{"id":33381,"date":"2023-01-06T11:39:49","date_gmt":"2023-01-06T10:39:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/?p=33381"},"modified":"2023-01-06T11:39:50","modified_gmt":"2023-01-06T10:39:50","slug":"prorail-zeigt-wenig-interesse-fuer-gueterverkehr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/2023-01-06-prorail-zeigt-wenig-interesse-fuer-gueterverkehr\/","title":{"rendered":"ProRail zeigt wenig Interesse f\u00fcr G\u00fcterverkehr"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach den j\u00fcngsten Ausf\u00e4llen beim Schienenzugang zum Rotterdamer Hafen zwischen dem 28. und 30. Dezember und exorbitanten Erh\u00f6hungen der Infrastrukturentgelte f\u00fcr 2023 klagt der niederl\u00e4ndische Verband f\u00fcr den Schieneng\u00fcterverkehr RailGood an, dass der niederl\u00e4ndische Infrastrukturbetreiber ProRail den Sektor nachl\u00e4ssig behandelt. Die Eisenbahnen im Rotterdamer Hafen zum Beispiel w\u00fcrden weitgehend nur auf Sicherheitsniveau statt auf h\u00f6heren Standards gehalten. So wurde der Verkehr auf dem G\u00fcterbahnhof Botlek am 28.12.2022 wegen einer undichten Feuerl\u00f6schwasserleitung, die \u00dcberschwemmungen verursachte, eingestellt, und mangels Zugang zum Hafen waren der Europoort und die Maasvlakte nicht mit dem Zug erreichbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Tage sp\u00e4ter \u00fcberpr\u00fcfte man daraufhin offenbar weitere Feuerl\u00f6schanlagen, und ProRail teilte mit, dass jene im Rangierbahnhof Pernis von den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden nicht genehmigt worden sei und auf den Gleisen daher keine Transportaktivit\u00e4ten, f\u00fcr die eine Umweltgenehmigung erforderlich ist, stattfinden k\u00f6nnten, bis das System die Anforderungen erf\u00fcllt. Da die Mehrheit der Fracht in Pernis Gefahrgut ausmacht, insbesondere f\u00fcr die petrochemische Industrie, hatte dies erhebliche Auswirkungen, da Gefahrgutwagen, die nicht behandelt werden, nicht l\u00e4nger als vier Stunden in Pernis bleiben d\u00fcrfen. Die Folge war ein Anstieg des Verkehrsaufkommens auf den Bahnh\u00f6fen Kijfhoek und Botlek, die bereits intensiv ausgelastet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits gab es eine Erh\u00f6hung der Infrastrukturgeb\u00fchren f\u00fcr die Abstell- und Rangiergleise von ProRail zwischen 50 und 660 %. Dieser Anstieg steht im Zusammenhang mit der neuen Methodik von ProRail zur Berechnung der Wegeentgelte f\u00fcr den Schienenverkehr, da ab 2023 seine integralen Kosten anstelle der direkten Kosten berechnet werden, was zu einer Erh\u00f6hung der Tarife f\u00fchrt. Die Europ\u00e4ische Kommission gab zwar die Erlaubnis, das Problem mit einer bis 2026 geltenden Subvention zu lindern, die den Unternehmen 25 % ihrer Abstellgleis- und Rangierkosten erstatten w\u00fcrde, doch selbst mit dieser Beihilfe steigen die Preise zwischen 15 und 450 %.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den j\u00fcngsten Ausf\u00e4llen beim Schienenzugang zum Rotterdamer Hafen zwischen dem 28. und 30. Dezember und exorbitanten Erh\u00f6hungen der Infrastrukturentgelte f\u00fcr 2023 klagt der niederl\u00e4ndische Verband f\u00fcr den Schieneng\u00fcterverkehr RailGood an, dass der niederl\u00e4ndische Infrastrukturbetreiber ProRail den Sektor nachl\u00e4ssig behandelt. 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