{"id":35792,"date":"2023-03-30T14:00:00","date_gmt":"2023-03-30T12:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/?p=35792"},"modified":"2023-03-31T10:40:50","modified_gmt":"2023-03-31T08:40:50","slug":"verbaende-kritisieren-db-bilanz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/2023-03-30-verbaende-kritisieren-db-bilanz\/","title":{"rendered":"Verb\u00e4nde kritisieren DB-Bilanz"},"content":{"rendered":"\n<p>Zum Ergebnis der G\u00fcterverkehrstochter des DB-Konzerns nahm Peter Westenberger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes Netzwerk Europ\u00e4ische Eisenbahnen (&#8222;Die G\u00dcTERBAHNEN&#8220;), wie folgt Stellung: \u201eIm \u00fcberlasteten Organismus DB sorgt die DB Cargo f\u00fcr immer h\u00f6here Arztrechnungen. Die DB-G\u00fcterverkehrstochter Cargo hat 2022 bei nur moderat gestiegenen Energiekosten und sinkender Leistung den Umsatz zwar etwas (um 5,3 Prozent) gesteigert, aber gleichzeitig das schon seit Jahren negative operative Ergebnis um gut 40 Prozent auf minus 665 Mio. Euro vergr\u00f6\u00dfert. Anders ausgedr\u00fcckt: DB Cargo hat sich weiterhin Marktanteile durch nicht kostendeckende Preise gesichert. Zum Ausgleich spekuliert sie darauf, dass der Bund noch mehr \u00f6ffentliche F\u00f6rderungen lockermacht. Dieses nicht nachhaltige Gesch\u00e4ftsmodell muss in diesem Jahr ein Ende haben. Es kostet den Rest der G\u00fcterbahnen-Branche und die Steuerzahler Geld, das \u00fcberall f\u00fcr Zukunftsinvestitionen fehlt. Noch dazu wird die Branche durch diese Misswirtschaft insgesamt in ein schlechtes Licht ger\u00fcckt, w\u00e4hrend sich viele mittelst\u00e4ndische G\u00fcterbahnen tagt\u00e4glich f\u00fcr den Erfolg des G\u00fcterverkehrs auf der Schiene abrackern. Die EU-Kommission hat schon deutlich gemacht, dass sie die Wettbewerbsverzerrung durch DB Cargo nicht mehr tolerieren wird. Im Moment tr\u00e4gt die profitable Konzerntochter DB Schenker im Konzernverbund das Defizit von DB Cargo noch mit \u2013 dieser Ausgleich wird aber absehbar durch den vorgesehenen Schenker-Verkauf wegfallen. Im Boxen wird dieser Zustand \u201estehend k.o.\u201c genannt. Wenn es die Konzernleitung nicht anders kann, muss der Eigent\u00fcmer daf\u00fcr sorgen, dass DB Cargo entweder wie ein normales Unternehmen im G\u00fcterverkehr betrieben oder kontrolliert an den Markt gebracht wird. Der Schieneng\u00fcterverkehr ist f\u00fcr die Wirtschaft und den Klimaschutz zu wichtig, um sich Stagnation mit feuerwehrroten Zahlen zu erlauben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>mofair-Pr\u00e4sident Tobias Heinemann: \u201eDer Bund kann dem ungebremsten Schuldenanstieg nicht l\u00e4nger tatenlos zusehen. Dass die DB zur Sanierung der Infrastruktur in Vorleistung geht, kann der Gesamtmarkt noch als \u201agute Schulden\u2018 akzeptieren, denn davon profitieren alle Eisenbahnverkehrsunternehmen, seien sie DB-T\u00f6chter oder Wettbewerbsbahnen. Der Bund darf aber auf keinen Fall weitere \u201aschlechte Schulden\u201c f\u00fcr die Beschaffung von immer mehr ICEs f\u00fcr DB Fernverkehr tolerieren. Hier blockiert das Staatsunternehmen mit Steuerzahlermitteln mehr Wettbewerb zugunsten des Kunden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Ergebnis der G\u00fcterverkehrstochter des DB-Konzerns nahm Peter Westenberger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes Netzwerk Europ\u00e4ische Eisenbahnen (&#8222;Die G\u00dcTERBAHNEN&#8220;), wie folgt Stellung: \u201eIm \u00fcberlasteten Organismus DB sorgt die DB Cargo f\u00fcr immer h\u00f6here Arztrechnungen. 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