifizierung des Streckenabschnitts W\u00f6rth &#8211; Strasbourg den Weg f\u00fcr die aktive Beteiligung der Schweiz am Ausbau des Nord-S\u00fcd-Korridors auch auf franz\u00f6sischer Seite geebnet. So soll eine Parallelf\u00fchrung entstehen, die dem Baustellenchaos ein Ende bereitet und sowohl den Transit-, als auch den f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft wichtigen Import- und Exportverkehr sicherstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweizer Beh\u00f6rden sollten nun die Verhandlungen mit den Nachbarstaaten vorantreiben, um eine m\u00f6glichst baldige Elektrifizierung und Ert\u00fcchtigung der Strecke W\u00f6rth-Strasbourg als Alternativroute zu erreichen. Mit relativ geringen Mitteln l\u00e4sst sich innerhalb weniger Jahre eine zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4t von 60 G\u00fcterverkehrstrassen pro Tag realisieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Massnahme Nr. 2 \u2013 Zugang zu Umleiterstrecken via Frankreich erleichtern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Rheintalbahn sind weitere umfangreiche Bauarbeiten geplant, beispielsweise im Sommer 2024 mit einer vierw\u00f6chigen Totalsperre. Die linksrheinische Umleitungsstrecke via Frankreich ist zwar befahrbar, jedoch nur mit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohem betrieblichem Aufwand und nur f\u00fcr eine geringe Anzahl an Z\u00fcgen pro Tag. Um eine erneute Kapazit\u00e4tskrise abzuwenden, muss der Zugang zu den Umleiterstrecken erleichtert werden. So sollten tempor\u00e4re L\u00f6sungen gefunden werden, damit deutschsprachige Lokf\u00fchrer via Frankreich fahren k\u00f6nnen, beispielsweise durch die Einrichtung einer deutsch-franz\u00f6sischen Kommunikation mit Sprach-Apps oder durch zweisprachiges Personal in den Leitstellen. Auch die Verfahren zur Erlangung der erforderlichen Streckenkenntnis sollten tempor\u00e4r vereinfacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Von zentraler Bedeutung ist zudem ein international koordiniertes Trassenmanagement auf der linksrheinischen Strecke. Die beteiligten Infrastrukturbetreiber in Deutschland, Frankreich und der Schweiz sollten einen gemeinsamen durchgehenden Trassenkatalog erstellen, um eine m\u00f6glichst hohe Anzahl von G\u00fcterz\u00fcgen stabil und fl\u00fcssig durch dieses Nadel\u00f6hr zu leiten. Bereits durch die einfache Aufhebung der n\u00e4chtlichen Fahrbeschr\u00e4nkung kann die Kapazit\u00e4t sp\u00fcrbar erh\u00f6ht werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Massnahme Nr. 3 \u2013 Korridorsanierung Deutschland: erst Umleiter sichern, dann bauen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Schieneng\u00fcterverkehr muss kontinuierlich auf den gro\u00dfen internationalen Achsen rollen k\u00f6nnen. Daher m\u00fcssen Infrastrukturbetreiber vor Sperrungen f\u00fcr Baufreiheit, st\u00f6rungsfreie Anlagen und f\u00fcr die notwendige Ausstattung (Oberleitung, Zugl\u00e4nge, Abstellfl\u00e4chen, etc.) f\u00fcr die volle Menge von Z\u00fcgen auf den f\u00fcr die Umleitung vorgesehenen Strecken sorgen. Es ist im Interesse der Schweiz, dass die in Deutschland angek\u00fcndigte Generalsanierung von hochbelasteten Schienenkorridoren von Anfang an die Erstellung von leistungsf\u00e4higen Umleitungskonzepten vorsieht. Erst m\u00fcssen Umleitungsstrecken betrieblich und infrastrukturell ert\u00fcchtigt werden, dann kann mit einer umfassenden Streckensanierung begonnen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Massnahme Nr. 4 \u2013 Infrastrukturbetreiber des Korridors Rhein-Alpen an einen Tisch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Herausforderungen im G\u00fcterverkehr auf dem Korridor Rhein-Alpen meistern wir nur durch internationale Zusammenarbeit. Die kommenden Jahre intensiver Baut\u00e4tigkeit sind entscheidend, um die bisherigen Erfolge der Verkehrsverlagerung nicht zu gef\u00e4hrden. Wir schlagen die Einrichtung eines internationalen Arbeitsgremiums der Infrastrukturbetreiber des Korridors unter Einbezug der Verkehrsministerien vor. Ziel ist eine aktive Koordination der Anforderungen des Infrastrukturausbaus einerseits und eines marktf\u00e4higen Verkehrsangebots andererseits. Die Schweiz als zentrales Transitland im Korridor Rhein-Alpen ist pr\u00e4destiniert f\u00fcr eine treibende Rolle bei der Umsetzung der genannten Massnahmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die G\u00fcterbahnen BLS Cargo und SBB Cargo International sowie der Intermodaloperateur Hupac sowie der Verband VAP fordern eine linksrheinische Alternative. Grund ist die Fertigstellung des Ausbaus der Rheintalbahn (Viergleisigkeit, 740 m Zugl\u00e4nge, 2.000 t Zuggewicht) zwischen Karlsruhe und Basel erst im Zeitraum 2040-2045. 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